Anerkennungstheorie

Anerkennungstheorie umfasst die im Deutschen Idealismus (Fichte, Hegel) aufkommenden Versuche, Phänomene wie Normativität, individuelle wie kollektive Identität und Weltverständnis aus interpersonalen Handlungs- und Erkenntnisbeziehungen zu erklären. Die Anerkennungstheorie genießt heutzutage hohe Popularität im anglo-amerikanischen Bereich und der Frankfurter Schule (v.a. Honneth). Sie gehört auch zu einem der Themenschwerpunkte des Netzwerkes.

Wir verweisen auf den vertiefenden Lexikoneintrag Anerkennungstheorie, an dessen Gestaltung wir Sie herzlich einladen mitzuarbeiten. Senden Sie uns einfach Ihren qualifizierten Beitrag!

Forschungsprojekte

„Hegels Idee der europäischen Moderne und deren Relevanz für die aktuelle philosophische Debatte“

Wissenschaftliches Projekt Dr. Alberto L. Siani
Laufzeit: 1.02.2011 - 1.01.2013

Die Achtung der Vernunft. Zum Verhältnis von Anthropologie und Metaphysik in Kants Theorie des moralischen Gefühls der Achtung

Magister / Master / Diplom Jörg U. Noller, M.A.
Laufzeit: 1.10.2008 - 31.03.2009

Eine historisch-systematische Untersuchung der Kantischen Theorie des moralischen Gefühls der Achtung.

Moralität und Bewusstsein. Die Grenzen der Reflexionsphilosophie

Promotion Arthur Kok, M.A.
Laufzeit: 1.08.2008 - 1.08.2011

Ich untersuche, ob Hegels Begriff des absoluten Geistes den Dualismus zwischen Natur und Freiheit erfolgreich aufhebt. Der absolute Geist als die absolute Selbstverwirklichung der Freiheit fasst nicht bloß die Möglichkeit der Freiheit in Begriffen wie bei Kant, sondern auch ihre Verwirklichung. Der Begriff des absoluten Geistes gibt Hegel eine Möglichkeit, die Kant fehlt. Einerseits ist Kants Philosophie nicht in der Lage zu entscheiden, ob die Phänomene letztlich Illusionen sind oder nicht. Andererseits begründet Kant nicht, warum es trotzdem Gegenstände für uns gibt. Hegels Phänomenologie verspricht uns dagegen die Möglichkeit, die Dinge, wie sie wirklich sind, zu erkennen. Damit zeigt er, dass Phänomene keine Illusionen sind, sondern Substanz haben. Die Frage ist jedoch, ob Hegel seine Erweiterung zum absoluten Wissen gegenüber Kant verteidigen kann. Hat Hegel das Faktum der Vernunft als weitere praktische Begründung der transzendentale Deduktion richtig verstanden? Um dies zu prüfen, vergleiche ich Hegels Phänomenologie des Geistes mit Kants Kritik der praktischen Vernunft.

Hegels Begriff der Anerkennung als Modell für eine Gesellschaftstheorie der Gegenwart

Promotion Dr. Wibke Katharina Ehrmann
Laufzeit: 1.07.2007 - 1.09.2009

Individualität und Intersubjektivität in der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes oder was ist eine Person?

Promotion Daniela Schmidt, M.A.
Laufzeit: 1.04.2007 - 30.09.2011

Legt man der Person Selbständigkeit und Individualität als Charakteristika zugrunde, wie es vor dem Hintergrund des Fichteschen Freiheitsverständnisses unerläßlich zu sein scheint, ergibt sich das Problem, welchen Platz sie innerhalb des notwendigen und geschlossenen Begründungszusammenhangs eines Systems einnehmen könnte. Kann die Einbettung der Person in ein System also überhaupt gelingen oder stehen sich beide Begriffe konträr gegenüber? Aufgabe und Ziel meiner Dissertation ist es, auf diese Frage eine Antwort zu geben, wobei insbesondere zu untersuchen ist, wie die Individualität der Person konzipiert wird, welche Art Freiheit bei Fichte zum Tragen kommt, ob die Intersubjektivitätstheorie einen Spiegel konkreter, alltäglicher Interaktionen bildet und inwiefern die Erkenntnis anderer Vernunftwesen als solcher sowie deren Kommunikation untereinander im monologischen Rahmen der Wissenschaftslehre erklärt werden kann.

Die Entwicklung des Anerkennungsbegriffs bei Hegel

Magister / Master / Diplom Dr. Wibke Katharina Ehrmann
Laufzeit: 1.06.2005 - 1.12.2005

Il Problema dell’accesso alla dottrina della scienza di J.G. Fichte

Magister / Master / Diplom Federico Ferraguto
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Kritik und Freiheit. Hegels Begriff absoluten Wissens als Bedingung von Rationalität

Promotion Jan-Philipp Disselbeck, M.A.
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Die Arbeit soll zeigen, dass Hegels Begriff absoluten Wissens eine notwendige Bedingung gelingender Anerkennungsbeziehungen ist. Daraus ergibt sich eine komplexe Theorie der sozialen Strukturen von Rationalität, welche sich jenseits der gegenwärtig verhandelten Explikationsansätze bewegt.

Forschungsveranstaltungen

Modernités romantiques: enjeux d’une relecture

Tagung Dr. Augustin Dumont, Prof. Dr. Laurent Van Eynde, Dr. Olivier Schefer
Laufzeit: 17.04.2008 - 18.04.2008

Symposium über die europäische Romantik und deren philosophischen Probleme.

Ich – Du – Er, Sie, Es Subjekt und Gehirn – Mensch und Natur

Tagung Prof. Dr. Christoph Asmuth, Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Laufzeit: 21.02.2008 - 23.02.2008

Im Ich tritt die Person als Subjekt des Denkens, Fühlens und Handelns in den Vordergrund. In der dritten Person des Er, Sie und Es wird die Person verobjektiviert und epistemischer Gegenstand. Das Du wiederum eröffnet die interpersonale Dimension und damit den wechselseitigen Bezug zweier Subjekte. Dieser grundlegende Topos bildet die systematische Folie für das diesjährige Thema der Arbeitstagung, das die Referenten aus unterschiedlichen historischen und systematischen Perspektiven bearbeiten.