Philosophische Anthropologie

1. Allgemeine Beschreibung

Die Philosophische Anthropologie diskutiert die Frage: Was ist der Mensch? Sie bildet für Kant (1724-1804) den Mittelpunkt aller philosophischen Fragen. In kritischer Absetzung von religiösen und metaphysischen Weltbildern unternimmt sie es Plessner (1892-1985) zufolge, «den Menschen und die Welt nicht von Gott her, sondern umgekehrt Gott und Welt vom Menschen her zu begreifen.» Dabei bedient sie sich häufig der Forschungsresultate empirischer Wissenschaften (wie Psychologie und Biologie).

2. Ansätze und Positionen der Transzendentalphilosophie

In transzendentalphilosophischer Perspektive ergeben sich für anthropologische Überlegungen weitreichende Möglichkeiten, da die besondere menschliche Perspektive als eines Innerlichkeit besitzenden Wesens bereits in der Grundlegung des Weltverhältnisses berücksichtigt werden kann. So greifen die Arbeiten in diesem Gebiet spezifische transzendentalphilosophische Theoreme auf, um sie im Rahmen der Philosophischen Anthropologie zur Bearbeitung der Frage nach dem Menschen systematisch zu entwickeln.

3. Offene Diskussionen, Problempunkte, Dilemmata und Desiderate

Deskription und Legitimation