Bildung bei Fichte, Hegel, Adorno und Heydorn

Formalität, Inhaltlichkeit und Transzendenz im Bildungsprozess bei Fichte, Hegel, Adorno und Heydorn

Promotion Simon Helling, M.A.

Wer die kantische Forderung, Kinder nicht nach dem gegenwärtigen, sondern nach einem zukünftig möglich bessern Zustande des menschlichen Geschlechts zu erziehen, nicht nur an Erziehung, sondern auch an Bildung richtet, sieht sich mit dem Problem konfrontiert, dass was zu lernen ist, nur dem gegenwärtigen Zustand entstammen kann, andererseits ein Lehren nach einem zukünftigen Zustand entweder willkürlich oder für die sich Bildenden problematisch wird – problematisch insofern, als sie sich in Opposition zur unveränderten Wirklichkeit brächten. In den Bildungstheorien des Deutschen Idealismus ist die beschriebene Aporie stets latent vorhanden, an bestimmten Stellen ist sie der uneingestandene Grund problematischer Konstruktionen. Ein philosophisch entwickeltes, aber zugleich gesellschaftstheoretisch fundiertes Bewusstsein ist durch die Kritik der politischen Ökonomie ermöglicht worden und mit diesem Bewusstsein haben die Autoren der älteren Kritischen Theorie über die mit dem Deutschen Idealismus verbundene klassische Bildung reflektiert.

Laufzeit: 1.01.2016 - 1.01.2018