Veranstaltungen (Archiv)
Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen im Rahmen des Internationalen Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus. Wir freuen uns, wenn Sie uns interessante Veranstaltungstermine mitteilen: aktuelles@a-priori.eu
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: info@a-priori.eu
Denken fürs Volk - Formen von Gemeinsinn in der deutschen Popularphilosophie
Gemeinsinn verstanden als „individueller Sinn für das Gemeinsame und gemeinsamer Sinn der Individuen“ ist nicht nur ein möglicher Gegenstand philosophischer Diskurse. Er kann auch in die Darstellungsform dieser Diskurse einfließen. Prominentes Beispiel dafür ist die so genannte deutsche Popularphilosophie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Als zentrale Anliegen der popularphilosophischen Stoßrichtung lassen sich unter anderem nennen:
- das Verständlichmachen der Philosophie für das gemeine Volk im Sinne der Aufklärung, eine so genannte „Philosophie für die Welt“ (J.J. Engel) oder „Philosophie für den gesunden Menschenverstand“ (Hirschfeld).
- die Hervorkehrung der praktischen und vor allem politischen Relevanz der Philosophie: eine „angenehme, gründliche und gemeinnützige practische Philosophie“ (Basedow).
- die anthropologische Wende der Philosophie.
Im Zentrum der Tagung steht die kritische Auseinandersetzung mit Vertretern der deutschen Popularphilosophie, die sich deren oben genannten Aspekten unter besonderer Berücksichtigung der politischen Relevanz – als Stiftung und Mobilisierung von Gemeinsinn – zuwendet. Zu diesem Zweck ist auf die realgeschichtliche wie philosophiegeschichtliche Stellung der Popularphilosophie einzugehen. Dabei soll ein umfassendes Panorama entworfen werden, welche unterschiedlichen Formen von Gemeinsinn diese Philosophie anspricht und hervorbringt.
Organisation und Ansprechpartner der Tagung: Dr. Christoph Binkelmann
Zweck und Zweckmäßigkeit - Teleologie nach Kants Kritik
Wie in den meisten anderen Gebieten der Philosophie setzt Kant mit seiner dritten Kritik auch in der Teleologie einen Meilenstein, an dem bis heute nur schwerlich ein Weg vorbeiführt. In diesem Sinne soll das teleologische Denken in der Kritik der Urteilkraft, auch der diesjährigen Tagung des Forschungsnetzwerks »Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus« als Leitfaden dienen. Ausgehend von der Philosophie Kants soll auch Raum für Reflexionen über das teleologische Denken überhaupt geboten werden: Ob heute das Zweckdenken noch tauglich sei, das Verhältnis verschiedener Wissensbereiche zueinander aufzuklären, den Lebensbegriff verständlich zu machen und über das Schöne, über Kunst und Moral zu sprechen, dieser Fragen will sich die Tagung annehmen. Theologie, Geschichtsphilosophie und Hermeneutik können ebenfalls im Blickwinkel der Teleologie betrachtet werden; genauso soll die Tagung der Frage dienen, inwieweit die Begriffe von Zweck und Zweckmäßigkeit auch heute noch brauchbar sind, um systematisch zu denken.
Im Grunde die Wahrheit: Bild und Reflexion in Frühromantik und Philosophie
Die Schelling-Forschungsstelle Berlin führt im Rahmen ihrer Vortragsreihe am 19. Juni 2012 am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität ein Deutsch-amerikanisches Kolloquium zum Thema: Im Grunde die Wahrheit: Bild und Reflexion in Frühromantik und Philosophie durch.
In den Beiträgen geht es um die Herausarbeitung der Vermittlungsrolle des Bildes für die Philosophie, die ihren theoretischen Anspruch in der Wahrheit postuliert. Die abstrakte Wahrheit und die Erkenntniskraft des Bildes sind nur dann eine Einheit, wenn sie intellektual vermittelt werden, d.h. durch Anschauung. Die intellektuale Anschauung ist rezeptiv bezogen auf die Sinnlichkeit und produktiv bezogen auf den Begriff. Die Einbildungskraft des Menschen ist das menschliche Kunstvermögen in uns, das darauf beruht, ein allgemeines Bild des Gegenstandes zu entwerfen. „Bild“ in diesem philosophischen Zusammenhang steht nicht für das gemalte Bild in der Kunst, sondern verweist als Metapher auf ontologische Prinzipien, die uns spiegelbildlich den Grund der Wahrheit offenbaren und so letztendlich das Bild unserer Welt nicht identisch, jedoch reflexiv zu Bewusstsein bringen. Weil sich zwischen Ur-Bild und Abbild keine Identität herstellen kann, bleibt die Philosophie „im Grunde“ und das Kunstwerk wird „göttlich“, weil es den philosophischen Begriff im Bild zur Anschauung bringt. Das Spannungsverhältnis zwischen Abbild und Nachbild führt zu unterschiedlichen Problemlösungen, die in den Beiträgen der Tagung diskutiert werden.
Die Forschungsbeiträge werden in den Berliner Schelling Studien im nächsten Jahr publiziert. Die Reihe wird seit 2000 in Berlin herausgegeben. Sie stellt die philosophische Forschungsarbeit der Schelling-Forschungsstelle Berlin repräsentativ dar. Im Juni erscheint Band 10, der sich inhaltlich dem Verhältnis von Philosophie zur medizinischen Romantik widmet.
Transzendentalphilosophie XI - Schellings »Philosophie der Kunst«
»Der ist noch sehr weit zurück, dem die Kunst nicht als ein geschlossenes, organisches und ebenso in allen seinen Theilen nothwendiges Ganzes erschienen ist, als es die Natur ist. Fühlen wir uns unaufaltsam gedrungen, das innere Wesen der Natur zu schauen, und jenen fruchtbaren Quell zu ergründen, der so viele große Erscheinungen mit ewiger Gleichförmigkeit und Gesetzmäßigkeit aus sich herausschüttet, wie viel mehr muß es uns interessiren, den Organismus der Kunst zu durchdringen, in der aus der absoluten Freiheit sich die höchste Einheit und Gesetzmäßigkeit herstellt, die uns die Wunder unseres eignen Geistes weit unmittelbarer als die Natur erkennen läßt.« Diese Sätze aus der Einleitung der »Philosophie der Kunst« markieren Anspruch und Ambition der Philosophie Schellings. Sie charakterisieren die Kunst als ein Ganzes, als die objektive Entsprechung der Philosophie und als Gegenstück zur Natur. Kunst und Philosophie begegnen sich auf Augenhöhe und durchdringen sich wechselseitig. Der Kurs will dem Text in kritischer Distanz folgen. Besonderes Augenmerk gilt der Grundlegung und der Systematik der »Philosophie der Kunst«. An ausgewählten Beispielen sollen die gewonnenen Einblicke exemplifiziert werden. Vorträge und Referate sind herzlich willkommen.
Kolloquium: Klassische Deutsche Philosophie
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der klassischen deutschen Philosophie haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Im Zentrum steht die Vorstellung von Forschungsarbeiten und Rezensionen zur klassischen deutschen Philosophie sowie zu verwandten Themen und philosophischen Richtungen.
Die Mobilisierung des Körpers: Prothetik seit dem Ersten Weltkrieg
Ausgangspunkt der Tagung ist der Beginn des Ersten Weltkriegs, der sich 2014 zum 100. Mal jährt. Er war paradigmatisch für die Mobilmachung des Körpers in der Moderne, zu deren wichtigsten Instrumenten die Prothetik gehört.
Kolloquium: Klassische Deutsche Philosophie
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der klassischen deutschen Philosophie haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Im Zentrum steht die Vorstellung von Forschungsarbeiten und Rezensionen zur klassischen deutschen Philosophie sowie zu verwandten Themen und philosophischen Richtungen.
