Eine Lichtung des deutschen Waldes

Eine Lichtung des deutschen Waldes – Mystik, Idealismus und Romantik

Workshop -- --, PD Dr. Andrés Quero-Sánchez, Prof. Dr. Dietmar Mieth und Prof. Dr. Markus Vinzent

Die ‚Kongenialität‘ zwischen der Deutschen Mystik und dem Denken des Deutschen Idealismus und der Deutschen Romantik ist schon im 19. Jahrhundert erkannt worden. Das gilt insbesondere, wenn auch nicht nur, für Autoren wie Schelling, Hegel, Tieck, Fr. Schlegel, und Novalis, die die Schriften Meister Eckharts, Johannes Taulers und Jakob Böhmes – um nur einige prominente Beispiele zu nennen – gerne rezipiert haben. Es handelt sich dabei allerdings um eine ‚aktive Rezeption‘, welche das Aufgenommene in veränderter, aktualisierter Form tradiert und damit den genauen Nachweis des Einflusses besonders schwer macht. Der Workshop im Rahmen des Forschungsprojekts „Der ewige Begriff des Individuums“: Eine historisch-philologisch- systematische Untersuchung der ‚mystischen Vernunft‘ und deren Rezeption im Werk Schellings (QU 258/3-1) und in Kooperation mit dem Forschungsprojekt Meister Eckhart and the Parisian University in the Early 14th Century (AHRC) und der Kolleg-Forschergruppe Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive soll die interdisziplinäre Diskussion zwischen Historikern, Germanisten, Theologen und Philosophen ermöglichen und verschiedene Fragen aufgreifen: Welche ‚mystischen‘ Schriften haben deutsche Idealisten und Romantiker gelesen? Kann man eruieren, wann bzw. durch welche Kanäle diese Schriften rezipiert wurden? Lässt sich die Präsenz ‚mystischer‘ Schriften in den Werken der in Frage stehenden Autoren – konkret – belegen? Gibt es darüber hinaus Ähnlichkeiten auf systematischer Ebene? Welche Differenzen gibt es zwischen ‚Mystik‘, ‚Idealismus‘ und ‚Romantik‘? Sind wesentliche Differenzen zwischen Romantik und Idealismus hinsichtlich der jeweiligen Mystik-Rezeption festzustellen?

Laufzeit: 29.03.2016 - 22.05.2016
Zeiten: 19. - 21. Mai 2016
Ort: Universität Erfurt