Das Freiheitsproblem im Anschluss an Kant

Freiheit am Rande des Idealismus. Das Problem einer Ethik der Autonomie im Anschluss an Kant

Promotion Jörg U. Noller, M.A.

Die avisierte Studie will sich historisch-systematisch dem Problem der moralischen Motivation und der moralischen Zurechenbarkeit in Entwürfen zur Theorie der Freiheit „am Rande des Idealismus“ im unmittelbaren Ausgang von Kants Konzeption einer Vernunftautonomie widmen. Eine besondere Rolle fällt dabei der Kantischen Achtungstheorie in der „Kritik der praktischen Vernunft“ zu. Karl Leonhard Reinhold hat jedoch in der Folge in seinen „Briefen über die Kantische Philosophie“ darauf aufmerksam gemacht, dass die Kantische Freiheitstheorie in Schwierigkeiten gerät, moralische Zurechenbarkeit als Freiheit zum Guten und Bösen konzeptionell aufrecht zu erhalten. Reinhold setzt deswegen ein Grundvermögen des Menschen an, zwischen dem uneigennützigen oder eigennützigen Trieb zu wählen. An diese Kritik knüpft Schiller in seinen philosophischen Schriften an, wobei er versucht, im Ausgang von Kant und Reinhold menschliche Freiheit neu zu begründen, indem er diese nun als in der Natur, der Gesellschaft und der Geschichte situiert begreift.

Laufzeit: 1.10.2009 - 31.03.2013