Fortschritt als Signatur der Neuzeit
Der Begriff ›Fortschritt‹ ist allgegenwärtig, sei es als Forderung oder als Gegenstand der Kritik: Vom Fortschritt der Wissenschaft ist die Rede, der Gesellschaft, der Politik, des Rechts, selbst vom Fortschritt der Kunst wird gesprochen. Besonders augenfällig aber ist Fortschritt in Gestalt der Technik, die geradezu zum Synonym für Fortschritt geworden ist. In dem Maße, in dem technischer Fortschritt mit der Vorstellung von Herrschaft und Macht verknüpft ist, wird er gar zu einem politischen Argument und Machtinstrument. Die Jahrestagung des Forschungsnetzwerks »Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus« bietet dem Thema ›Fortschritt‹ erneut Raum.
Kolloquium: Ästhetisches Wissen
Das Kolloquium thematisiert das Problem ästhetischen Wissens aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Vorträge werden klassische Positionen mit aktuellen Entwicklungen der Forschung wie z.B. der Wahrnehmungsphilosophie, der Phänomenologie oder symboltheoretischen Ansätzen in Verbindung bringen. Die zeitgenössische Ästhetik wird somit nicht ausschließlich in Bezug auf die Kunst, sondern auch auf Aspekte der Sprach- und Erkenntnistheorie hin betrachtet. So geht es unter anderen um die Erweiterung der traditionellen Orientierung am Sehen durch andere Sinne wie z.B. das Hören und um die Berücksichtigung neuerer Entwicklungen in den Künsten, etwa in der zeitgenössischen Musik, im Film und in der Architektur. Angestrebt ist eine Untersuchung der durch ästhetische Phänomene gekennzeichneten Wissensformen sowie deren Bezüge zu alltäglichen, wissenschaftlichen und anderen Wissensformen. Welchen Status hat die Unterscheidung zwischen Sinnlichkeit und Begriff? Wie kann so etwas wie sinnliche, nicht-begriffliche Erkenntnis oder eine »ästhetische Idee« (Kant) gedacht werden, wenn doch zugleich eine strikte Grenze zwischen beiden gezogen wird? Hat es Sinn, von einer spezifisch ästhetischen Wissensform zu sprechen?
ACHTUNG: PROGRAMMÄNDERUNG!
DAS AKTUALISIERTE PROGRAMM und weitere Informationen finden Sie hier.
Das Problem des Anfangs. 14 Arbeitstagung des Forschungsnetzwerkes Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus.
Das Anfangen hängt, sei es im relativen oder absoluten Sinne, sei es in propädeutischen oder wissenschaftlichen Kontexten, unlösbar mit dem Leben zusammen. Trotzdem ist das Anfangen ein selten reflektiertes Ereignis. Ziel der Tagung ist es, die vielfältigen Ansätze anfänglichen Denkens oder des Denkens des Anfangs neu zusammenzuführen. Wie immer bestimmen die Interessen der Beiträger das Programm der Tagung. Kluge halbstündige Beiträge, die gewillt sind, philosophische Gemeinplätze durch neue Perspektiven zu überwinden oder mit überraschenden Thesen neu anzufangen, sind herzlich eingeladen, die Tagung mitzugestalten. Dafür wird bis 31. Dezember 2015 eine knappe, etwa 250 Wörter umfassende Skizze auf Deutsch oder Englisch an untenstehende Adresse erbeten. Da die Früchte der Tagung in einer attraktiven Publikation aufgehen sollen, möchten wir um rechtzeitige Anmeldung bitten. Wir streben an, das Feld möglichst umfassend und systematisch in Tagung und Publikation abzubilden.
Kolloquium: Probleme der philosophischen Forschung
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der klassischen deutschen Philosophie haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Im Zentrum steht die Vorstellung von Forschungsarbeiten und Rezensionen zur klassischen deutschen Philosophie sowie zu verwandten Themen und philosophischen Richtungen.
Weltbürgerliche Perspektive und nationale Weltansichten
Die heutige Krise der Europäischen Union ist nicht nur eine Systemkrise der wirtschaftlichen Regulierung oder eine Legitimationskrise der politischen Institutionen; es ist auch primär eine philosophische Krise unserer begrifflichen Modelle. Die europäische Konstruktion als institutionalisierter Prototyp des modernen Kosmopolitismus, ist noch immer weitgehend nach dem Muster der Nationalstaatlichkeit gedacht, sei es um sie auf eine internationale Organisation souveräner Nationen zu reduzieren oder um sie in einen europäischen Superstaat umzuwandeln. Diese Spannung zwischen der weltbürgerlichen Absicht der EU und den nationalen Weltansichten ist aber kein beiläufiges Stolpern einer ansonsten erfolgreichen Geschichte; sie hat vielmehr tiefe philosophische Gründe.
Ziel der Tagung ist es, die vielfältigen Ansätze zum Thema der weltbürgerlichen Perspektive im Spannungsfeld nationaler Weltsichten zu Wort kommen zu lassen.
Philosophical Perspectives of Peace: Turkey, Germany, Europe
Organisatoren: Sergueï Spetschinsky, Kai U. Gregor
The Workshop aims to devolop innovative philosophical perspectives for peace in Europe in the contemporary situation. Following the Kantian tradition, we call the method we propose for the workshop »transcendental«. It means that we are not simply examining peace as it can be observed (or not) in the world: instead we are looking for the conditions of the possibility of a concrete peace in our concrete reality. We are looking for what peace ought to be, and how it can or cannot be realised in human existence.
Zeit: 23. - 26. Oktober 2008
Ort: In der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni, Raum 3005.
Hier finden Sie den Call for Paper und das Programm der Tagung
Weitere Informationen: k.u.gregor@a-priori.eu
Tagung: Begründung der Philosophie
Die Begründung der Philosophie im deutschen Idealismus
Organisatoren: Elena Ficara, Christoph Asmuth
Gefördert wird die Tagung durch die DFG
Das gegenwärtige Denken und die zeitgenössische Kultur scheinen immer häufiger mit grundlegenden Problemen konfrontiert zu sein – Probleme, welche die Grenzen des Lebens, das Sein der Person, die Natur der Welt betreffen und die eine eigene Erklärung und Antwort erfordern. Gerade die Gegenwart erfordert daher Theorien, die an die klassische philosophische Vision des Denkens als eines grundlegenden Wissen anknüpfen und die zugleich in der Lage sind, von den veränderten, pluralen Bedingungen unserer Zeit Rechenschaft zu geben.
Die Philosophie des Deutschen Idealismus bietet eine Vielfalt von Materialien, um Natur, Potential und Grenzen eines philosophischen Denkens zu erforschen, das sich explizit als Grundlegungswissen versteht. Es ist das erklärte Ziel der geplanten Tagung, einen wichtigen Beitrag zu dieser Aufgabe zu leisten.
Zeit: 10. bis 12. Oktober 2008, Eröffnung um 15.00 Uhr
Ort: Technische Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135 - die näheren Raumangaben entnehmen Sie bitte dem PDF in der Projektbeschreibung
Weitere Informationen: eficara@yahoo.de
Die Welt und die Welten. Bewegung, Entgrenzung, Globalisierung.
Organisation: Christoph Asmuth, Christoph Binkelmann, Damir Barbaric
Seitdem sich die Wirtschaft, die Politik und die Medien zu den globalen Akteuren entwickelt haben, spielt das Thema der Welt als einer ganzen eine immer wichtigere Rolle in den öffentlichen Debatten. Gerade durch die Besinnung auf die grundlegenden Begriffe – wie diejenigen der Grenze, der Bewegung, der Kommunikation und der Welt (oder Welthaftigkeit) – kann hier die Philosophie, insbesondere die Transzendentalphilosophie, ihren bescheidenen, dennoch wichtigen Beitrag im Verständnis der Möglichkeit der Globalisierungsprozesse und in der Interpretation ihrer Vorgänge und Folgen leisten.
