Der Wille und das Ding an sich

Der Wille und das Ding an sich. Schopenhauers Willensmetaphysik in ihrem Bezug zu Kants kritischer Philosophie und dem nachkantischen Idealismus

Promotion Manja Kisner

Das Forschungsziel des Promotionsvorhabens ist die systematische Erörterung des Willensbegriffs in der Philosophie Arthur Schopenhauers, insbesondere in der Beziehung zu Kants Auffassung des Dinges an sich wie auch in Bezug zum nachkantischen Idealismus Fichtes und Schellings und zu deren Einfluss auf Schopenhauer. Obwohl der Willensbegriff schon von Augustinus an eine lange Tradition in der westlichen Philosophie hat, erlebt er gerade in Schopenhauers Werk eine einflussreiche Wende. Die Untersuchung wird sich mit dem Begriff des Willens im Zeitraum von Kants Kritik der reinen Vernunft (erste Veröffentlichung 1781) bis zum Ende von Schopenhauers philosophischer Tätigkeit (er stirbt 1860) auseinandersetzen. Vor dem Hintergrund dieses historischen Kontextes wird sich Schopenhauers Willensmetaphysik als ein Kulminationspunkt des Denkens über den Willen zeigen, an dem sich der Übergang vom Willen als moralphilosophischer Kategorie zu Schopenhauers Ontologisierung des Willens vollzieht. Damit stellt sich die Frage nach dem Ursprung des Schopenhauer’schen Bedürfnisses, das kantische unerkennbare Ding an sich mit dem grundlosen Willen gleichzusetzen, wie auch nach den Folgen einer Hervorhebung des nicht rationalen, blinden Wesens der Welt.

Laufzeit: 1.10.2012 - 1.10.2016