Transzendentalphilosophie

Die Transzendentalphilosophie entwickelt sich seit Descartes durch die methodische Reflexion auf die konstitutiven Leistungen der Subjektivität, besser gesagt, der für alles Bewusst-Sein kennzeichnenden Subjekt-Objektivität für das Welt- und Selbstverständnis. In der Philosophie Kants erhält die Transzendentalphilosophie eine metaphysikkritische Wende. Gesichertes Wissen muss sich nicht nur an der empirischen Wirklichkeit erweisen, sondern bedarf ebenso der Rückversicherung durch eine transzendentallogisch fundierte Subjektivität, die die begründenden Funktionen der Wirklichkeits- und Moralkonstitution trägt. Im Deutschen Idealismus wurde ausgehend von den Kantischen Annahmen versucht, neue Formen einer kritischen Metaphysik zu entwickeln, die durch rekursiv-dialektische Argumentationsweisen darauf ausgehen, die dogmatischen Gestalten und Inhalte der traditionellen Metaphysik in eine wissenschaftlich, d.h. allgemein nachvollziehbare Form zu bringen. Insbesondere ist hier die Wissenschaftslehre Fichtes zu erwähnen, mit der eine rein transzendental-systematische Metaphysikkonzeption vorliegt. Das Netzwerk legt einen Schwerpunkt auf die Erforschung systematischer Transzendentalphilosophie, um die begrifflichen Instrumentarien der klassischen Philosophie zu erhalten und weiterzuentwickeln und so ihre systematische Leistungsfähigkeit in die gegenwärtigen Diskurse einzubringen.

Wir verweisen auf den vertiefenden Lexikoneintrag Transzendentalphilosophie, an dessen Gestaltung wir Sie herzlich einladen mitzuarbeiten. Senden Sie uns einfach Ihren qualifizierten Beitrag!

Forschungsprojekte

Karl Bühler und seine Bezugnahme auf Kants Transzendentale Ästhetik

Wissenschaftliches Projekt Prof. em. Dr. Dietrich Krusche
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

„Übergang von Moralität zu Sittlichkeit in Hegels Rechtsphilosophie“

Magister / Master / Diplom Dr. Kazimir Drilo
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Interpretation des Paragraphen 141 aus Hegels Philosophie des Rechts. Frage nach dem Mangel der Moralität und der Notwendigkeit des Übergangs zur Sittlichkeit.

„Leben aus der Perspektive des Absoluten. Perspektivwechsel und Aneignung in der Philosophie Hegels“

Promotion Dr. Kazimir Drilo
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Entwicklung des Zusammenhangs vom Lebensbegriff und dem Begriff des Absoluten von der Differenzschrift bis zur Phänomenologie des Geistes. Einheit von Erkennen und Leben.

„Das Zusammenspiel von Spekulation und Vorstellung in Hegels enzyklopädischem System“

Wissenschaftliches Projekt Dr. Kazimir Drilo
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Das Verhältnis von Spekulation und Vorstellung in Hegels Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften.

Negative Erkenntnis: Die Theorie des Irrtums und die Logik des Scheins bei Lambert und Kant.

Promotion Dipl. (FH), M.A. Martin Hammer
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Forschungsveranstaltungen

Quanten-Quasi-Geist oder transzendentaler Pan-Morphismus: Einige Vorschläge, anhand einer grundlegend revidierten Sicht von ›Pan-Psychismus‹ einer Lösung des Leib-Seele- bzw. Gehirn-Bewußtseinsproblems näher zu kommen

Vortrag Prof. Dr. Harald Holz
Laufzeit: 1.11.2017 - 1.11.2017

Anthropologie in der Klassischen Deutschen Philosophie

Tagung Prof. Dr. Christoph Asmuth, Eva Schneider, M.A.
Laufzeit: 7.06.2017 - 24.02.2018

Weltbürgerliche Perspektive und nationale Weltansichten:Die Dialektik des Kosmopolitismus in der deutschen klassischen Philosophie

Tagung Prof. Dr. Christoph Asmuth, Quentin Landenne, M.A.
Laufzeit: 25.07.2016 - 21.01.2017

THE GENESIS OF THE IDEA OF SYSTEM IN GERMANY

Workshop Dr. Augustin Dumont
Laufzeit: 26.05.2016 - 4.11.2016

Eine Lichtung des deutschen Waldes – Mystik, Idealismus und Romantik

Workshop -- --, PD Dr. Andrés Quero-Sánchez, Prof. Dr. Dietmar Mieth und Prof. Dr. Markus Vinzent
Laufzeit: 29.03.2016 - 22.05.2016