Deswegen ist der Kurs als Begegnungsort für theoretische und praktische Philosophie konzipiert, an dem nicht nur ethische oder sozialphilosophische Fragen der globalisierten Welt, sondern auch die in ihnen angewandte Begrifflichkeit diskutiert werden soll. Auch im anderen Sinne soll die Tagung zu einem Begegnungsort werden: neben den gegenwärtigen philosophischen Positionen sollen auch die klassischen Ansätze zur Sprache kommen, allerdings immer mit Blick auf den aktuellen Horizont. Der Kurs ist grundsätzlich für junge Wissenschaftler (vor allem Studierende und Doktoranden) der Philosophie gedacht. Da jedoch die vorgeschlagene Thematik die engen Grenzen des philosophischen Diskurses überschreitet, wäre es wünschenswert, wenn sich auch Soziologen, Politik- oder Kulturwissenschaftler an dem Kurs beteiligen würden. Neben Vorträgen wird die gemeinsame Lektüre und Diskussion zentraler Texte zur Thematik im Mittelpunkt des Kurses stehen.
Zeit: 22. - 26. September 2008
Ort: Inter University Centre Dubrovnik
Hier finden Sie genauere Information
Weitere Informationen: chbinkelmann@a-priori.eu
International Peace Workshop 2008 - Concerning Peace: Utopia or Pantopia?
Organisatoren: Kai U. Gregor, Sergueï Spetschinsky
Der Workshop zielt auf eine grundsätzliche Reflexion der mannigfachen und komplexen Fragen des Friedens unter Bedingungen der Globaisierung und überschreitet in diesem Anliegen bewusst die Fachgrenzen der Philosophie. Mit Kunst und Philosophie bringt der Workshop vor allem jene Fächer miteinander ins Gespräch, die für eine grundsätzliche und fundamentale Perspektiven auf die Wirklichkeit verantwortlich sind: Es wird darum gehen, neue Impulse und Grundlagen für einen starken, selbstkritischen, rational begründeten und ästhetische reichen Friedensbegriff zu finden bzw. zu generieren. Zu dem Workshop sind viele internationale Künstler und Philosophen eingeladen, die ihre Ansätze vorstellen und künstlerische Arbeit aufführen werden. Der Workshop bildet die Auftaktveranstaltung zum Rahmenprojekt: Peace: Utopia or Real Space, in der den ganzen Oktober hindurch in Berlin unterschiedliche Veranstaltungen zur Friedensproblematik stattfinden. In diesen Rahmen weisen wir auch auf die Veranstaltung Philosophical Perspectives of Peace: Turkey, Germany, Europe hin.
Zeit: vom 2. - 4. Oktober 2008
Ort: Im Raum 3005 im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135
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Weitere Informationen: k.u.gregor@a-priori.eu
Tagung: »Zukunft der Philosophie - Philosophie der Zukunft«
Perspektiven der Transzendentalphilosophie als Grundlagenwissenschaft
Organisatoren: Kai U. Gregor
Gefördert wird die Tagung durch die Gerda-Henkel-Stiftung
Die Philosophie ist nach dem selbst erklärten Ende der analytischen Philosophie und dem Verebben des postmodernen Paradigma zurzeit in einer weitgehenden methodologischen und sachlichen Stagnation und Orientierungslosigkeit gefangen. Die projektierte Tagung »Zukunft der Philosophie – Philosophie der Zukunft« will mittels einer historisch informierten Revision der transzendentalphilosophischen Theoriekonzepte klassischer deutscher Philosophie versuchen, diese Erstarrung durch eine methodische und sachliche Perspektivenerweiterung aufzulösen, indem die Frage erwogen wird, ob und inwiefern die Philosophie kompetent ist, Grundsatzfragen der gegenwärtigen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Situation überhaupt zu lösen. Die neuesten Forschungen zu einer grundlegenden transzendentalen Epistemologie deuten eine begriffliche und konzeptuelle Leistungsfähigkeit moderner Bewusstseinsphilosophien an, die nicht nur vermögen, aktuelle erkenntnistheoretische Probleme (wie z.B. das Gehirn-Paradox, das Münchhausen-Trilemma, den hermeneutischen Zirkel) zu lösen, sondern darüber hinaus auch eine klassischen Letztbegründungsfiguren analoge Fundierung des Wissens zu erreichen. Im Workshop wird es um die Prüfung, Erarbeitung und Diskussion der eigenständigen und innovativen Konzepte der Tagungsteilnehmer gehen. Zum Workshop sind fachwissenschaftlich Interessierte und Pressevertreter herzlich eingeladen.
Zeit: 11. bis 13. Dezember 2008, Eröffnung um 9.45 Uhr
Ort: Die Tagung wird im H1035 des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, stattfinden.
Hier finden Sie eine genauere Projektbeschreibung
Weitere Informationen: k.u.gregor@a-priori.eu
Irrationalität - Schattenseite der Moderne?
7. Jahrestagung des Internationalen Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus
Organisatoren: Kai U. Gregor, Christoph Asmuth
Die Tagung dient der Verständigung über die Entstehung, Funktion und Entwicklung »des Irrationalen« als Protagonist wie als Antagonist. Angestrebt ist eine kritischen Reflexion über das eigene Vorverständnis wie über gängige Schnittmuster historischer Rekonstruktionen des Irrationalen: Wie lässt sich unser ambivalentes Verhältnis zu Rationalität und Irrationalität auf eine neue Frage, einen innovativen Begriff bringen. Schließlich dient die Tagung der systematischen Einordnung des Irrationalen in einer Welt der Kontingenz, der Vernetzung und Globalisierung, ethischer und religiöser Konflikte. Letztlich aber bestimmen - wie in den vergangenen Jahren - die Interessen und Themen der Beiträger das Themenspektrum und den Verlauf der 7. Arbeitstagung, zu der wir herzlich einladen.
Unter Nennung eines aussagekräftigen Vortragstitels erbitten wir bis zum 30.11.2008 eine verbindliche Anmeldung. Die Vorträge sollten 30min nicht überschreiten, für die Diskussion werden 15min eingeplant. Da es sich wie auch in den letzten Jahren um eine Arbeitstagung handelt, wird keine Förderung beantragt. Eine Publikation der Beiträge ist innerhalb unserer Publikationsreihe Schriften zur Transzendentalphilosophie und klassischen deutschen Philosophie geplant.
Zeit: 19. bis 21. Februar 2009
Ort: Die Tagung wird in den Präsidialräumen H1035/1036 (am Lichthof) des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, stattfinden.
Hier finden Sie eine genauere Beschreibung
Weitere Informationen: k.u.gregor@a-priori.eu
Wille – Leib – Sexualität? Zu den epistemologischen und anthropologischen Grundlagen der Philosophie Schopenhauers
2. Schopenhauertag des Internationalen Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus
Veranstalter: Ignacio Álvarez Andrés, Kai U. Gregor
Gefördert durch die Schopenhauer-Gesellschaft e.V.
Die Philosophie Schopenhauers hat bedeutenden Einfluss auf das Denken des 20. Jahrhunderts gehabt und besitzt auch heute noch große Attraktivität. Nicht immer entspricht dieser Bedeutung die Wertschätzung in Wissenschaft und Forschung. Das ist Grund genug, diesem Autor verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken, der wie kaum ein anderer polarisierend und polemisierend die damaligen Diskussionen geprägt hat und dessen Anregungen auch heute nicht mehr wegzudenken sind, wenn wir die aktuelle Wissensformen, aber auch die zahlreichen Prozesse betrachten, die unsere heutige Weltgesellschaft prägen.
Zeit: Freitag, 05.06.2009, 10:45-16:30 Uhr.
Ort: Die Workshop wird im Raum H2035 des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, stattfinden.
Hier finden Sie eine genauere Beschreibung und das Programm.
Weitere Informationen: alvarezandres@hotmail.com
Die Frage nach dem System: Vernunft und Freiheit in Schellings Freiheitsschrift?
