Der Grund der Geschichte

Der Grund der Geschichte. Nachklänge des deutschen Idealismus und der Romantik

Unter dem Titel »Der Grund der Geschichte. Nachklänge des deutschen Idealismus und der Romantik« haben wir vor, die fundamentalen Prinzipien der wilden Jahre der Philosophie (vgl. Safranski) zu ergründen. Diese Prinzipien liegen noch heute in der Philosophie – die Nachklänge ihrer ersten Entdeckung dringen bis in unsere Zeit. Niemals zuvor und niemals danach wird es eine Zeit geben wie die zwischen dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Europa: man kann sie die goldene Zeit der Philosophie aber auch der Kunst und der Literatur nennen. Niemals zuvor und niemals danach wird die philosophische Begründung der Wirklichkeit zu tieferen Schichten vordringen, als es in der idealistischen Philosophen jener Periode geschah. Niemand wird diese Regionen intensiver ausloten als die Romantiker. Deshalb handelt der „Grund der Geschichte“ von der Geschichte der Philosophie, er zielt aber gleichermaßen auf die Analyse einer Philosophie der Geschichte. In diesem Zusammenhang können wir die »Nachklänge« des Idealismus und der Romantik verstehen als die perennierende Fragestellung, die hinter den beiden Bewegungen anklingt aber auch als die Weise, in der beide Bewegungen unsere Zeit beeinflussen. Der Zweck dieser Tagung ist diesen Nachklängen des Idealismus und der Romantik als Grund und als Einfluss nachzudenken.

Zentrales Thema dieser Tagung ist die (Geschichtlichkeit) und ihre verschiedene Bearbeitungen in der Philosophie (z.B. bei Fichte, Schelling oder Hegel) sowie in der Literatur (z.B. bei Goethe, Schiller oder Hölderlin): Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind Widerhall einer prozesshaften und geschichtlichen Totalität, deren Bewegungen so bis in unsere Zeit vernehmbar sind.

Laufzeit: 22.11.2010 - 24.11.2010
Ort: Madrid
Förderung: Die Tagung wird unterstützt von der Universidad Carlos III de Madrid (Spanien).