2. Schopenhauertag: Wille – Leib – Sexualität?

Wille – Leib – Sexualität? Zu den epistemologischen und anthropologischen Grundlagen der Philosophie Schopenhauers

Workshop Kai U. Gregor, M.A., Ignacio Álvarez Andrés M. A.

Die Philosophie Schopenhauers hat bedeutenden Einfluss auf das Denken des 20. Jahrhunderts gehabt und besitzt auch heute noch große Attraktivität. Nicht immer entspricht dieser Bedeutung die Wertschätzung in Wissenschaft und Forschung. Das ist Grund genug, jenem Autor verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken, der wie kaum ein anderer polarisierend und polemisierend Begriffspaare wie Geist – Leib, Unendlichkeit – Endlichkeit, Rationalität – Irrationalität, Freiheit – Notwendigkeit, Pessimismus – Vernunftoptimismus, Subjekt – Objekt, Krieg – Frieden und Konzepte wie Geschichtsphilosophie, Wille, Bewusstsein, Selbstbewusstsein und – mit größten Folgen – das Unbewusste bis hinein in die heutigen Diskussionen geprägt hat. Seine Anregungen sind heute nicht mehr wegzudenken, wenn wir aktuelle Wissensformen, aber auch die zahlreichen Prozesse betrachten, die unsere heutige Weltgesellschaft prägen. Hier stellen sich wichtige Fragen, die an die Philosophie Schopenhauers zu richten sind: Wie ist die Beziehung zwischen Rationalität und Irrationalität oder Optimismus und Pessimismus nach den Ereignissen des 20. Jahrhunderts heute zu denken? Ist es noch denkbar oder überhaupt möglich einen optimistischen Standpunkt zu vertreten?

Laufzeit: 5.06.2009 - 5.06.2009
Zeiten: 10:45-16:30 Uhr
Ort: Der Workshop wird im Raum H2035 des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, stattfinden.
Förderung: Für die großzügige Förderung durch die Schopenhauer-Gesellschaft e.V. herzlichen Dank.