Prof. Dr. Christoph Asmuth
Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte
- ab 1983
- Studium an der Ruhr-Universität Bochum: Philosophie, Germanistik, Pädagogik, Geschichte (Prof. Dr. K. Flasch)
- 1992
- M.A. in den Fächern Philosophie/Germanistik bei Prof. Dr. B. Mojsisch, Magisterarbeit: Die Philosophie Fichtes in der Anweisung zum seligen Leben
- 1995
- Promotion im Fach Philosophie bei Prof. Dr. B. Mojsisch/Prof. Dr. G. Scholtz, Dissertation: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte 1800-1806
- 2003
- Habilitation an der Technischen Universität Berlin, Fakultät I bei Prof. Dr. H. Poser/Prof. Dr. G. Abel/Prof. Dr. K. Kaehler, Habilitationsschrift: Interpretation – Transformation. Das Platonbild bei Fichte, Schelling, Hegel, Schleiermacher und Schopenhauer und das Legitimationsproblem der Philosophie
- seit 2004
- Privatdozent, Fakultät I, TU Berlin
- seit 2006
- Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft
- 2007
- Sommersemester: Vertretung Prof. Dr. G. Zöller, LMU München
- 2009-2012
- Leitung BMBF-Forschungsprojekt Translating Doping - Doping Übersetzen an der Technischen Universität Berlin
- 2009
- Gastprofessur an der Universität Basel, eikones - Bildkritik
- seit 2013
- Leitung BMBF-Forschungsprojekt Anthropofakte. Schnittstelle Mensch an der Technischen Universität Berlin
Tätigkeitsfelder:
- 1996 - 1998
- Redaktion des Bochumer Philosophischen Jahrbuchs für Antike und Mittelalter
- 1999 - 2001
- Tätigkeit im Fachbereichsrat FB I, TUB
- 2000
- Örtliche Organisation: Kongress der Internationalen Johann Gottlieb Fichte Gesellschaft Fichte in Berlin
- 2001
- Organisation: VII. Internationaler Leibniz-Kongress in Berlin, Nihil sine ratione
- 2002 - 2005
- Leitung: Fichte-Arbeitsgruppe Berlin
- 2001 - 2006
- Gastdozent am IUC Dubrovnik
- 2003-2005
- Accíon integrada: Deutsch-spanischen DAAD-Projekt Die Konzepte von Toleranz und Harmonie bei Leibniz, ihre Rezeption in der Aufklärungszeit und ihre aktuelle Bedeutung und Relevanz
- seit 2004
- Wissenschaftlicher Beirat der Fichte-Studien
- seit 2005
- Leitung: Forschungsgruppe Berlin Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus
- seit 2006
- Antragstellung DEPTH EU Framework Programme (FP) 7, 8.5
- seit 2007
- Leitung des Kurses Transzendentalphilosophie am IUC Dubrovnik
- 2011
- Wiss. Beratung Deutsches Hygiene-Museum Dresden
- seit 2011
- Wissenschaftlicher Beirat: Le Centre d’études sur la philosophie classique allemande et sa postérité, Sorbonne, Paris
Aktivitäten
Forschungsprojekte
Anthropofakte. Schnittstelle Mensch. Kompensation, Extension und Optimierung durch Artefakte. Verbundprojekt des Deutschen Hygiene-Museums (DHMD) und der Technischen Universität Berlin.
Das Projekt erforscht die Schnittstelle zwischen menschlichem Körper und Technik. Es verbindet Fragen der Kultur- und Technikgeschichte sowie der Philosophie, insb. der Technikphilosophie mit den sozialen, politischen und kulturellen Körperbildern, der Körperwahrnehmung sowie der Anthropologie. Es reflektiert die Grundfrage nach der Natürlichkeit, nach einer Hybridisierung durch Technik und nach dem Übergang von Artefakt zum Biofakt. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie sich gesellschaftlicher und kultureller Wandel im 20. und 21. Jahrhundert in konkreten Objekten, die den Übergang Leib/Ding markieren, deren technischer Innovation und in der Interaktion mit ihnen ausdrückt.