1. Schelling-Werkstatt des Internationalen Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus
Organisatoren: Teresa Pedro, Kai U. Gregor
Die Tagung nimmt sich vor, die Freiheitsschrift hinsichtlich des begrifflichen Verhältnisses von »Vernunftsystem« und »Freiheit« kritisch zu lesen und die Frage zu stellen, welches Rationalitätsparadigma geeignet ist, ein Verständnis der menschlichen Freiheit zu bieten. Die Freiheitsschrift ist eine Herausforderung für das vernünftige Denken: Dies sowohl im Kontext der klassischen deutschen Philosophie, für die das Paradigma systematischer Rationalität gilt, als auch in modernen Ansätzen z.B. bei Heidegger. Es drängt sich die Frage auf, ob und inwiefern es überhaupt möglich ist, die menschliche Freiheit im Rahmen eines philosophischen Systems zu erklären? Oder kommt der Verzicht auf das System dem Verzicht auf vernünftiges Philosophieren überhaupt gleich, weshalb nur ein System dazu fähig sei, vernünftiges Verständnis menschlicher Freiheit zu liefern? Fragen, die angesichts der hirnphilosophischen Debatten um Willensfreiheit nach wie vor von zwingender Aktualität sind.
Zeit: Samstag, den 6. Juni 2009, 10:45-19:30 Uhr, (direkt am Folgetag des Schopenhauertages)
Ort: Die Workshop wird im Raum H2035 des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, stattfinden.
Hier finden Sie eine genauere Beschreibung und das Programm.
Weitere Informationen: teresapedro@voila.fr
The Third International Peace Workshop 2009
Toward Perpetual Peace: On the Distinction between North, East, South, West
Organsation: Zübeyde Karada, Serguei Spetschinsky
The International Research-Network Transcendental Philosophie / German Idealism and the International Society for Transcendental Philosophy organise in June 2009 the Third International Peace Workshop 2009. After having explored the philosophical meaning of the concept of peace and some of its particular applications in 2008 in Berlin, we would like to pursue our questioning on peace in considering the causes of the political, economical and cultural conflicts challenging peace.
Zeit: from Thursday, the 25th till Saturday, the 27th of June 2009
Ort: Philosophy Department of the Boğaziçi University, Istanbul
Hier finden Sie eine genauere Beschreibung
Weitere Informationen: serguei.spetschinsky@gmail.com
Das liebe Geld
Das liebe Geld. Zahlungsmittel oder Lebenszweck
Organsation: Prof. Dr. Christoph Asmuth, Prof. Dr. Jakub Kloc-Konkolowicz
Der Kurs Transzendentalphilosophie IX im Inter University Centre Dubrovnik findet dieses Jahr vom 14.-19.9.2009 zum Thema Geld statt.
Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung und Hinweise zu Förderungsmöglichkeiten.
Kongress der Internationalen Fichte-Gesellschaft 2009: Fichte/Schelling. Idealismus in der Diskussion
Vom 6.-9.10.2009 findet wieder der Kongress der Internationalen Fichte-Gesellschaft statt. Alle Informationen finden Sie hier.
Paradoxien im Denken des Selbst
Paradoxien im Denken des Selbst
– in der klassischen deutschen Philosophie und in der Gegenwart
8. Jahrestagung des Internationalen Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus
18.-20. Februar 2010
Technische Universität Berlin
Das Programm finden Sie hier,
bei Fragen wenden Sie sich bitte an Wibke Rogge unter wrogge@a-priori.eu
Yes we Kant!
Critical reflections on objectivity:
its meaning, its limitations, its fateful omissions
May 27-29, 2010
Ghent-Belgium
Weitere Informationen finden Sie hier
European Society for Aesthetics Conference 2010
European Society for Aesthetics Conference 2010
University of Udine, Italy, 27. - 29. May 2010
Call for Papers, Deadline 15. January 2010
For more details see here
Skeptizismus und Philosophie
Internationale Tagung anlässlich des Geburtstags von Johann Gottlieb Fichte im Barockschloss Rammenau in Kooperation mit der Internationalen J. G. Fichte-Gesellschaft e.V. und dem Internationalen Forschungsnetzwerk Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus vom 28.-30. Mai 2010.
Das Programm finden Sie hier, Informationen bei Elena Ficara (eficara@yahoo.de).
Gegenstandsbestimmung und Selbstgestaltung
Gegenstandsbestimmung und Selbstgestaltung. Transzendentalphilosophie im Anschluss an Werner Flach
16.-17. September 2010. Tagung an der Universität Wien, u.a. mit R. Aschenberg, W. Bock, G. Edel, Th. Göller, R. Hiltscher, G. Hindrichs, Ch. Krijnen, K. Mom, A. Poma, A. Riebel, L. de Vos, K. W. Zeidler.
Weitere Infos finden Sie hier.
Bild – Symbol, Konzept, Konstrukt
Der jährliche Kurs Transzendentalphilosophie (X) im Inter University Centre Dubrovnik findet vom 13.-17.9.2010 zum Thema Bild – Symbol, Konzept, Konstrukt statt.
Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung und Hinweise zu Förderungsmöglichkeiten.
La filosofia trascendentale di J. G. Fichte tra indagine storica e prospettive teoriche
Der Grund der Geschichte. Nachklänge des deutschen Idealismus und der Romantik
Zentrales Thema dieser Tagung ist die (Geschichtlichkeit) und ihre verschiedene Bearbeitungen in der Philosophie (z.B. bei Fichte, Schelling oder Hegel) sowie in der Literatur (z.B. bei Goethe, Schiller oder Hölderlin): Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind Widerhall einer prozesshaften und geschichtlichen Totalität, deren Bewegungen so bis in unsere Zeit vernehmbar sind.
RAÍCES Y ECOS DEL IDEALISMO ALEMÁN
Dieser Kurs beschäftigt sich mit dem aktuellen Zustand der Forschung rund um den deutschen Idealismus. Es wird versucht, eine »objetktive« Ansicht des deutschen Idealismus darzustellen, d.h. die typische Reihenfolge »Von Kant zu Hegel« zu kritisieren und so andere Wege innerhalb des Idealismus aufzuzeigen.
Rethinking Europe. A workshop on Political Philosophy
Rethinking Europe is organized by the Centre for Critical Philosophy in cooperation with the Centre de Philosophie du Droit (UCL). The workshop aims to serve as a place for reflection, discussion and innovation towards theories of Government, the limits and the potential of Democracy, Public Sphere, the tensions between Civil and Civic and between Society and State.
For more information please see here.
Perspektivität – Die Struktur unserer Erkenntnisvermögen und deren Folgen
An der Möglichkeit eines „Blicks von nirgendwo“ (Nagel) bestehen berechtigte Zweifel. Schon unsere physiologische Ausstattung ist notorisch unzureichend, für das theatrum mundi ‚jetzt und in Gänze‘. Schließlich erschwert unsere „Geworfenheit“ (Heidegger) die Sache, denn aufgrund ihrer müssen wir nicht nur mit den Widrigkeiten des dreidimensionalen Raumes und seiner Gegenstände kämpfen, sondern selbst beim tapferen Umrunden der Dinge kommen wir aus einem mehr oder minder engen Horizont kaum heraus: Die Sprache legt einen begrenzten Interpretationsrahmen vor, kulturelle Prägungen bestimmten unsere Sichtweise, und der eigene Charakter und das jeweilige Präferenzbündel verleiten uns zu teils absonderlichen Wertungen und Handlungen. Wir scheinen in der Tat nicht nur in einer Perspektive gefangen, sondern in Perspektivität auf multiplen Ebenen.
