Zeitschriftenartikel
Eine prästabilierte Harmonie in der Kritik der reinen Vernunft?
Die Hand in der Geschichte zwischen Kant und Fichte
Der Aufsatz legt dar, welches Verhältnis Moral und Kultur in den Geschichtsmodellen Kants und Fichtes einnehmen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, wer bei beiden das jeweilige Subjekt der Geschichte ist, wer die Hand in der Geschichte führt.
Toma de conciencia y experiencia estética
Negativität. Hegels Lösung der Systemfrage in der Vorrede der Phänomenologie des Geistes
Die große Idee, die Hegel in der Phänomenologie des Geistes vorstellt und entfaltet, liegt in der Entdeckung der Bedeutung der Negativität. Negativität ist dabei mehr als ein nur formelles Verfahren. Negativität ist vielmehr ein Begriff, der die Realität selbst kennzeichnet. Sie stellt die Realität einerseits als subjekthaft vor; denn Negativität drückt als Prinzip aus, dass sich das Reale durch einen Prozess der Negation in ein Selbstverhältnis setzt. Andererseits stellt die Negativität die Realität auch als spannungsvoll, schmerzhaft und vergänglich vor. Diese Idee gewinnt Hegel vor allem in Auseinandersetzung mit Fichte und Schelling. Unbeschadet der berechtigten Nachfrage, ob Hegels Kritik berechtigt ist, lässt sich dennoch die argumentative Kraft dieses Entwurfs ermessen: Sie liegt in der Zuwendung zu den konkreten Phänomenen, ihren spezifischen Differenzen und ihrer substantiellen Einheit, die sie einem vernünftigen Nachvollzug zugänglich macht.


