Transzendentalphilosophie

Die Transzendentalphilosophie entwickelt sich seit Descartes durch die methodische Reflexion auf die konstitutiven Leistungen der Subjektivität, besser gesagt, der für alles Bewusst-Sein kennzeichnenden Subjekt-Objektivität für das Welt- und Selbstverständnis. In der Philosophie Kants erhält die Transzendentalphilosophie eine metaphysikkritische Wende. Gesichertes Wissen muss sich nicht nur an der empirischen Wirklichkeit erweisen, sondern bedarf ebenso der Rückversicherung durch eine transzendentallogisch fundierte Subjektivität, die die begründenden Funktionen der Wirklichkeits- und Moralkonstitution trägt. Im Deutschen Idealismus wurde ausgehend von den Kantischen Annahmen versucht, neue Formen einer kritischen Metaphysik zu entwickeln, die durch rekursiv-dialektische Argumentationsweisen darauf ausgehen, die dogmatischen Gestalten und Inhalte der traditionellen Metaphysik in eine wissenschaftlich, d.h. allgemein nachvollziehbare Form zu bringen. Insbesondere ist hier die Wissenschaftslehre Fichtes zu erwähnen, mit der eine rein transzendental-systematische Metaphysikkonzeption vorliegt. Das Netzwerk legt einen Schwerpunkt auf die Erforschung systematischer Transzendentalphilosophie, um die begrifflichen Instrumentarien der klassischen Philosophie zu erhalten und weiterzuentwickeln und so ihre systematische Leistungsfähigkeit in die gegenwärtigen Diskurse einzubringen.

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Forschungsprojekte

Ontologie und Transzendentalphilosophie in Heideggers Kantdeutung

Magister / Master / Diplom Dr. Elena Ficara
Laufzeit: 1.10.1999 - 31.07.2000

Analyse des Verhältnisses von Transzendentalphilosophie und Ontologie bei Kant und in Heideggers Kantdeutung

Bildlichkeit. Theorie des Bildbegriffs

Publikationsprojekt Prof. Dr. Christoph Asmuth
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

»Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte 1800-1806«

Promotion Prof. Dr. Christoph Asmuth
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

„Interpretation – Transformation. Das Platonbild bei Fichte, Schelling, Hegel, Schleiermacher und Schopenhauer und das Legitimationsproblem der Philosophiegeschichte“

Habilitation Prof. Dr. Christoph Asmuth
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Aspetti metodologici e sistematici del problema dell’introduzione alla dottrina della scienza di J.G. Fichte

Promotion Federico Ferraguto
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Il Problema dell’accesso alla dottrina della scienza di J.G. Fichte

Magister / Master / Diplom Federico Ferraguto
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Kultur – System – Geschichte. Klassische deutsche Philosophie in systematischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive (Königshausen & Neumann, Würzburg)

Publikationsprojekt Prof. Dr. Christoph Asmuth, Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Publikationsreihe für Monographien und Sammelbände im Bereich der systematischen Erforschung von Transzendentalphilosophie und klassischen deutschen Philosophie.

Kants Ideenlehre

Magister / Master / Diplom Jan-Philipp Disselbeck, M.A.
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Die Arbeit rekonstruiert ausgehend vom Anhang zur transzendentalen Dialektik in der Kritik der reinen Vernunft Systematizität als notwendige Bedingung des Gegenstandsbezugs von Urteilen und erweitert so die Kantische Theorie des Gegenstandsbezugs, die in der Transzendentalen Analytik unvollständig bleibt.

Kritik und Freiheit. Hegels Begriff absoluten Wissens als Bedingung von Rationalität

Promotion Jan-Philipp Disselbeck, M.A.
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Die Arbeit soll zeigen, dass Hegels Begriff absoluten Wissens eine notwendige Bedingung gelingender Anerkennungsbeziehungen ist. Daraus ergibt sich eine komplexe Theorie der sozialen Strukturen von Rationalität, welche sich jenseits der gegenwärtig verhandelten Explikationsansätze bewegt.

Kommunikationstheorie

Wissenschaftliches Projekt Prof. em. Dr. Dietrich Krusche
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999