Langage et imagination chez Fichte et Novalis.

L’opacité du sensible chez Fichte et Novalis. Recherches sur les théories et pratiques de l’imagination transcendantale dans leur mise à l’épreuve du langage.

Promotion Dr. Augustin Dumont

Ziel dieser Arbeit ist es, ein durchlaufendes Lesen der Texte Fichtes und Novalis anzubieten, im Rahmen einer ausführlichen Untersuchung über die Bildung der Sinnlichkeit oder des Lebens des Bewusstseins als reflexive Konstruktion von sinnlichen Bildern. Schwerpunkt wird darauf gelegt, die Beziehungen zwischen Affektivität (Tendenz, Trieb, Gefühl), Einbildungskraft und deren performativ-sprachlichen Übernahme zu prüfen. Es ist dazu notwendig, einerseits eine geschichtliche Auseinandersetzung zwischen dem Wissenschaftslehrer Fichte und dessen Erbe beim Dichter-Wissenschaftler-Philosophen Novalis zu bilden, andererseits aber, durch grundlegende Fragen über die Systematik, die verschiedenen Auffassungen der Transzendentalphilosophie, die Dichtung, die Literaturgattungen, die Rolle der Deutung u.a. darüber hinaus zu gehen. Weit davon entfernt, eine einfache poetische Übertragung der Wissenschaftslehre Fichtes zu verfassen, stürzt Novalis die Wissenschaftslehre um, und bildet eine konkurrierende Auffassung vom sinnlich-bildlichen Leben. Dies erscheint nicht nur in den sogennanten Fichte-Studien, sondern im ganzen Werk des Novalis. Seinerseits bildet Fichte ein Verstehen vom Bild als performative Selbstkonstruktion des Seins, das gleichzeitig entfernt und nah am Gedanken des Novalis ist. Die Untersuchung über die beiden Denker muss ein besseres Verständnis nicht nur von Fichte und Novalis aber auch von dem Bildleben überhaupt ermöglichen. Deswegen werden sowohl die Bildlehre Fichtes als auch die Romane und Gedichte Novalis interpretiert. Die vorherrschenden Interpretationen der Frühromantik nach Manfred Frank (Deutschland) und Philippe Lacoue-Labarthe/Jean-Luc Nancy (Frankreich) werden kritisch diskutiert und stark relativiert.

Laufzeit: 1.09.2007 - 1.03.2011