Anerkennungstheorie
Anerkennungstheorie umfasst die im Deutschen Idealismus (Fichte, Hegel) aufkommenden Versuche, Phänomene wie Normativität, individuelle wie kollektive Identität und Weltverständnis aus interpersonalen Handlungs- und Erkenntnisbeziehungen zu erklären. Die Anerkennungstheorie genießt heutzutage hohe Popularität im anglo-amerikanischen Bereich und der Frankfurter Schule (v.a. Honneth). Sie gehört auch zu einem der Themenschwerpunkte des Netzwerkes.
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Forschungsveranstaltungen
Ich – Du – Er, Sie, Es Subjekt und Gehirn – Mensch und Natur
Im Ich tritt die Person als Subjekt des Denkens, Fühlens und Handelns in den Vordergrund. In der dritten Person des Er, Sie und Es wird die Person verobjektiviert und epistemischer Gegenstand. Das Du wiederum eröffnet die interpersonale Dimension und damit den wechselseitigen Bezug zweier Subjekte. Dieser grundlegende Topos bildet die systematische Folie für das diesjährige Thema der Arbeitstagung, das die Referenten aus unterschiedlichen historischen und systematischen Perspektiven bearbeiten.
Die Stellung des Menschen im naturwissenschaftlich-technischen Zeitalter – Transzendentalphilosophie und Szientismus
Im Licht der modernen Naturwissenschaften scheinen zahlreiche Fragen der Philosophie erledigt zu sein. Um diese komplexe Fragen nicht vorschnell in einseitige Reduktionismen aufzulösen, gilt es, die zugrunde liegenden theoretischen und praktischen Kategorien kritisch und unvoreingenommen mit Blick auf die Ansprüche der modernen Naturwissenschaften einerseits und auf ein aufgeklärtes philosophische Selbstverständnis des Menschen andererseits zu untersuchen.
Fichte und die praktische Philosophie der Gegenwart
Leiblichkeit – Interpersonalität – Anerkennung. Transzendentalphilosophie und Person (Teil II)
Leiblichkeit – Interpersonalität – Anerkennung. Transzendentalphilosophie und Person (Teil I)
Sittenlehre 1798 und 1812. 3. Internationale Tagung der J. G. Fichte-Arbeitsgruppe, Berlin
Lehrveranstaltungen
Theorien des Selbstbewusstseins von Kant bis heute
Theorien der Anerkennung
Das Problem der Moralphilosophie im Anschluss an Kant
Im Seminar sollen zunächst die Grundlagen der Kantischen Moralphilosophie an Hand seiner Achtungstheorie gemeinsam erarbeitet werden, um im Anschluss daran Kritiken bekannter und weniger bekannter Denker wie Friedrich Schiller, Karl Leonhard Reinhold, August Wilhelm Rehberg und Hermann Andreas Pistorius auf ihre Stichhaltigkeit hin zu prü-fen. Vorkenntnisse der Kantischen (Moral-)Philosophie sind dabei er-wünscht, werden jedoch nicht vorausgesetzt.
Publikationen
Self-preservation and self-consciousness. Hegel’s critique of a Spinozian concept
In der »Phänomenologie des Geistes« zeigt Hegel die strukturelle Nähe von natürlichem und geistigem Leben anhand der Begriff »Selbsterhaltung« und »Selbstbewusstsein« auf. Darin findet sich eine Kritik von Spinozas Konzeption des conatus, den Hegel durch Fichtes Idee des Ich ergänzt.