Philosophisch wird das Thema der Perspektivität jüngst wieder verstärkt diskutiert; diesmal weniger im Rahmen wahrheitsskeptischer Überlegungen, sondern eher der Möglichkeit der Einfühlung und Kenntnis des Bewusstseins anderer, was im Zusammenhang mit den Besonderheiten der erstpersonalen Perspektive bzw. Egozentrik zu sehen ist. Damit haben sich die langsam abebbenden Perspektivitätswellen vornehmlich postmoderner, postkolonialer und auch pragmatischer Theoretiker auf ein neues Feld ausgedehnt, was zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit dem Problemkomplex einlädt.
Die Tagung des Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus will diesem Desiderat nachkommen, indem sie wesentliche historische und systematische Dimensionen der Perspektivität der Vermögen in den Blick nimmt. Als Etappen der historischen Vertikale bietet sich eine Auseinandersetzung mit Platon und dem Neuplatonismus ebenso an wie jene mit Denkern wie Giordano Bruno und Nikolaus von Kues, Leibniz oder Spinoza. Zentrales Augenmerk soll natürlich auch Kant, Fichte, Schelling und Hegel gelten, in deren Denken sich mehrfache Perspektivierungen finden; es sei nur an etwa die progressiven Perspektiven der Hegelschen Phänomenologie oder Fichtes Weltansichten erinnert. Was die systematischen Momente der epistemischen Perspektivität angeht, ist eine Reflexion auf die darauf fußenden wahrheitstheoretischen Konsequenzen sicherlich ebenso fruchtbar wie auf die fragliche Relevanz weiterer Perspektivitätsgeneratoren wie etwa Begriffsschemata. Auch eine Befragung der damit in Verbindung stehenden Intelligibilitäts- und Denkbarkeitsschranken mag lohnenswert sein, wobei sich die historische Dimension hier durchaus um zeitgenössische Debatten erweitern sollte. Schließlich sind auch Überlegungen mit einzubeziehen, welche die Grundüberlegungen zur Perspektivität in Probleme der Sozial- und Gesellschaftsphilosophie, in ethische Problemkontexte sowie ästhetische Diskussionen transformieren.
Kontaktadresse: simone.neuber@uni-tuebingen.de
Die logische Frage im deutschen Idealismus
Das Zentrum für formale Ontologie und Entwicklungslogik (Brüssel) organisiert in Zusammenarbeit mit Professor Marc Maesschalck (Louvain-la-neuve) vom 7. bis 9. April 2011 zum oben genannten Thema eine Tagung in Brüssel.
Sprachen der Tagung: Französisch, Deutsch und Englisch.
Kontakt : glejeune@ulb.ac.be
Weitere Informationen und das Tagungsprogramm finden Sie hier.
Young Researchers Conference on Classical German Philosophy
CALL FOR PAPERS
Centre for German Idealism
June 6th, 2011. Tilburg University, Warandelaan 2, 5037 AB Tilburg, Netherlands.
Room: Ruth First Zaal, C 186.
The Dutch-Flemish Centre for German Idealism (‘Centrum voor Duits Idealisme’) invites PhD students, research masters students aiming at starting a PhD project soon, and PhDs that have graduated recently to submit a proposal for a presentation at the ‘Young Researchers Conference on Classical German Philosophy’ to be held in Tilburg on June 6th, 2011. The conference aims to offer young researchers the opportunity to communicate their results to a larger academic community, and for researchers in the field to meet and build scientific and personal links.
Presentations should concern Classical German Philosophy from Kant to Hegel, possibly in contrast to or comparison with other thinkers. The aim of the papers should be systematic rather than merely historical-philological.
Papers should be suitable for a 20 minute presentation in English.
The paper will be commented upon by a senior member of the Centre for German Idealism, after which discussion will follow.
Submission deadline of the proposal: April 17th, 2011. Proposals (PDF) should contain an abstract of ca. 500 words and a CV. Submissions can be sent to CenterforGermanIdealism@gmail.com If you have any questions about transport, lodgings, or the conference in general, direct your questions to the conference email or to John Van Houdt: J.L.vanHoudt@uvt.nl
Notification of selection before May 1st; papers must be delivered by June 1st, 2011.
Organization:
Paul Cobben (Tilburg University), Christian Krijnen (Tilburg University), John Van Houdt (Tilburg University)
Centre for German Idealism http://cvdi.eu
Legal recognition of minority groups in light of social sciences
XXV. World Congress of Philosophy of Law and Social Philosophy 2011
Frankfurt am Main 15 – 20 August 2011
Special Workshop 16 August 2011
Marek Zirk-Sadowski/Bartosz Wojciechowski/Karolina Cern
Legal recognition of minority groups in light of social sciences
The primary objective which – by virtue of its importance – determines the scope of the workshop in question will be both critical analysis of social- and philosophical-legal importance of the principle of recognition and institutional morality as well as demonstrating the role which they have in the modern world. What we aim at in the consideration of the principle of recognition and institutional morality is highlighting their important features, especially in the context of the justification of certain human rights and in their distribution – both in legal, political, cultural or just social dimension. We shall be therefore interested in the area that is determined, on the one hand, by the substantiation and justification of legal regulations related to human rights issues. In this context there arises the question of the principle of recognition as a universal normative condition and of the type of the sources for institutional morality (namely individual / collective and normative / factual ones), constituting the so-called background morality of numerous decisions. On the other hand, we shall focus our attention on actual matrix of human interactions which are based on these legal regulations. Some of the most crucial questions which arise in this regard are as follows: Do human rights make it possible to generate a genuine mutual social recognition among the participants of the interaction? Does the action consistent with the legal model automatically imply social recognition, or whether leaving the area of discretionary decision-making and acting on the basis of the latter can generate some conflict situations, both individual and social ones? Modern social sciences, after all, strongly suggest the need for analysis, not only systemic ones, but also – correlated with the latter – everyday interaction analyses, case studies and individual institutional decisions (including institutional – legal ones).
Abstracts for consideration should be sent by e-mail to Bartosz Wojciechowski (bartwoj@op.pl)
the Faculty of Law, University of Łódź, Poland
The deadlines are: 30 April, 2011 for abstracts and 30 Juni, 2011 for full papers.
Participants have to be registered for the conference. For further details see
the conference website.
CfP: Re-Thinking Creativity
»Tropos. Journal of Hermeneutics and Philosophical Criticism« invites submissions of papers on topics related to creativity, between philosophy and arts. Guest editors: Alessandro Bertinetto and Alberto Martinengo. Deadline for subimission: August 31st, 2011. Please find the call for papers here.
Das Problem der Sprache im Kontext des deutschen Idealismus
Die Sprache ist ein Kernproblem der zeitgenössischen Philosophie. Es wird jedoch oft vergessen, dass die Sprache auch zur Zeit des deutschen Idealismus ein Thema war.
Es geht also darum, das Problem der Sprache in den Kontext des deutschen Idealismus zu stellen.
Was ist die geeignete Form der Philosophie (System, Fragment, …)? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der transzendentalen Philosophie und dem empirischen Sprachgebrauch? Wie kann man die Mehrheit der Sprachen und die Universalität der Vernunft zusammen denken?
Das Ziel dieser Tagung ist es, die verschiedenen Aspekte der idealistischen Untersuchungen zur Sprache historisch und systematisch zu diskutieren.
