Ethik
Die Ethik sucht nach Prinzipien, Kriterien und Bedingungen des sittlichen Handelns und Lebens. Man kann grob zwischen deontischer, utilitaristischer und Tugendethik unterscheiden. Erstere geht auf Kant zurück und dessen Fundierung moralischen Handelns auf die Befolgung des kategorischen Imperativs. Diese Version wird häufig auch als Moralphilosophie von Ethik unterschieden. Populär ist heute vor allem die angewandte Ethik (wie Bioethik, Wirtschaftsethik u.a.).
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Lehrveranstaltungen
Sport und Ideologie
Der Sport und vor allem der Leistungssport ist inzwischen in ein unübersehbar dichtes Netz von gesellschaftlichen und ökonomischen Abhängigkeiten verstrickt, welches nicht nur zusehends seine gesellschaftliche Funktion und seinen Stellenwert verändert, sondern überhaupt auch fraglich werden läßt, inwieweit der einzelne Sportler der autonomen Bedeutung seines Berufs noch nachkommen kann. Um in diesem Dickicht für einige Aufklärung sorgen, sollen im Seminar maßgebliche Begriffe wie z.B. Ideologie, Autonomie und gesellschaftliche Dependenzformen analysiert werden. Die zu behandelnde Literatur wird in der Einführungsveranstaltung bekannt gegeben.
Moral – Wille – Leistung: Philosophische Ansätze zur Bedeutung der Moral und des Willens im Sport
Baruch de Spinoza, Ethik nach geometrischer Methode
Publikationen
Indifferente Freiheit. Ein Beitrag über das philosophische Verhältnis von Schelling und Friedrich Schlegel um 1800
Der Beitrag vergleicht die philosophischen Systeme von Schelling und Schlegel in ihrer gemeinsamen Jenaer Zeit. Bei beiden drehen sich die Ausführungen um den Begriff der Indifferenz sowie eine Verhältnisbestimmung von Naturphilosophie und Geist- bzw. Transzendentalphilosophie, von Spinoza und Fichte, in deren Mittelpunkt die menschliche Freiheit steht.
Dieter Henrich: Denken und Selbstsein. Vorlesungen über Subjektivität
Entgrenzungen des Machbaren? Doping zwischen Recht und Moral
Eine Ethik für Endliche. Kants Tugendlehre in der Gegenwart
Rekapituliert problemanalytisch den Inhalt dieses gelungenen Buches und setzt in den Kontext der Kantforschung.
Die Hand in der Geschichte zwischen Kant und Fichte
Der Aufsatz legt dar, welches Verhältnis Moral und Kultur in den Geschichtsmodellen Kants und Fichtes einnehmen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, wer bei beiden das jeweilige Subjekt der Geschichte ist, wer die Hand in der Geschichte führt.
Revolution der Gesinnung und Vollendung der Freiheit. Wesen und Möglichkeit höherer Lebensformen bei Kant und Fichte.
Vergleicht die Moraltheorien von Kant und Fichte unter begrünungstheoretischer Perspektive - und zeigt einen Fehler im Ansatz Kants.
Theorie der praktischen Freiheit. Fichte - Hegel
Die Studie bietet eine umfassende systematische Gegenüberstellung der praktischen Philosophien Fichtes und Hegels im Hinblick auf deren Freiheitskonzeptionen. Der Stellenwert der praktischen Freiheit wird im Gesamtsystem, der Ethik, Rechts- und Staatsphilosophie bei beiden Denkern dargestellt und miteinander verglichen. Dabei wird nicht nur die mannigfaltige Abhängigkeit Hegels von Fichte, sondern gerade der wesentliche Unterschied, Freiheit als Ursprung oder als Resultat zu verstehen, aufgezeigt.


