Goethes anschauendes Denken

„Ich halte viel aufs Schauen“. Goethes Konzeption des ‚anschauenden Denkens’

Magister / Master / Diplom Peter Neumann, M.A.

Begriff und Anschauung sind bei Kant kategorial voneinander getrennt. Ihre Einheit kann nur unter Annahme eines intuitiven Verstandes gerechtfertigt werden. An exakt diese Problemlage schließen sich Goethes Überlegungen zur Morphologie an. Die ursprüngliche Einheit von Geist und Natur soll vermittels der Praxis der Naturforschung diskursiv aufgewiesen und intuitiv erfasst werden. Goethes Konzeption des anschauenden Denkens lässt sich als eigenständiger Beitrag zum Problembestand der nachkantischen Philosophie verstehen und kann nicht auf die Positionen Fichtes, Schellings oder Hegels verrechnet werden.

Laufzeit: 15.11.2011 - 15.05.2012