Translating Doping - Doping übersetzen
»Translating Doping - Doping übersetzen« ist ein dreijähriges transdisziplinäres Verbundprojekt. Ausgehend von einer Anschubfinanzierung am Institut für Sportwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (Frau Dr. des. Benedetta Bisol) und unter initialer Begleitung durch Frau Dr. des. Antje Stache sowie der Forschungsgruppe der Technischen Universität Berlin entwickelten beide Verbundpartner ein Forschungskonzept, das in der Ausschreibung des BMBF Übersetzungsfunktionen der Geisteswissenschaften“ erfolgreich war.
Authentizität und Konstruktion. Leib und Seele. Körper und Geist
Bildlichkeit. Theorie des Bildbegriffs
Karl Wilhelm Ferdinand Solger: Ausgewählte Werke mit biographischer Einleitung, erläuternden Erklärungen und wissenschaftlichem Kommentar. DFG-Stipendium
Die von Karl Wilhelm Ferdinand Solger selbst zum Druck gebrachten Werke werden in einer zuverlässigen Ausgabe wieder zugänglich gemacht. Die Ausgabe wird im wesentlichen die veröffentlichten Schriften Solgers neu präsentieren.
»Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte 1800-1806«
„Interpretation – Transformation. Das Platonbild bei Fichte, Schelling, Hegel, Schleiermacher und Schopenhauer und das Legitimationsproblem der Philosophiegeschichte“
Kultur – System – Geschichte. Klassische deutsche Philosophie in systematischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive (Königshausen & Neumann, Würzburg)
Publikationsreihe für Monographien und Sammelbände im Bereich der systematischen Erforschung von Transzendentalphilosophie und klassischen deutschen Philosophie.
Forschungsveranstaltungen
Negative Philosophy - Philosophy of Negation: The Concept of the Negative in Classical German Philosophy
The Research Network for Transcendental Philosophy and German Idealism welcomes the submissions of abstracts of approximately 300 words on the theme of “Negative Philosophy.” Although English is preferred, papers in either English or German are welcome.
Anthropologie in der Klassischen Deutschen Philosophie
Weltbürgerliche Perspektive und nationale Weltansichten:Die Dialektik des Kosmopolitismus in der deutschen klassischen Philosophie
Das Problem des Anfangs. 14 Arbeitstagung des Forschungsnetzwerkes »Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus.
Conceito, Percepção, Finalidade – Begriff, Wahrnehmung Zweck
Zweites Arbeitstreffen des PROBRAL Projektes
Fortschritt als Signatur der Neuzeit
Die Mobilisierung des Körpers: Prothetik seit dem Ersten Weltkrieg
Ausgangspunkt der Tagung ist der Beginn des Ersten Weltkriegs, der sich 2014 zum 100. Mal jährt. Er war paradigmatisch für die Mobilmachung des Körpers in der Moderne, zu deren wichtigsten Instrumenten die Prothetik gehört.
»Krise« als strukturelle Signatur. DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst)- Hochschuldialog mit Südeuropa Programm zweijährig 2013
Schema – Zeichen – Wissen
Ziel der Tagung ist es, die vielfältigen Fäden der philosophischen Geschichte des Schemas neu zusammenzuführen und gemeinsam über die Möglichkeit nachzudenken, das Schema nicht nur allgemein als dynamische Gestalt, Skizze oder Silhouette aufzufassen, sondern in ihm ein noch fehlendes systematisches Element der aktuellen Sprach- und Erkenntnistheorie zu sehen.
Transzendentalphilosophie XII. Die Rückkehr der Geschichtsphilosophie
Der Sommerkurs richtet sich an Studierende und Doktoranden der Philosophie und anderer Fächer. Es werden klassische Texte zur Geschichtsphilosophie gelesen und kritisch diskutiert werden. Besonderes Augenmerk gilt der Grundlegung und der Systematik einer Philosophie der Geschichte. Vorträge und Referate sind herzlich willkommen.