Organisation: Marc Peeters (Brüssel) und Guillaume Lejeune (Brüssel)
Husserl und die klassische deutsche Philosophie
Tagungsankündigung und Call for Papers
Humboldt-Kolleg (unterstützt von der Alexander von Humboldt-Stiftung)
Husserl und die klassische deutsche Philosophie
Organisiert von Faustino Fabbianelli (Universität Parma, Italien) und Sebastian Luft (Marquette University, USA)
Parma, 1 2.–14. März 2012
Vernunft und Anschauung beim späten Fichte
„Bevormundung, Gefühllosigkeit, Einförmigkeit, Unterdrückung von Differenz assoziieren wir heute mit dem Ausdruck »Vernunft« weit eher als jene Befreiung aus Unmündigkeit, jenes beharrliche Anmahnen menschenwürdiger Verhältnisse, jene zwanglose Orientierung zum Besseren, die der »Menschenvernunft« einst von der Aufklärung zugetraut wurden.“ Diese wenigen, aus der Einleitung des Bandes Die eine Vernunft und die vielen Rationalitäten entnommenen Zeilen kennzeichnen sehr treffend die Situation, in welche das Reflektieren über Begriff, Vermögen und Reichweite der Vernunft aktuell gestellt ist: Lässt sich der auf eine grundsätzliche Akzeptanz des Vernunftkonzepts orientierte, untrennbare Zusammenhang von Vernunft und Kritik bis ins antike Griechenland zurückverfolgen, sieht sich das aktuelle Reflektieren auf die Vernunft seit dem 19. Jahrhundert mit Ansätzen fundamentaler Vernunftkritik konfrontiert, die besagtem Vermögen ein Streben nach Vereinheitlichung und Nivellierung des Heterogenen, Differenten, Anderen unterstellen und infolgedessen auf eine vollständige Entthronung der Vernunft abzielen.
Im Zuge der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Spielarten einer derartigen Fundamentalkritik wurden diverse Versuche zur Rehabilitierung dieses für die Philosophie grundlegenden Begriffes unternommen. Ob in Habermas’ Projekt der unvollendeten Moderne oder in Schnädelbachs Versuch, der fundamentalen Vernunftkritik eine als Theorie der Rationalität auftretende Philosophie entgegenzustellen, meist weicht der Ausdruck „Vernunft“ in diesen Versuchen demjenigen der „Rationalität“, und an die Stelle der traditionellen, auf Einheit angelegten Vernunftkonzepte tritt eine Pluralität von Rationalitätstypen, deren interner Zusammenhang bis heute fraglich ist.
Was mit dieser Entwicklung verloren geht, ist das Ganze, das mit dem Begriff der Vernunft einmal verbunden war. – Ein Verlust, der v. a. angesichts des Umstandes beklagenswert ist, dass der Begriff der Vernunft zu den Begriffen gehört, mittels derer sich der Mensch auf sich selbst bezieht, interpretiert und orientiert. Kaum ein Philosoph hat dies so deutlich gesehen wie Johann Gottlieb Fichte, der dieser Einsicht Ausdruck verleiht, indem er sein Vernunftkonzept mit dem Begriff des Selbstbewusstseins konnotiert. Was Fichte im Blick hat, ist eine Vernunft, die auf ein Ganzes hin orientiert ist und die insofern nur intuitiv vergewissert werden kann, weshalb das begrifflich-rationale Denken, das zumeist die eigentliche Zielscheibe der radikalen Vernunftkritik bildet, nicht deren primären Modus darstellt. Birgt die Philosophie Fichtes also Potentiale, die für das gegenwärtige Reflektieren auf den Begriff der Vernunft fruchtbar gemacht werden könnten oder verfällt auch sie dem Diktum der uniformierenden, selbstmächtigen Vernunft, die alles Differente zu beherrschen strebt? Ziel der Tagung ist es, diese Frage ausführlich zu diskutieren, wobei insbesondere das Vernunftkonzept und mit ihm das Konzept der Anschauung in der Spätphilosophie Fichtes im Mittelpunkt des Interesses stehen soll.
Ästhetisches Wissen: Zwischen Sinnlichkeit und Begriff
Die XI. Netzwerktagung thematisiert das Verhältnis von Sinnlichem und Begrifflichem in ästhetischen Wissensformen sowie die damit verbundenen Wechselspiele. Klassische Positionen werden mit aktuellen Entwicklungen der Forschung wie beispielsweise in der Phänomenologie verbunden. Das Blickfeld wird zudem auf wichtige Aspekte zeitgenössischer Ästhetik gelenkt: Die traditionelle Orientierung am Sehen wird auf andere Sinne wie z.B. auf das Hören ausgeweitet; berücksichtigt werden außerdem neue Entwicklungen in den Künsten, wie etwa im Film. Ziel ist eine Bestimmung der durch ästhetische Phänomene konstituierten Wissensformen mit dem Anspruch, die klassische deutsche Philosophie für den aktuellen Stand der Ästhetik, der Künste und der Erkenntnistheorie fruchtbar zu machen und umgekehrt.
Kolloquium: Klassische Deutsche Philosophie
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der klassischen deutschen Philosophie haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Im Zentrum steht die Vorstellung von Forschungsarbeiten und Rezensionen zur klassischen deutschen Philosophie sowie zu verwandten Themen und philosophischen Richtungen.
Between Revolution and Restoration: Fichte and the Romantic Reception of his Philosophy
Second International Congress ALEF
Date: From 13th to 15th November, 2013. Venue: Universidad Austral de Chile (Valdivia, Chile). Languages: Portuguese, Spanish and English. NEW Deadline for submissions: 15th August 2013. Results of the Evaluation of the abstracts: 30th August 2013.
CfA: 2013 UK Kant Society Annual Conference
Kant’s Philosophy of Religion Heythrop College, University of London 28-30 August 2013
Keynote speakers: Pamela Sue Anderson (Oxford) Paul Guyer (Brown)
Papers are invited from academics, undergraduate and postgraduate students on any aspect of Kant’s philosophy. While papers in all areas of Kant’s philosophy are welcome, we encourage the submission of abstracts dealing specifically with Kant’s philosophy of religion.
If you are interested in giving a presentation, please email two files to Alberto Vanzo (alberto.vanzo@email.it): one including your name and affiliation, and a second one with an abstract of 800-1200 words excluding any self-identifying information. Deadline: 15 May. We aim to announce which papers have been accepted by 1st June.
For information, please email the conference organiser, Rory Phillips (Rory.Phillips@heythropcollege.ac.uk) or the UKKS Conference Convenor, Alberto Vanzo (alberto.vanzo@email.it).
Transzendentalphilosophie XII - Die Rückkehr der Geschichtsphilosophie
Der Sommerkurs richtet sich an Studierende und Doktoranden der Philosophie und anderer Fächer. Es werden klassische Texte zur Geschichtsphilosophie gelesen und kritisch diskutiert werden. Besonderes Augenmerk gilt der Grundlegung und der Systematik einer Philosophie der Geschichte. Vorträge und Referate sind herzlich willkommen.
Bildung und Paideia: Philosophical Models of Education
Call for Papers
The Plato Society of Zagreb and the Institute of Philosophy, Zagreb
invite submissions for the International Symposium:
Bildung und Paideia: Philosophical Models of Education
Hvar, Croatia October 12-17, 2013
12. Arbeitstagung des Forschungsnetzwerkes »Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus«: Schema – Zeichen – Wissen
Ziel der Tagung ist es, die vielfältigen Fäden der philosophischen Geschichte des Schemas neu zusammenzuführen und gemeinsam über die Möglichkeit nachzudenken, das Schema nicht nur allgemein als dynamische Gestalt, Skizze oder Silhouette aufzufassen, sondern in ihm ein noch fehlendes systematisches Element der aktuellen Sprach- und Erkenntnistheorie zu sehen.
Kolloquium: Klassische Deutsche Philosophie
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der klassischen deutschen Philosophie haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Im Zentrum steht die Vorstellung von Forschungsarbeiten und Rezensionen zur klassischen deutschen Philosophie sowie zu verwandten Themen und philosophischen Richtungen.
