Anerkennungstheorie
Anerkennungstheorie umfasst die im Deutschen Idealismus (Fichte, Hegel) aufkommenden Versuche, Phänomene wie Normativität, individuelle wie kollektive Identität und Weltverständnis aus interpersonalen Handlungs- und Erkenntnisbeziehungen zu erklären. Die Anerkennungstheorie genießt heutzutage hohe Popularität im anglo-amerikanischen Bereich und der Frankfurter Schule (v.a. Honneth). Sie gehört auch zu einem der Themenschwerpunkte des Netzwerkes.
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Forschungsprojekte
„Hegels Idee der europäischen Moderne und deren Relevanz für die aktuelle philosophische Debatte“
Harald Holz, Werkausgabe
geplant: 42 Bände (mit Fortsetzungs-Doppelbänden: 54 Bände (ohne philosophischen Briefwechsel), derzeit 34 Bde. veröffentlicht.
Die Achtung der Vernunft. Zum Verhältnis von Anthropologie und Metaphysik in Kants Theorie des moralischen Gefühls der Achtung
Eine historisch-systematische Untersuchung der Kantischen Theorie des moralischen Gefühls der Achtung.
Moralität und Bewusstsein. Die Grenzen der Reflexionsphilosophie
Ich untersuche, ob Hegels Begriff des absoluten Geistes den Dualismus zwischen Natur und Freiheit erfolgreich aufhebt. Der absolute Geist als die absolute Selbstverwirklichung der Freiheit fasst nicht bloß die Möglichkeit der Freiheit in Begriffen wie bei Kant, sondern auch ihre Verwirklichung. Der Begriff des absoluten Geistes gibt Hegel eine Möglichkeit, die Kant fehlt. Einerseits ist Kants Philosophie nicht in der Lage zu entscheiden, ob die Phänomene letztlich Illusionen sind oder nicht. Andererseits begründet Kant nicht, warum es trotzdem Gegenstände für uns gibt. Hegels Phänomenologie verspricht uns dagegen die Möglichkeit, die Dinge, wie sie wirklich sind, zu erkennen. Damit zeigt er, dass Phänomene keine Illusionen sind, sondern Substanz haben. Die Frage ist jedoch, ob Hegel seine Erweiterung zum absoluten Wissen gegenüber Kant verteidigen kann. Hat Hegel das Faktum der Vernunft als weitere praktische Begründung der transzendentale Deduktion richtig verstanden? Um dies zu prüfen, vergleiche ich Hegels Phänomenologie des Geistes mit Kants Kritik der praktischen Vernunft.
Hegels Begriff der Anerkennung als Modell für eine Gesellschaftstheorie der Gegenwart
Individualität und Intersubjektivität in der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes oder was ist eine Person?
Legt man der Person Selbständigkeit und Individualität als Charakteristika zugrunde, wie es vor dem Hintergrund des Fichteschen Freiheitsverständnisses unerläßlich zu sein scheint, ergibt sich das Problem, welchen Platz sie innerhalb des notwendigen und geschlossenen Begründungszusammenhangs eines Systems einnehmen könnte. Kann die Einbettung der Person in ein System also überhaupt gelingen oder stehen sich beide Begriffe konträr gegenüber? Aufgabe und Ziel meiner Dissertation ist es, auf diese Frage eine Antwort zu geben, wobei insbesondere zu untersuchen ist, wie die Individualität der Person konzipiert wird, welche Art Freiheit bei Fichte zum Tragen kommt, ob die Intersubjektivitätstheorie einen Spiegel konkreter, alltäglicher Interaktionen bildet und inwiefern die Erkenntnis anderer Vernunftwesen als solcher sowie deren Kommunikation untereinander im monologischen Rahmen der Wissenschaftslehre erklärt werden kann.
Die Entwicklung des Anerkennungsbegriffs bei Hegel
Il Problema dell’accesso alla dottrina della scienza di J.G. Fichte
Kritik und Freiheit. Hegels Begriff absoluten Wissens als Bedingung von Rationalität
Die Arbeit soll zeigen, dass Hegels Begriff absoluten Wissens eine notwendige Bedingung gelingender Anerkennungsbeziehungen ist. Daraus ergibt sich eine komplexe Theorie der sozialen Strukturen von Rationalität, welche sich jenseits der gegenwärtig verhandelten Explikationsansätze bewegt.
Forschungsveranstaltungen
Modernités romantiques: enjeux d’une relecture
Symposium über die europäische Romantik und deren philosophischen Probleme.