Schellings »Philosophie der Kunst«
»Der ist noch sehr weit zurück, dem die Kunst nicht als ein geschlossenes, organisches und ebenso in allen seinen Theilen nothwendiges Ganzes erschienen ist, als es die Natur ist. Fühlen wir uns unaufaltsam gedrungen, das innere Wesen der Natur zu schauen, und jenen fruchtbaren Quell zu ergründen, der so viele große Erscheinungen mit ewiger Gleichförmigkeit und Gesetzmäßigkeit aus sich herausschüttet, wie viel mehr muß es uns interessiren, den Organismus der Kunst zu durchdringen, in der aus der absoluten Freiheit sich die höchste Einheit und Gesetzmäßigkeit herstellt, die uns die Wunder unseres eignen Geistes weit unmittelbarer als die Natur erkennen läßt.« Diese Sätze aus der Einleitung der »Philosophie der Kunst« markieren Anspruch und Ambition der Philosophie Schellings. Sie charakterisieren die Kunst als ein Ganzes, als die objektive Entsprechung der Philosophie und als Gegenstück zur Natur. Kunst und Philosophie begegnen sich auf Augenhöhe und durchdringen sich wechselseitig. Der Kurs will dem Text in kritischer Distanz folgen. Besonderes Augenmerk gilt der Grundlegung und der Systematik der »Philosophie der Kunst«. An ausgewählten Beispielen sollen die gewonnenen Einblicke exemplifiziert werden.
XI. Arbeitstagung des Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus Ästhetisches Wissen: Zwischen Sinnlichkeit und Begriff
Die XI. Tagung des Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus thematisiert das Verhältnis von Sinnlichem und Begrifflichem unter Voraussetzung der Einsicht Baumgartens, dass sich deren Wechselspiel insbesondere an künstlerischen Phänomenen aufweisen und verdeutlichen lässt. Klassische Positionen werden mit aktuellen Entwicklungen der Forschung z. B. aus Wahrnehmungsphilosophie, Phänomenologie oder symboltheoretischen Ansätzen verbunden.
Im Grunde die Wahrheit: Bild und Reflexion in Frühromantik und Philosophie
Teleologie nach Kants Kritik
Wie in den meisten anderen Gebieten der Philosophie setzt Kant mit seiner dritten Kritik auch in der Teleologie einen Meilenstein, an dem bis heute nur schwerlich ein Weg vorbeiführt. In diesem Sinne soll das teleologische Denken in der Kritik der Urteilkraft auch der diesjährigen Tagung des Forschungsnetzwerks »Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus« als Leitfaden dienen. Ausgehend von der Philosophie Kants soll auch Raum für Reflexionen über das teleologische Denken überhaupt geboten werden: Ob heute das Zweckdenken noch tauglich sei, das Verhältnis verschiedener Wissensbereiche zueinander aufzuklären, den Lebensbegriff verständlich zu machen und über das Schöne, über Kunst und Moral zu sprechen, dieser Fragen will sich die Tagung annehmen. Theologie, Geschichtsphilosophie und Hermeneutik können ebenfalls im Blickwinkel der Teleologie betrachtet werden; genauso soll die Tagung der Frage dienen, inwieweit die Begriffe von Zweck und Zweckmäßigkeit auch heute noch brauchbar sind, um systematisch zu denken.
Perspektivität – Die Struktur unserer Erkenntnisvermögen und deren Folgen
Bild – Symbol, Konzept, Konstrukt
Das Thema „Bild“ ist ein klassisches Thema der Philosophie und der Theologie. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es darüber hinaus einen eigenständigen ästhetischen Diskurs des Bildes. Das Spektrum des Themas ist aber heute längst nicht mehr auf diese ‚klassischen‘ Felder eingegrenzt: So arbeiten viele wissenschaftliche Disziplinen mit Bildern und operieren mit Bildbegriffen, einige auch intensiv mit Verfahren der Bildgenerierung.
Paradoxien im Denken des Selbst
– in der klassischen deutschen Philosophie und in der Gegenwart
Das Phänomen des Paradoxons ist seit jeher Bestandteil philosophischer Fragestellungen. Nicht nur in der antiken und klassischen Philosophie nimmt das Paradoxon eine Sonderstellung ein – wie ein roter Faden durchzieht die logische Figur auch in ihrer Form als Aporie und Antinomie die Denkgeschichte bis in die Gegenwart.