Hegels Antwort auf Kant
XXX. Internationaler Hegel‐Kongress der Internationalen Hegel‐Gesellschaft und der Universität Wien
23. – 26. April 2014
Hegel schreibt sich zu, eine Philosophie der spekulativen Vernunft aufgestellt zu haben, während Kant beim Verstandesdenken stehen geblieben sei. Die Forschung fragte sich in diesem Licht, ob heute eher Kant oder Hegel gelte. Ein Konsens hat sich diesbezüglich nicht herausgebildet. Aus heutiger Perspektive sind Kant wie Hegel herausragende Zeugen der Philosophiegeschichte, aber doch einer Geschichte, die bedeutende systematische Potenzen in sich birgt. Hegels Philosophie beruft sich implizit und explizit vielfach auf Kant. Zahlreiche Kontexte von Hegels Denken werden erst dann leichter zugänglich und verständlicher, wenn man den Kantischen Subtext freilegt. Nun hilft aber auch Hegels spekulatives Denken dazu, in Kants Schriften in der Umkehrperspektive Züge eines spekulativen Denkens zu entdecken, das man bei ihm eher nicht erwartet. Die Bezüge von Hegel zu Kant systematisch herauszuarbeiten, hat sich der XXX. Internationale Kongress der Hegel‐Gesellschaft und der Universität Wien zum Ziel gesetzt. Ein damit einhergehendes Ziel ist, in der Perspektive Hegels ein modifiziertes Verständnis von Kant zu gewinnen.
Call for Papers: 1. Juni bis 31. August 2013, 24 Uhr
Ein Kongress-Abstract und den Link zur Website des Kongresses finden Sie hier.
Sein und Freiheit in Johann Gottlieb Fichtes Spätwerk - Facetten und Probleme
Am 29. Januar 2014 jährte sich der Todestag JOHANN GOTTLIEB FICHTES zum 200. Mal. Ein Großteil der späten Texte FICHTES ist erst vor wenigen Jahren im Zuge der Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ediert worden. Ihre Durchdringung bildet für die Forschung somit eine aktuelle Herausforderung. Dies gilt vor allem für die zahlreichen und bedeutenden Texte, die aus dem Nachlass – das heißt: erstmals – veröffentlicht wurden und deren Wirkungsgeschichte auf die Hörer der Vorlesungen beschränkt blieb. Die FICHTESCHE Spätphilosophie ist in ihrem Kern tatsächlich erst heute für eine wissenschaftliche und philosophische Rekonstruktion und Auseinandersetzung zugänglich. Daher widmet sich die Tagung im Barockschloss in Rammenau, dem Geburtsort FICHTES, in diesem Jahr seiner Spätphilosophie. Von 1810 bis 1814 hat FICHTE in Berlin in ständig erneuerten Fassungen seine Philosophie vor Studenten und einem gebildeten Publikum aus Intellektuellen und hohen Staatsbeamten vorgetragen. Dabei hat er einen Gesamtentwurf seiner Philosophie vor Augen, den er in den verschiedenen philosophischen Teilgebieten auszuführen sucht. FICHTE hält nicht nur mehrmals Vorlesungen zur Wissenschaftslehre, sondern spricht auch in einleitenden Vorlesungen über die Thatsachen des Bewußtseyns. In seinen Vorlesungen zur Transzendentalen Logik erörtert er den Unterschied zwischen der formalen und der transzendentalen oder philosophischen Logik. In Rechts- und Sittenlehre formuliert er seine späte praktische Philosophie. Sein Denken differenziert sich so in eine Theorie der Wissenschaft, des Bewusstseins, der Moral, der Religion, des Staates, des Rechtes und der Geschichte. In seinen tagebuchartigen Aufzeichnungen, den Diarien, erweist sich Fichte zudem als problemorientierter und experimenteller Denker. Darüber hinaus ging es ihm um eine Wirkung der Philosophie auf die Praxis und das Leben der Menschen. FICHTE unterscheidet dabei zwischen der wissenschaftlichen und akademischen Darstellung seiner Philosophie und ihrer populären Vermittlung. Während die verschiedenen Fassungen der Wissenschaftslehren ohne Zweifel zu den schwierigsten Texten der Philosophiegeschichte gehören, deren Interpretation bis heute kontrovers diskutiert wird, richten sich die populären Vorträge Fichtes zu politischen, religiösen und ethischen Fragen dezidiert an das öffentliche Publikum, um intellektuelle und moralische Orientierung zu geben. Neben der Rechts- und der Sittenlehre bilden die Vorlesungen Über die Bestimmung des Gelehrten grundlegende Aspekte seiner praktischen Philosophie ab. Eine besondere Verantwortung kommt in Fichtes Denken dem akademischen Lehrer zu, der die Universität auch zum Ort ethischer und politischer Reflexion und gesellschaftlicher Verantwortung machen soll. Im Zentrum der FICHTESCHEN Philosophie stehen ohne Zweifel die Ideen der Freiheit des Individuums und der Anerkennung des Anderen. Im 18. Jahrhundert zerbricht die alteuropäische ständische Gesellschaftsform und wird durch einen neuen – potentiell schrankenlosen – Individualismus abgelöst, der die fundamentalen Fragen der Moderne stellt: Wie lässt sich ökonomische und politische Freiheit sinnvoll beschränken? Wie lassen sich Freiheit und Gemeinwohl verbinden? FICHTE sucht seine Idee der Freiheit und der Anerkennung nicht nur pragmatisch zu legitimieren, sondern aus der Struktur des Selbstbewusstseins und dem Gedanken eines Absoluten zu gewinnen. Wie die anderen nachkantischen Systementwürfe weist auch das Werk FICHTES eine eigene Entwicklung auf, die immer noch und mehr denn je Anlass für historische und systematische Fragen gibt – Fragen, denen sich die internationale FICHTE-Forschung zu stellen hat. Nach wie vor steht die sachliche Einheit dieser Philosophie, aber auch die Frage ihres inneren Fortschrittes zur Diskussion. Wie lässt sich die moralisch geprägte Idee der Freiheit Fichtes heute verstehen? Welche Aktualität hat Fichtes späteste Philosophie?
230 Jahre Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?
Anlässlich des 230jährigen Jubiläums der berühmten Antwort Immanuel Kants werden Beiträge aus verschiedenen Disziplinen wie Geschichte, Rechtswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Kulturwissenschaft, Medizin, Philosophie und Theologie das Erbe der Aufklärung erörtern. In Workshops werden zudem historische Preisfragen aktualisiert und diskutiert. Abschließend haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, Artikel zur Publikation einzureichen. Beiträge von Studierenden sind besonders erwünscht! Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist, sind Interessierte herzlich eingeladen, sich ab sofort anzumelden.
Schellings "Stuttgarter Privatvorlesungen" - Sommerkurs »Klassische deutsche Philosophie«
Der fünftägige Sommerkurs in Dubrovnik zielt darauf ab, in Form von Referaten, gemeinsamer Diskussion und Lektüre ausgewählter Textstellen eine kooperative Kommentierung des Textes zu erarbeiten. In Referaten soll die Kommentierung von Textabschnitten vorgenommen werden, darüber hinaus können aber auch Referate vorgeschlagen werden, die über den Textbestand hinausgehen und verwandte Themen im Umfeld des Textes vorstellen. Der Sommerkurs wendet sich an fortgeschrittene Studenten, Doktoranden und Postdocs.
Systemkonzeptionen im Horizont des Theismusstreits (1811–1821)
Vom 28. bis 30. April 2016 veranstaltet die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Wien die fünfte Veranstaltung der Reihe „Systeme der Vernunft. Kant und der deutsche Idealismus“ zum Thema „Systemkonzeptionen im Horizont des Theismusstreits (1811–1821)“.
