Logik / Transzendentale Logik

1. Allgemeine Beschreibung

Die Logik in Gestalt unterschiedlichster Ansätze umfasst alle Bereiche, in denen folgerichtig und schlüssig über Gegenstände und deren Beziehungen gedacht und argumentiert werden soll. Somit ist sie grundlegend für jede Wissenschaft, indem sie die Regeln des Denkens expliziert und deren Gebrauch kritisch beurteilen lässt. Von den ersten Aktivitäten in der abendländischen Antike und morgenländischen Tradition bis in die Moderne wurden und werden Logiken entwickelt, die – als Teil von Platons Dialektik, als transzendentale Logik Kants (1724-1804), als methodologische Basis bei Hegel (1770-1831) oder in den Versuchen der Principia Mathematica durch Whitehead (1861-1947) und Russell (1872-1970), um nur einige wenige zu nennen – unterschiedlichste Gestalten annehmen.

2. Ansätze und Positionen der Transzendentalphilosophie

Die durch Kant (1724-1804) begründete und von Fichte (1762-1814) weiterentwickelte transzendentale Logik ist dabei von besonderem Interesse, weil sich mittels der Einholung der apriorischen Bedingungen einer jeden gegenständlichen Erkenntnis – sowie dann bei Fichte – eines jeden Wissensvollzuges die konstitutiven Erkenntnisleistungen und damit auch Erkenntnismöglichkeiten analysieren lassen. Diese Analyse bedarf einer besonderen Aufmerksamkeit, sie stellt gewissermaßen das Kraftwerk des wissenschaftlichen Anspruchs der Transzendentalphilosophie dar. Nach Fichte geriet dieses Verfahren der Totalreflexion des faktischen Wissensvollzugs in Vergessenheit oder wurde nicht mehr konsequent betrieben, im Neukantianismus oder bei Husserl (1859-1938) beispielsweise kehren nur einzelne Elemente der Totalreflexion des Wissens wieder.

3. Offene Diskussionen, Problempunkte, Dilemmata und Desiderate