Das liebe Geld. Zahlungsmittel oder Lebenszweck?
Wir alle kennen Geld. Die meisten wohl, weil sie davon zu wenig haben. Aber die wenigsten wissen genau, was Geld ist und wie es funktioniert. Wie kann sich Geld vermehren, wie vernichtet werden?
Irrationalität - Schattenseite der Moderne.
7. Jahrestagung des Internationalen Forschungsnetzwerks Transzenden-talphilosophie/Deutscher Idealismus
Die Tagung dient der Verständigung über die Entstehung, Funktion und Entwicklung »des Irrationalen« als Protagonist wie als Antagonist. Angestrebt ist eine kritischen Reflexion über das eigene Vorverständnis wie über gängige Schnittmuster historischer Rekonstruktionen des Irrationalen: Wie lässt sich unser ambivalentes Verhältnis zu Rationalität und Irrationalität auf eine neue Frage, einen innovativen Begriff bringen. Schließlich dient die Tagung der systematischen Einordnung des Irrationalen in einer Welt der Kontingenz, der Vernetzung und Globalisierung, ethischer und religiöser Konflikte. Letztlich aber bestimmen - wie in den vergangenen Jahren - die Interessen und Themen der Beiträger das Themenspektrum und den Verlauf der 7. Arbeitstagung, zu der wir herzlich einladen.
Die Begründung der Philosophie im Deutschen Idealismus
Die Welt und die Welten. Bewegung. Entgrenzung, Globalisierung.
One World and Plurality of Worlds. Motion, Dissolution, Globalisation.
Seitdem sich die Wirtschaft, die Politik und die Medien zu den globalen Akteuren entwickelt haben, spielt das Thema der Welt als einer ganzen eine immer wichtigere Rolle in den öffentlichen Debatten. Gerade durch die Besinnung auf die grundlegenden Begriffe – wie diejenigen der Grenze, der Bewegung, der Kommunikation und der Welt (oder Welthaftigkeit) – kann hier die Philosophie, insbesondere die Transzendentalphilosophie, ihren bescheidenen, dennoch wichtigen Beitrag im Verständnis der Möglichkeit der Globalisierungsprozesse und in der Interpretation ihrer Vorgänge und Folgen leisten.
Ich – Du – Er, Sie, Es Subjekt und Gehirn – Mensch und Natur
Im Ich tritt die Person als Subjekt des Denkens, Fühlens und Handelns in den Vordergrund. In der dritten Person des Er, Sie und Es wird die Person verobjektiviert und epistemischer Gegenstand. Das Du wiederum eröffnet die interpersonale Dimension und damit den wechselseitigen Bezug zweier Subjekte. Dieser grundlegende Topos bildet die systematische Folie für das diesjährige Thema der Arbeitstagung, das die Referenten aus unterschiedlichen historischen und systematischen Perspektiven bearbeiten.
Die Grenzen der Sprache. Sprachimmanenz – Sprachtranszendenz. Ein interdisziplinäres Kolloquium der Studienstiftung des deutschen Volkes
Die Stellung des Menschen im naturwissenschaftlich-technischen Zeitalter – Transzendentalphilosophie und Szientismus
Im Licht der modernen Naturwissenschaften scheinen zahlreiche Fragen der Philosophie erledigt zu sein. Um diese komplexe Fragen nicht vorschnell in einseitige Reduktionismen aufzulösen, gilt es, die zugrunde liegenden theoretischen und praktischen Kategorien kritisch und unvoreingenommen mit Blick auf die Ansprüche der modernen Naturwissenschaften einerseits und auf ein aufgeklärtes philosophische Selbstverständnis des Menschen andererseits zu untersuchen.
Der Eine oder der Andere – »Gott« in der klassischen deutschen Philosophie und im Denken der Gegenwart
Vor allem in Italien und Frankreich ist in den letzten beiden Jahrzehnten ein erneuertes Bemühen um die Religion zu bemerken, das sich nicht mehr konfessionell orientiert oder dogmatisch gebunden zeigt, sondern unter dem Etikett der ‚Postmoderne’ steht.
