Praktische Philosophie
Die praktische Philosophie beschäftigt sich mit zum individuellen und kollektiven Handeln des Menschen gehörigen Phänomenen wie Motivation, Regulation/Ordnung und Zielsetzung. In ihrem Zentrum stehen dabei Genese und Legitimation von Normativität. Unter die praktische Philosophie fallen vor allem die Ethik, die Rechtsphilosophie, die Sozialphilosophie und die politische Philosophie.
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Forschungsprojekte
Probleme eines reduktionistischen Naturalismus
Die Arbeit beschäftigt sich mit den begrifflichen Problemen, an denen reduktionistische Naturalismen scheitern müssen.
Individualität und Intersubjektivität in der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes oder was ist eine Person?
Legt man der Person Selbständigkeit und Individualität als Charakteristika zugrunde, wie es vor dem Hintergrund des Fichteschen Freiheitsverständnisses unerläßlich zu sein scheint, ergibt sich das Problem, welchen Platz sie innerhalb des notwendigen und geschlossenen Begründungszusammenhangs eines Systems einnehmen könnte. Kann die Einbettung der Person in ein System also überhaupt gelingen oder stehen sich beide Begriffe konträr gegenüber? Aufgabe und Ziel meiner Dissertation ist es, auf diese Frage eine Antwort zu geben, wobei insbesondere zu untersuchen ist, wie die Individualität der Person konzipiert wird, welche Art Freiheit bei Fichte zum Tragen kommt, ob die Intersubjektivitätstheorie einen Spiegel konkreter, alltäglicher Interaktionen bildet und inwiefern die Erkenntnis anderer Vernunftwesen als solcher sowie deren Kommunikation untereinander im monologischen Rahmen der Wissenschaftslehre erklärt werden kann.
Point de vue transcendantal et philosophie appliquée chez J.G.Fichte. Le perspectivisme transcendantal comme épistémologie critique de l’éthique appliquée
Bei Fichte ist das systematische Problem der empirischen (politischen) Anwendung des transzendentalen Standpunktes von der transzendentalen Perspektivität der Wissenschaftslehre sowohl spekulativ begründet als auch heuristisch dynamisiert. Dieser transzendentale Perspektivismus sollte aktualisiert und ergänzt werden, um die Grundlage einer kritischen Epistemologie der angewandten Ethik im politischen Bereich zu konstituieren.
Moralische Selbst- und Welterkenntnis. Die Deduktion des kategorischen Imperativs in der Kantischen Philosophie
Die Studie versucht zu zeigen, dass das Begründungspotential von Kants „Deduktion“ des kategorischen Imperativs noch nicht ausgeschöpft ist. Die von Kant im dritten Teil seiner „Grundlegung“ gebrauchten Formulierungen von einer „Verstandeswelt“, die der „Sinnenwelt“ zugrunde liegt, und von einem „eigentlichen Selbst“ sind durchaus wörtlich zu nehmen: Die kritische Moralphilosophie zielt in ihrem Innersten auf eine fundamentale Wandlung der Selbst- und Welterkenntnis des fragenden Subjektes. Während es sowohl die theoretizistische als auch die existentialistische Interpretation des unbedingten Sollensanspruchs nicht vermocht haben, eine zureichende Antwort auf die Frage nach dem Grund des Sittengesetzes zu finden, zeigt eine erneute Auseinandersetzung mit Kants Argumenten, dass nur dessen originäre idealistische Begründung, die den reinen Willen als unbedingtes und zugleich wirklichkeitsbildendes Prinzip identifiziert, dazu in der Lage ist.
Authentizität und Konstruktion. Leib und Seele. Körper und Geist
Il destino della modernità. Arte e politica in Hegel (The Fate of Modernity. Art and Politics by Hegel).
Du problème de la communication de la philosophie à celui des philosophies de la communication.
Es handelt sich darum, das kommunikative Problem einer systematischen Rede zu betrachten. Die Analyse des Zusammenhangs zwischen der Rede und deren Instanziierung, der ein wichtige Problem in der Zeit des Deutschen Idealismus ist, kann als eine nützliche Vorarbeit für eine kritische Analyse der zeitgenossen Philosophien der Kommunilation betrachtet werden.
Zu den anthropologischen Grundlagen der politischen Philosophie Johann Gottlieb Fichtes
Gegenstand der Magisterarbeit war die Untersuchung der Fichtes politischer Philosophie zugrundeliegenden und dieselbe motivierenden Annahmen über Wesen und Natur des Menschen.