Vortragende sind: Kurt Appel, Andreas Arndt, Christopher Arnold, Ulrich Barth, Martin Bondeli, Christian Danz, Michael Hackl, Lore Hühn, Anton Koch, Guido Naschert, Burghard Nonnenmacher, Siegbert Peetz, Christian Polke, Philipp Schwab, Jürgen Stolzenberg, Violetta Waibel, Günter Zöller und Jure Zovko
Sie sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen; bei Interesse senden Sie bitte eine kurze E-Mail an: christian.danz@univie.ac.at
Eine Lichtung des deutschen Waldes – Mystik, Idealismus und Romantik
Der Workshop im Rahmen des Forschungsprojekts „Der ewige Begriff des Individuums“: Eine historisch-philologisch- systematische Untersuchung der ‚mystischen Vernunft‘ und deren Rezeption im Werk Schellings (QU 258/3-1) und in Kooperation mit dem Forschungsprojekt Meister Eckhart and the Parisian University in the Early 14th Century (AHRC) und der Kolleg-Forschergruppe Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive soll die interdisziplinäre Diskussion zwischen Historikern, Germanisten, Theologen und Philosophen ermöglichen und verschiedene Fragen aufgreifen: Welche ‚mystischen‘ Schriften haben deutsche Idealisten und Romantiker gelesen? Kann man eruieren, wann bzw. durch welche Kanäle diese Schriften rezipiert wurden? Lässt sich die Präsenz ‚mystischer‘ Schriften in den Werken der in Frage stehenden Autoren – konkret – belegen? Gibt es darüber hinaus Ähnlichkeiten auf systematischer Ebene? Welche Differenzen gibt es zwischen ‚Mystik‘, ‚Idealismus‘ und ‚Romantik‘? Sind wesentliche Differenzen zwischen Romantik und Idealismus hinsichtlich der jeweiligen Mystik-Rezeption festzustellen?
THE GENESIS OF THE IDEA OF SYSTEM IN GERMANY
The Workshop entitled « The Genesis of the Idea of System in Germany » will take place on November 3rd at the Université de Montréal.
Schellings Philosophie der Mythologie
In der historisch-kritischen Einleitung seiner Philosophie der Mythologie setzt sich Schelling mit der Frage nach der Entstehung und Funktion der Mythologie auseinander. Dabei werden die aktuellen Theorien einer radikalen Kritik unterzogen. Der These von der Mythologie als „Erfindung“ setzt der Philosoph ein grundsätzlich neues Konzept entgegen: Mythologie ist demnach ein Faktum, das dem Bewusstsein nicht erst im Ausgang von der Naturbetrachtung entsteht – sondern vielmehr umgekehrt, setzt das Bewusstsein die in ihm einem frühen Stadium seiner Entwicklung gemäß entstehenden Göttervorstellungen. Der symbolische Charakter der Mythologie erhält somit einen Wahrheitsanspruch, der von Schelling hier geltend gemacht wird. Mythologie aber wird zugleich gedacht als theogonischer Prozess und führt schließlich auf eine philosophische Verhältnisbestimmung von Monotheismus und Polytheismus, Gott und menschlichem Bewusstsein.
Der fünftägige Sommerkurs in Dubrovnik zielt darauf ab, in Form von Referaten, gemeinsamer Diskussion und Lektüre ausgewählter Textstellen tiefere Einblicke in den Text zu erarbeiten. Die Referate sollen dabei insbesondere die uns inzwischen verschlossenen (ideen-)geschichtlichen Bezüge Schellings sowie die argumentative Struktur der einzelnen Vorlesungen klären. Darüber hinaus können aber auch Referate vorgeschlagen werden, die über den Textbestand hinausgehen und verwandte Themen im Umfeld des Textes vorstellen. Der Sommerkurs wendet sich an fortgeschrittene Studenten, Doktoranden und Postdocs. Die Übernahme von Referaten durch die Teilnehmer ist erwünscht. Die Aufteilung der Referate er-folgt nach Ablauf der Anmeldefrist.
"Der innerste Mittelpunkt der Philosophie" - Luther und Schelling
In seiner berühmten Abhandlung Über das Wesen der menschlichen Freiheit (1809) wirft Schelling die großen philosophisch-theologischen Fragen von der menschlichen Freiheit zum Bösen und der Rechtfertigung Gottes angesichts des Bösen auf neue, ungewohnte Art auf. Auf der Suche nach einer Antwort wendet er sich vor allem Kants Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793) und Luthers De servo arbitrio (1525) zu. Obwohl der Name „Luther“ nur ein einziges Mal in der Schrift erwähnt wird, weiß man heute durch die Nachlassforschung im Rahmen der historisch-kritischen Edition, dass eine intensive Auseinandersetzung mit der genannten Schrift Luthers im Hintergrund der Überlegungen Schellings steht. Argumente und Motive von Luthers Disput mit Erasmus von Rotterdam über den freien Willen fließen in Schellings Denken ein. Deren Verständnis wird es erlauben, den „innersten Mittelpunkt der Philosophie“, die Freiheit, bei Schelling neu zu durchdenken.
Datum: 12. Juni 2017
Ort: Bayerische Akademie der Wissenschaften, München
Vortragende: H. van Ruler, R. Barth, Ch. Danz, Th. Buchheim
Anthropologie in der Klassischen Deutschen Philosophie
Häufig wird die These vertreten, dass in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Epoche der Klassischen Deutschen Philosophie, die Lehre vom Menschen von untergeordneter Bedeutung gewesen sei. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hingegen – so die Vertreter dieser These – habe eine radikale Wende in der Geschichte der Philosophie stattgefunden: Die Philosophen wandten sich von den für die Klassische Deutsche Philosophie charakteristischen Systementwürfen ab und rückten stattdessen den Menschen ins Zentrum ihres Denkens.
Der Tagung liegt die Annahme zugrunde, dass in der Klassischen Deutschen Philosophie der Mensch sehr wohl im Mittelpunkt philosophischer Überlegungen stand. Man denke nur an Kants berühmte vierte Frage „Was ist der Mensch?“, in der alle anderen Fragen der Philosophie – „Was kann ich wissen?“, „Was soll ich tun?“ und „Was darf ich hoffen?“ – zusammenlaufen. Für Kant fundiert die Anthropologie letztlich die ganze Philosophie. Des Weiteren wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer neue Kenntnisse sowohl über die menschliche Biologie, Anatomie und Physiologie als auch über fremde Völker, Sprachen und Sitten gewonnen. Diese neu gewonnenen empirischen Kenntnisse wurden von Kant und seinen Nachfolgern interessiert aufgegriffen und philosophisch verarbeitet. Auf die Frage, wie der Mensch zu bestimmen sei, erhalten wir von ihnen die unterschiedlichsten Antworten, die sich im Rahmen von Natur, Kultur, Gesellschaft, Kunst und Religion bewegen.
Das Tagungsprogramm und weitere Informationen finden Sie hier.
Der Anfang der Weltalter (1811) - Sommerkurs "Klassische deutsche Philosophie"
Im September 1810 erwähnt Schelling zum ersten Mal ein philosophisches Großprojekt, das ihn die folgenden Jahrzehnte bis in die 30er Jahre hinein beschäftigen wird: „Die 3 Weltalter“. Bereits im April des folgenden Jahres lässt er das erste Buch über die Vergangenheit mit Einleitung setzen. In dieser frühesten Version knüpft Schelling unmittelbar an die bekannten Ausführungen aus der Freiheitsschrift (1809) und den Stuttgarter Privatvorlesungen (1810) an. Dabei bemüht er sich sowohl um eine neue Darstellungs- als auch Verständnisweise in der „Entwicklung eines lebendigen, wirklichen Wesens“, die mit der Vergangenheit Gottes beginnt.
Der sogenannte Weltalter-Druck von 1811 ist dank der Edition von Manfred Schröter im Wortlaut erhalten und bildet die Grundlage für den diesjährigen Sommerkurs am IUC Dubrovnik. Der fünftägige Kurs zielt darauf ab, in Form von Referaten, gemeinsamer Diskussion und Lektüre ausgewählter Textstellen tiefere Einblicke in den Text zu erarbeiten. Die Referate sollen dabei einzelne Abschnitte in ihrer Gesamtbedeutung und argumentativen Struktur erhellen.
Der Sommerkurs wendet sich an fortgeschrittene Studenten, Doktoranden und Postdocs. Die Übernahme von Referaten durch die Teilnehmer ist erwünscht. Die Aufteilung der Referate erfolgt nach Ablauf der Anmeldefrist.


