Forschungsveranstaltungen

Hier finden Sie wissenschaftliche Fachveranstaltungen im In- und Ausland sortiert nach Art und Titel sowie zeitlichem Status.

Der Anfang der Weltalter (1811) - Sommerkurs »Klassische deutsche Philosophie«

Workshop Dr. Christoph Binkelmann, Peter Neumann, M.A., Dr. Vicki Müller-Lüneschloß
Laufzeit: 30.01.2018 - 1.10.2018

Im September 1810 erwähnt Schelling zum ersten Mal ein philosophisches Großprojekt, das ihn die folgenden Jahrzehnte bis in die 30er Jahre hinein beschäftigen wird: „Die 3 Weltalter“. Bereits im April des folgenden Jahres lässt er das erste Buch über die Vergangenheit mit Einleitung setzen. In dieser frühesten Version knüpft Schelling unmittelbar an die bekannten Ausführungen aus der Freiheitsschrift (1809) und den Stuttgarter Privatvorlesungen (1810) an. Dabei bemüht er sich sowohl um eine neue Darstellungs- als auch Verständnisweise in der „Entwicklung eines lebendigen, wirklichen Wesens“, die mit der Vergangenheit Gottes beginnt.
Der sogenannte Weltalter-Druck von 1811 ist dank der Edition von Manfred Schröter im Wortlaut erhalten und bildet die Grundlage für den diesjährigen Sommerkurs am IUC Dubrovnik. Der fünftägige Kurs zielt darauf ab, in Form von Referaten, gemeinsamer Diskussion und Lektüre ausgewählter Textstellen tiefere Einblicke in den Text zu erarbeiten. Die Referate sollen dabei einzelne Abschnitte in ihrer Gesamtbedeutung und argumentativen Struktur erhellen.

Quanten-Quasi-Geist oder transzendentaler Pan-Morphismus: Einige Vorschläge, anhand einer grundlegend revidierten Sicht von ›Pan-Psychismus‹ einer Lösung des Leib-Seele- bzw. Gehirn-Bewußtseinsproblems näher zu kommen

Vortrag Prof. Dr. Harald Holz
Laufzeit: 1.11.2017 - 1.11.2017

Anthropologie in der Klassischen Deutschen Philosophie

Tagung Prof. Dr. Christoph Asmuth, Eva Schneider, M.A.
Laufzeit: 7.06.2017 - 24.02.2018

»Der innerste Mittelpunkt der Philosophie« - Luthers »De servo arbitrio« und Schellings »Über das Wesen menschlicher Freiheit«

Tagung Dr. Christoph Binkelmann
Laufzeit: 15.05.2017 - 13.06.2017

In seiner berühmten Abhandlung Über das Wesen der menschlichen Freiheit (1809) wirft Schelling die großen philosophisch-theologischen Fragen von der menschlichen Freiheit zum Bösen und der Rechtfertigung Gottes angesichts des Bösen auf neue, ungewohnte Art auf. Auf der Suche nach einer Antwort wendet er sich vor allem Kants Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793) und Luthers De servo arbitrio (1525) zu. Obwohl der Name „Luther“ nur ein einziges Mal in der Schrift erwähnt wird, weiß man heute durch die Nachlassforschung im Rahmen der historisch-kritischen Edition, dass eine intensive Auseinandersetzung mit der genannten Schrift Luthers im Hintergrund der Überlegungen Schellings steht. Argumente und Motive von Luthers Disput mit Erasmus von Rotterdam über den freien Willen fließen in Schellings Denken ein. Deren Verständnis wird es erlauben, den „innersten Mittelpunkt der Philosophie“, die Freiheit, bei Schelling neu zu durchdenken.

Schellings Philosophie der Mythologie: Die historisch-kritische Einleitung

Workshop Dr. Christoph Binkelmann, Dr. Vicki Müller-Lüneschloß, Dr. Petar Segedin
Laufzeit: 26.07.2016 - 8.05.2017

In der historisch-kritischen Einleitung seiner Philosophie der Mythologie setzt sich Schelling mit der Frage nach der Entstehung und Funktion der Mythologie auseinander. Dabei werden die aktuellen Theorien einer radikalen Kritik unterzogen. Der These von der Mythologie als „Erfindung“ setzt der Philosoph ein grundsätzlich neues Konzept entgegen: Mythologie ist demnach ein Faktum, das dem Bewusstsein nicht erst im Ausgang von der Naturbetrachtung entsteht – sondern vielmehr umgekehrt, setzt das Bewusstsein die in ihm einem frühen Stadium seiner Entwicklung gemäß entstehenden Göttervorstellungen. Der symbolische Charakter der Mythologie erhält somit einen Wahrheitsanspruch, der von Schelling hier geltend gemacht wird. Mythologie aber wird zugleich gedacht als theogonischer Prozess und führt schließlich auf eine philosophische Verhältnisbestimmung von Monotheismus und Polytheismus, Gott und menschlichem Bewusstsein.

Der fünftägige Sommerkurs in Dubrovnik zielt darauf ab, in Form von Referaten, gemeinsamer Diskussion und Lektüre ausgewählter Textstellen tiefere Einblicke in den Text zu erarbeiten. Die Referate sollen dabei insbesondere die uns inzwischen verschlossenen (ideen-)geschichtlichen Bezüge Schellings sowie die argumentative Struktur der einzelnen Vorlesungen klären. Darüber hinaus können aber auch Referate vorgeschlagen werden, die über den Textbestand hinausgehen und verwandte Themen im Umfeld des Textes vorstellen.

Weltbürgerliche Perspektive und nationale Weltansichten:Die Dialektik des Kosmopolitismus in der deutschen klassischen Philosophie

Tagung Prof. Dr. Christoph Asmuth, Quentin Landenne, M.A.
Laufzeit: 25.07.2016 - 21.01.2017

THE GENESIS OF THE IDEA OF SYSTEM IN GERMANY

Workshop Dr. Augustin Dumont
Laufzeit: 26.05.2016 - 4.11.2016

Eine Lichtung des deutschen Waldes – Mystik, Idealismus und Romantik

Workshop -- --, PD Dr. Andrés Quero-Sánchez, Prof. Dr. Dietmar Mieth und Prof. Dr. Markus Vinzent
Laufzeit: 29.03.2016 - 22.05.2016

Systemkonzeptionen im Horizont des Theismusstreits (1811–1821)

Tagung -- --
Laufzeit: 2.02.2016 - 1.05.2016

Das Problem des Anfangs. 14 Arbeitstagung des Forschungsnetzwerkes »Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus.

Tagung Prof. Dr. Christoph Asmuth, Jesper Lundsfryd Rasmussen
Laufzeit: 20.10.2015 - 20.02.2016