Leiblichkeit – Interpersonalität – Anerkennung. Transzendentalphilosophie und Person (Teil II)
Leiblichkeit – Interpersonalität – Anerkennung. Transzendentalphilosophie und Person (Teil I)
Fichte in Rammenau. 1. Tagung der Internationalen J. G. Fichte-Gesellschaft und des Istituto Italiano per gli Studio Filosofici (Neapel) anläßlich des Geburtstages von J. G. Fichte im Schloß Rammenau: »Die Wissenschaftslehre von 1805“
Kant und Fichte – Fichte und Kant 4. Internationale Arbeitstagung der J. G. Fichte-Arbeitsgruppe, Berlin
Bild, Bilder, Bildung. Arbeitstagung
2. Arbeitstagung der J. G. Fichte-Arbeitsgruppe, Berlin
1. Arbeitstagung der J. G. Fichte-Arbeitsgruppe, Berlin
Sittenlehre 1798 und 1812. 3. Internationale Tagung der J. G. Fichte-Arbeitsgruppe, Berlin
VII. Internationaler Leibniz-Kongreß. »Nihil sine ratione« - Mensch, Natur und Technik im Wirken von G. W. Leibniz
Philosophischer Gedanke und musikalischer Klang. Zum Wechselverhältnis von Musik und Philosophie
Sein – Reflexion – Freiheit. Aspekte der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes. Ein Kolloquium der Studienstiftung des deutschen Volkes
Fachkurs Transzendentalphilosophie VIII: Die Welt und die Welten. Bewegung, Entgrenzung, Globalisierung
Lehrveranstaltungen
Kolloquium: Probleme der philosophischen Forschung
Kolloquium Klassische Deutsche Philosophie
Klassische Deutsche Philosophie
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der Transzendentalphilosophie und der klassischen deutschen Philosophie haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Ein Semesterplan wird vor der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Klassische Deutsche Philosophie
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der Transzendentalphilosophie und der klassischen deutschen Philosophie haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Ein Semesterplan wird vor der ersten Sitzung bekannt gegeben
Hegel: Wissenschaft der Logik: Quantität
Mit dem ersten Band der Logik, welcher die sog. Seinslogik enthält, legte Hegel 1812 zugleich den ersten Teil seines spekulativen Hauptwerks vor. Es sollte die traditionelle Metaphysik und Ontologie kritisieren, beerben und in eine letztgültige neue Wissenschaft transformieren. Das Seminar wird sich dem argumentativen und systematischen Nachvollzug widmen und versuchen, ein Verständnis für das Gesamtprojekt einer spekulativen Logik zu gewinnen.
Kolloquium: Klassische Deutsche Philosophie
Kolloquium: Klassische Deutsche Philosophie
Klassische Deutsche Philosophie
Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der Transzendentalphilosophie und der Philosophie des Deutschen Idealismus haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Im Zentrum steht die Vorstellung von Forschungsarbeiten und Rezensionen zur klassischen deutschen Philosophie sowie zu verwandten Themen und philosophischen Richtungen. Das Programm fürs Sommersemester kann unter Detailansicht eingesehen werden.
Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft
Der Tod. Historisch-systematische Rekonstruktion eines Begriffs
Leib und Seele – Körper und Geist. Historisch-systematische Rekonstruktion eines Gegensatzes
Neuerscheinungen zur Transzendentalphilosophie/zum Deutschen Idealismus
Publikationen
Entgrenzungen des Machbaren? Doping zwischen Recht und Moral
Philosophie und Religion und der Platonismus
Das Verhältnis von Philosophie und Religion zur Religionsphilosophie Fichtes
Evolution. Modell – Methode – Paradigma
Der Sammelband betrachtet die Evolutionstheorie als Modell. Das erlaubt zwei Herangehensweisen (1) Zunächst betrifft der Modellcharakter den methodischen Status der Evolutionstheorie selbst. Die historisch orientierten Beiträge zeigen für die geschichtliche Entwicklung der Evolutionstheorie auf, wie das Modell Evolutionstheorie entstanden, rezipiert und ausgeweitet wurde. Die systematischen Beiträge weisen diesen Charakter in wissenschaftstheoretischer Hinsicht auf und zeigen, dass die Begriffe, mit denen die Evolutionstheorie operiert, nicht unmittelbar auf einer ontologischen Basis fußen. Der Modellcharakter betrifft dabei die Erklärung und die Erklärungskompetenz der Evolutionstheorie. Dabei fließt mit ein, dass die Wissenschaftlichkeit der Evolutionstheorie unter ‚Sonderbedingungen’ steht. Nur Teilthesen lassen sich experimentell überprüfen, die Evolutionstheorie als ganze bleibt unüberprüfbar, gleichwohl aber aufgrund ihrer hohen Kohärenz und ihres Zusammenstimmens mit Funden und Beobachtungen gleichwohl mehr als eine bloße Hypothese. (2) Der Modellcharakter bezieht sich aber auch auf den Import der Evolutionstheorie durch andere Disziplinen. Der vorliegende Band zeigt das am Beispiel der Soziologie, der Kosmologie und der Erkenntnistheorie. In allen diesen Fällen kommt der Erklärung von Entwicklungen große Bedeutung zu. Deshalb kann die Evolutionstheorie Modell und Paradigma sein zur Erklärung der Dynamik in Entwicklungsprozessen. Sie kann darüber hinaus erklären, warum es in der Entwicklung zu bestimmten Stadien kommt und warum sie nicht aus vorgängigen Zweckbestimmungen (etwa nach Schöpfungsmodell) zu begreifen sind
Negativität. Hegels Lösung der Systemfrage in der Vorrede der Phänomenologie des Geistes
Die große Idee, die Hegel in der Phänomenologie des Geistes vorstellt und entfaltet, liegt in der Entdeckung der Bedeutung der Negativität. Negativität ist dabei mehr als ein nur formelles Verfahren. Negativität ist vielmehr ein Begriff, der die Realität selbst kennzeichnet. Sie stellt die Realität einerseits als subjekthaft vor; denn Negativität drückt als Prinzip aus, dass sich das Reale durch einen Prozess der Negation in ein Selbstverhältnis setzt. Andererseits stellt die Negativität die Realität auch als spannungsvoll, schmerzhaft und vergänglich vor. Diese Idee gewinnt Hegel vor allem in Auseinandersetzung mit Fichte und Schelling. Unbeschadet der berechtigten Nachfrage, ob Hegels Kritik berechtigt ist, lässt sich dennoch die argumentative Kraft dieses Entwurfs ermessen: Sie liegt in der Zuwendung zu den konkreten Phänomenen, ihren spezifischen Differenzen und ihrer substantiellen Einheit, die sie einem vernünftigen Nachvollzug zugänglich macht.
Wie das Subjekt aufs Fahrrad kommt
Tun, Hören, Sagen. Performanz und Diskursivität bei J. G. Fichte
Das Denken leben. Zur Kraft des Spekulativen bei Hegel
Transzendentalphilosophie oder absolute Metaphysik? Grundsätzliche Fragen an Fichtes Spätphilosophie
Realismus und Idealismus oder: Werden philosophische Probleme entschieden?
Die Sittenlehre J. G. Fichtes. 1798 – 1812. (Fichte-Studien; Bd. 27) Amsterdam/New York 2006
Interpretation – Transformation. Das Platonbild bei Fichte, Schelling, Hegel, Schleierma-cher und Schopenhauer und das Legitimationsproblem der Philosophiegeschichte. Habili-tationsschrift, Göttingen 2006.
