Phänomenologie

1. Allgemeine Beschreibung

Als Phänomenologie wird im engeren Sinne die von Husserl begründete phänomenologische Philosophie bezeichnet, welche sich vor allem kritisch mit dem um 1900 herrschenden philosophischen Psychologismus auseinandersetzt. Die Phänomenologie soll durch das Mittel phänomenologischer Wesensschau die apriorischen Grundprinzipien und Prinzipien der Wirklichkeit unabhängig von der Empirie beschreiben: so z.B. die Begriffe Begriff, Beziehung, Satz, Wahrheit, Menge etc. Max Scheler hat die phänomenologische Methode auf den praktischen Bereich der Wirklichkeit ausgedehnt und die apriorischen Strukturen der Personalität, des Wertes, der Sympathiegefühle etc. herausgearbeitet. Aus der beschreibend arbeitenden Phänomenologie hat sich die philosophische Anthropologie Schelers entwickelt. Heute wird die Phänomenologie als mögliche Alternative zur Überwindung der Zersplitterung der gegenwärtigen philosophischen Landschaft wahrgenommen. Vor allem seitens der Analytischen Philosophie ist eine Annäherung und Erweiterung des Wissensbegriffs um phänomenologische Ansätze zu verzeichnen. Der transzendentalgenetische Ansatz kritisiert an der Phänomenologie die methodische Zirkularität zwischen der sprachlichen Einführung des Begriffs Phänomen und der phänomenologischen Methode, und verweist darauf, dass das phänomenologische Grundverhältnis der Intentionalität als Basis einer Grundlegungstheorie ungeeignet ist, da die phänomenologische Deskription im Bereich faktischen Wissens befangen bleibt und das Verhältnis zwischen Faktizität (Deskription) und Geltung nicht aufzulösen vermag.

2. Ansätze und Positionen der Transzendentalphilosophie

3. Offene Diskussionen, Problempunkte, Dilemmata und Desiderate