Erkenntnistheorie

1. Allgemeine Beschreibung

Erkenntnistheoretische Fragen nach den Bedingungen begründeten Wissens bilden seit jeher einen integralen Bestandteil philosophischer Theoriebildung. Seit der frühen Neuzeit hat die Erkenntnistheorie mehr oder minder die Nachfolge der traditionellen Metaphysik angetreten. Die Thematisierung der Frage nach der Entstehung, dem Wesen und den Grenzen der Erkenntnis hat von Plato über Descartes, Locke, Kant, Fichte bis hin in die Gegenwart viele unterschiedliche Gestalten angenommen.
Mit Blick auf die Wissenschaftstheorie kommt der Wissenschaftslehre Fichtes (1762-1814) besondere Bedeutung zu, da dieser das Subjekt-Objekt-Problem und damit die erkenntniskonstitutive Beziehung zwischen dem Subjekt und Objekt der Erkenntnis grundlegend explizierte.

2. Ansätze und Positionen der Transzendentalphilosophie

Der Erkenntnistheorie kommt im systematischen Kontext der Transzendentalphilosophie die tragende Rolle zu. In der modernen Transzendentalphilosophie fallen Erkenntnistheorie und Metaphysik zusammen, insofern an die Stelle der Frage nach dem Sein (Ontologie) die umfassendere Frage nach dem Wissen getreten ist, d.h. an die Stelle des Versuchs der logischen Analyse der Struktur der faktischen Wirklichkeit tritt die Frage nach der Begründung (de iure) und nach der Begründung dieser Begründung (Letztbegründung)

3. Offene Diskussionen, Problempunkte, Dilemmata und Desiderate

Rationalismus und Empirismus