Das Verhältnis der Philosophie zu ihrer Geschichte ist – zumindest seit dem beginnenden 19. Jahrhundert – ein facettenreiches Problem: Die Vergänglichkeit philosophischer Positionen widerspricht dem Anspruch auf überzeitliche Geltung. Das Buch untersucht zunächst dieses Verhältnis, indem es konkret fünf exemplarische Positionen vorstellt, wie sich Philosophen zu einem Autor der Vergangenheit, nämlich dem antiken Autor Platon, verhalten. Dabei spannt die Untersuchung einen Bogen von J.G. Fichte, der Platon in den Dienst seines eigenen Pro-jektes, der Wissenschaftslehre stellt, über F.W.J. Schelling, der eine kantianische Transforma-tion Platons vornimmt, über G.W.F. Hegel, der Platon einspannt in die Entwicklung der eige-nen dialektischen Philosophiegeschichte, über Schleiermacher, der mit philologischem In-strumentarium Platon zu einem philosophischen Künstler stilisiert, bis zu Schopenhauer, der Platon integriert in die Vorgeschichte der Entdeckung eines blinden Weltwillens. Durch die Reflexion auf diese exemplarischen und selbst der Philosophiegeschichte angehörenden Posi-tionen ergibt sich der zweite, der systematische Teil des Buches. Interpretation und Trans-formation sind integrale Momente aller Beziehung der Philosophie auf ihre Geschichte. Das Spannungsfeld von Historismus und systematischem Philosophieren formiert einen dynami-schen Prozeß im Horizont der geschichtlich-kulturellen Selbstverständigung.
[Die Wissenschaftslehre 1807] 3.-7. Vorlesung: Sein, Leben oder absolutes Ich
Die Als-Struktur des Bildes
Bild und Medium. Bildtheorie – Medienphilosophie
Authentizität und Konstruktion. Körperbegriffe zwischen historischer Relativität und unmittelbarer Gegenwärtigkeit
Bild – Negation – Kreativität
‘Reflexions-Aberglaube’. Hegels Kritik an der Transzendentalphilosophie Fichtes
‚Das Schweben ist der Quell aller Realität’. Platner, Fichte, Schlegel, Novalis und die produktive Einbildungskraft
Vernünftige Engel – Intelligenzen. Naturphilosophie und praktische Vernunft
Eine implizite Platon-Rezeption bei Fichte: Die Theorie des Gesichts
The Genesis of Genesis. The Idea of Development in Hegel’s ‘Phenomenology of Spirit’ and Its Development
Metaphysik und Historie bei J. G. Fichte
VII. Internationaler Leibniz-Kongreß Berlin, 10.-14.9.2001. Nihil sine ratione. Mensch, Natur und Technik im Wirken von G. W. Leibniz. Nachtragsband Berlin 2002
„…, sô wonete der mensche in der wüestunge…“ Meister Eckharts philosophischer Begriff der Wüste
Philosophischer Gedanke und musikalischer Klang. Zum Wechselverhältnis von Musik und Philosophie, Frankfurt a.M. 1999
Philosophie und Musik sind verschiedene Bereiche mit jeweils verschiedenen Weisen der Artikulation, einerseits durch Sprache, andererseits durch Klänge. Die Beiträge des vorliegenden Bandes zeichnen die wechselvolle Geschichte ihres Verhältnisses an signifikanten Beispielen nach. Dabei steht die klingende Musik genauso im Mittelpunkt wie die philosophische Theorie. Die abendländische Philosophie denkt bereits seit Pythagoras über die Musik nach, und diese Reflexion hat die Musikpraxis beeinflußt. Allerdings ist das Wechselverhältnis zwischen den Bereichen bislang wenig aufgeklärt worden. Das facettenreiche Bild dieses neuen Buchs zeigt sowohl antike und mittelalterliche Positionen als auch solche, die sich im Zusammenhang mit der klassischen, romantischen und zeitgenössischen Musik ausbildeten. Ein Blick auf islamische und japanische Konzepte überschreiten die eurozentrische Perspektive und lenken die Aufmerksamkeit auf einen kulturübergreifenden Problembestand.
