Grenzen des Zeitgeistes

Grenzen des Zeitgeistes – Zur Ideologizität des naturwissenschaftlichen Weltbildes der Moderne.

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.

Vorgetragen am 21. – 23 Februar 2008: 6. Jahrestagung des Internationalen Forschungsnetzswerks Transzendental-philosophie/ Deutscher Idealismus zum Thema: Ich – Du – Er, Sie, Es. Subjekt und Gehirn – Mensch und Natur.

Die ideologischen und erkenntnistheoretischen Auseinandersetzungen zwischen Hermeneutik und Wissenschaftstheorie zeichnen sich vor allem durch eine bloß externe Richtung der Kritik aus, zu einer vollständigen erkenntnistheoretischen Selbstkritik kommt es nicht wirklich. Dadurch bleibt die gegenseitige Ideologiekritik einseitig und damit formal selbst ideologisch: Der Vortrag versucht im Ausgang von der Wissenschaftslehre Fichtes einen Reflexionshorizont aufzuschließen, der eine externe Kritik auf einer vollständigen Selbstkritik aufbaut. Dabei steht besonders der transzendentale Begriff des Wissens im Zentrum, der durch seiner notwendige Selbstbezüglichkeit, überhaupt eine vollständige Reflexion und damit Erkenntniskritik des Wissens zulässt. Den hermeneutischen und wissenschaftstheoretischen Versuchen, Erkenntnis und Ideologiekritik zu begründen, kann damit eine formale Ideologizität und ein dogmatischer Wissensbegriff nachgewiesen werden.

Jahr: 2008