Kausalität und Teleologie bei G. W. Leibniz

Kausalität und Teleologie bei G. W. Leibniz

Promotion Ansgar Lyssy, M.A.

Ziel des Dissertationsprojektes ist es, den für das philosophisch-naturwissenschaftliche System von Gottfried Wilhelm Leibniz zentralen Aspekt der Parallelität der Kausal- und Finalursachen herauszuarbeiten. Der Kern des Problems ist die Frage, wie die Bedingtheit jeder physischen Veränderung durch kausale Einflüsse im Einklang stehen kann mit der Teleologie der Welt, die als Ganze durch das Prinzip des Besten bestimmt ist. Meine Hypothese ist, dass bereits in den übergeordneten metaphysischen Prinzipien und in dem von Aristoteles entlehnten Konzept der substantiellen Formen die Grundlage für die Untrennbarkeit, für die „Harmonie“ der beiden „Reiche der Natur und der Gnade“ angelegt ist. Es wird untersucht, wie sich daraus die Inter¬aktions¬prinzipien der Körper sowie die Prinzipien der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist ergeben und welche Bedeutung diese Parallelität für die verschiedenen, aber zusammenhängenden Bereiche des Leibnizschen Denkens hat. So soll ein Beitrag zum Verständnis der Naturphilosophie von Leibniz geleistet werden und die Zusammen¬hänge zwischen seiner Metaphysik, der Begründung der Naturwissenschaften und der Vermeidung der Fatalismusfalle sollen exponiert werden.

Laufzeit: 1.01.2006 - 31.01.2008
Förderung: Seit 2006 gefördert mit einem Stipendium der Berliner Graduiertenförderung gemäß dem Nachwuchsförderungsgesetz (NaFöG) des Bundeslandes Berlin.