Wissenschaftstheorie

1. Allgemeine Beschreibung

Wissenschaftstheorie bezeichnet im allgemeinsten Sinne die theoretische Reflexion auf Grundlagen, Methoden und Zielsetzungen der Wissenschaft, insofern sie auf gültige Erkenntnis gerichtet ist. Sie ist von Disziplinen wie Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftspsychologie und Wissenschaftspolitologie zu unterscheiden, da diese sich nur auf vergangene oder gegenwärtige Wissenschaftspraxis beziehen. Wissenschaftstheoretische Ansätze finden sich schon bei Aristoteles, doch erst in der Zeit um 1800 wird sie bedeutend, da mit der kritischen Philosophie Kants (1724-1804), der Wissenschaftslehre Fichtes (1762-1814), der Enzyklopädie Hegels (1775-1831) und anderer Entwürfe Wissenschaftstheorie zum Inbegriff der prima philosophia wird. Als Vorläufer der modernen Wissenschaftstheorie können die Wissenschaftslehre Bernard Bolzanos (1781-1848) und die psychologistisch fundierte Philosophie Franz Brentanos (1838-1917) betrachtet werden; diese wurde vor allem durch den Positivismus des Wiener Kreises (1922-1936) reflektiert die Wissenschaftstheorie vor allem die Grundlagen der empirischen Einzelwissenschaften, die umfassenderen Entwürfe der klassischen deutschen Philosophie sind dagegen eher als Wissenschaftsphilosophie oder Wissensphilosophie zu bezeichnen.

2. Ansätze und Positionen der Transzendentalphilosophie

3. Offene Diskussionen, Problempunkte, Dilemmata und Desiderate

Positivismusstreit

Werturteilsproblem

Münchhausen-Trilemma

Ideologie- und Totalitarismusproblem