Analytische Philosophie / Philosophie des Geistes

1.Allgemeine Beschreibung

Neben der Phänomenologie und der hermeneutischen Philosophie ist die analytische Philosophie eine der einflussreichsten Strömungen im 20. Jahrhundert. Sie geht aus von der schon von Johann Georg Hamann (1730-1788) geäußerten, sprachanalytisch motivierten Kritik, dass die klassische philosophische Philosophie die Gültigkeit ihres Sprachgebrauchs ungenügend reflektiert und letztlich nicht zu erweisen vermag. Unter Zuhilfenahme moderner formallogischer Verfahren (Gottlob Frege [1848-1925]) wurde die sprachanalytische Theorie Brentanos weiterentwickelt bis hin zur logischen Analyse durch Russell (1872-1970) und später Wittgenstein (1889-1951), im logischen Empirismus und Wiener Kreis (1922-1936). Die Oxford Philosophy um Ryle (1900-1976), Austin (1911-1960) und Strawson (1919-2006) schließlich zielt auf eine Analyse der Bedingungen der Umgangssprache (ordinary language). Ein weiterer Zweig widmet sich linguistischen Überlegungen (Austin, Wittgenstein, Chomsky [*1928]). Als gegenwärtig äußerst prominente Strömung darf die Philosophie des Geistes gelten, die sich seit den 30er Jahren des 20. Jh. mit der Klärung der Natur geistiger Phänomene befasst. Zentral steht dabei das so genannte Leib-Seele-Problem, das auf verschiedene Weisen gelöst bzw. eliminiert werden soll. Das Forschungsprogramm der Kognitionswissenschaft bündelt dabei die Forschungsaktivitäten diverser Einzeldisziplinen. Weiterhin stehen Fragen nach dem Verhältnis von mentaler Symbolverarbeitung und Repräsentation, nach der Natur der Sinnesqualitäten (Qualia) und des Bewusstseins zentral. In unterschiedlichen Hinsichten greifen Aktivitäten und Projekte immer wieder auf Themen und Ansätze aus der analytischen Philosophie und der Philosophie des Geistes zurück, da – mit Blick auf klassische Positionen und in so grundlegenden Bereichen wie denen der Bewusstseins- und Wissenschaftstheorie – oft stark divergierende Resultate bei vergleichbaren Gegenstandsbereichen einen intensiven Diskurs ermöglichen.

2.Ansätze und Positionen der Transzendentalphilosophie

3.Offene Diskussionen, Problempunkte, Dilemmata und Desiderate