Der Tod in der antiken Philosophie
Philosophieren heißt sterben lernen. Der Tod in der antiken Philosophie
Im platonischen Dialog Phaidon erklärt Sokrates, dass die Philosophie nichts anderes als eine Übung im Sterben sei. Der geistigen Einübung des Todes kommt in der antiken Philosophie eine außerordentliche Stellung zu, eine Stellung, die sie in der Neuzeit verloren hat. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, welche Bedeutung die Konfrontation mit dem eigenen Tod in den unterschiedlichen philosophischen Richtungen und Schulen der Antike hatte und wie tief diese Praxis in den jeweiligen Systemen verwurzelt ist. Ziel des Seminars ist es, die Bedeutung aufzuzeigen, die die Konfrontation mit dem Tod für die philosophische Praxis in der Antike hatte. Darüber hinaus soll die Auseinandersetzung mit dem Tod als ein zentrales, leitendes Mo-tiv in der antiken Philosophie behandelt werden. Damit wird zugleich eine Einführung in die unterschiedlichen antiken Systeme geboten.


