Das Konzept des Transzendentalen in der Praktischen Philosophie

Das Konzept des Transzendentalen in der Praktischen Philosophie. Zum Begriff des Willens bei Kant

Promotion M. A. Philipp Richter

Während Frage- und Problemstellung der Praktischen Philosophie Kants offen zutage liegen, besteht Unklarheit, was ihre Methode im Verhältnis zur theoretischen Philosophie auszeichnet (Kritik, Transzendentalphilosophie, Metaphysik?). Wenn gezeigt werden könnte, dass Kants Praktische Philosophie Teil der Transzendentalphilosophie ist (transzendentale Ethik), transzendentale Erkenntnisse (vgl. B 25; B 80) der Form des Willens enthält sowie insgesamt einer transzendentalen Argumentations-Strategie folgt, hätte dies systematische Konsequenzen für das Verständnis der Kantischen Moralphilosophie im Ganzen (Erkenntnis und Begriff des Guten, moralische Motivation, Widersprüche des Wollens, Status der Klugheit, Kants ‚Handlungstheorie’ und ‚-Psychologie’ etc.) sowie des Terminus „transzendental“. Anschließen ließe sich die Entwicklung eines Konzepts transzendental-praktischer Rationalität sowie – in Aussicht auf den Bereich der ‚anwendungsbezogenen Ethik’ – die Ermittlung von Grenzen und Möglichkeiten der Argumentation mittels der Kantischen Prinzipienethik im politisch-praktischen Diskurs.

Laufzeit: 1.09.2010 - 1.09.2010