Musik als Metaphysik. Platonische Idee, Kunst und Musik bei Arthur Schopenhauer
Começo e Forma da Filosofia. Reflexoes sobre Fichte, Schelling e Hegel
Die Lehre vom Bild in der Wissenstheorie Johann Gottlieb Fichtes
Fichte: Ein streitbarer Philosoph. Biographische Annäherungen an sein Denken
Wissenschaft und Religion. Perspektivität und Absolutes in der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes
Meister Eckharts Buch der göttlichen Tröstung
Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei Johann Gottlieb Fichte. 1800-1806. Diss. Bochum 1995. (Spekulation und Erfahrung, Reihe II, Band 41)
Was bedeutet Musik? Eine kritische Untersuchung musikalischer Referenz
Der Beitrag behandelt aus kritischer Perspektive die Frage, ob Musik in analoger Weise Bedeutung besitzt wie die Sprache. Dazu werden zwei Kandidaten untersucht: Die Sprache selbst als Vorbild musikalischer Referenz, d. h. Musik als Symbolsystem im weitesten Sinne, und die Musik als Ausdruck von Gefühlen. Gegen beide Positionen werden Argumente vorgestellt, um den Schluss zu untermauern, dass mit Musik zwar Bedeutung assoziativ verbunden werden kann, aber keineswegs zwangsläufig verbunden ist. Das führt zu einem Plädoyer für die Musik als nicht-figurative Kunst.
Mehr Aufklärung! Leibniz – Technik – Medientheorie. Hans Poser zum 70. Geburtstag!
Religion, Revolution und transzendentale Reflexion. J. G. Fichtes Berliner Religionsphilosophie
‚… das sind Fragen, um die der Mathematiker gerne seine ganze Wissenschaft gäbe …’ – Kant und das Problem des Weltanfangs
Die Dynamik der Vernunft und der Reichtum der Gehalte. Hegels Position in der Vorrede zur ‚Phänomenologie des Geistes’
Natur als Objekt – Natur als Subjekt. Der Wandel des Naturbegriffs bei Fichte und Schelling
Leibniz – Identität und Individualität im Denken F. W. J. Schellings
Von der Kritik zur Metaphysik. Der transzendentalphilosophische Wendepunkt Kants und dessen Wende bei Fichte
Die Begründung falscher Rede. Platon und Protagoras
Anfang und Form der Philosophie. Überlegungen zu Fichte, Schelling und Hegel
Fichtes Theorie des Ich in der Königsberger Wissenschaftslehre von 1807
Hegel und der Anfang der Wissenschaft
Bildlichkeit. Theorie des Bildbegriffs (Monographie) [1/3.1]
Die Theorie der Bildlichkeit, die ich entwickeln möchte, bedient sich einer transzendentalphilosophisch genetischen Methode. Die Korrelation der Begriffe Bild, Zeichen, Sprache soll grundlegend geklärt werden.
Die Grenzen der Sprache. Sprachimmanenz – Sprachtranszendenz
Das Thema die Grenzen der Sprache eignet sich wie kaum ein zweites zur interdisziplinären Zusammenarbeit. Fast in jeder geistes-, geschichts- oder kulturwissenschaftlichen Disziplin spielt das Thema eine Rolle. So ist der vorliegende Sammelband zwar von philosophischen Fragestellungen dominiert; die Antworten geben aber oft die Fachwissenschaften selbst mit der ihnen eigenen Methodologie und den ihnen zugehörigen Inhalten. Philosophie, Theologie, Germanistik, Wirtschaftswissenschaften, Musikwissenschaften, Ethnologie und Soziologie tragen jeweils aus ihrer Perspektive – teils historisch, teils systematisch – zum Thema bei. Die Kandidaten für ein Jenseits der Sprache könnten dabei kaum unterschiedlicher sein: Gott, die Wahrnehmung, das Unheimliche, der Anfang, das Gefühl, das Meinen usw. Nicht immer werden die Kandidaten bestätigt. Was transzendent zu sein schien, erweist sich als immanent. Manche Beiträge votieren dafür, ein Außerhalb der Sprache ganz zu verneinen und die Rede von den Grenzen der Sprache bloß rhetorisch oder metaphorisch aufzufassen. Ein Beitrag aus den Neurowissenschaften (Medizin) zeigt schließlich auch die physiologischen Bedingungen und Begrenzungen des Sprechens auf.


