Transzendentalphilosophie
Die Transzendentalphilosophie entwickelt sich seit Descartes durch die methodische Reflexion auf die konstitutiven Leistungen der Subjektivität, besser gesagt, der für alles Bewusst-Sein kennzeichnenden Subjekt-Objektivität für das Welt- und Selbstverständnis. In der Philosophie Kants erhält die Transzendentalphilosophie eine metaphysikkritische Wende. Gesichertes Wissen muss sich nicht nur an der empirischen Wirklichkeit erweisen, sondern bedarf ebenso der Rückversicherung durch eine transzendentallogisch fundierte Subjektivität, die die begründenden Funktionen der Wirklichkeits- und Moralkonstitution trägt. Im Deutschen Idealismus wurde ausgehend von den Kantischen Annahmen versucht, neue Formen einer kritischen Metaphysik zu entwickeln, die durch rekursiv-dialektische Argumentationsweisen darauf ausgehen, die dogmatischen Gestalten und Inhalte der traditionellen Metaphysik in eine wissenschaftlich, d.h. allgemein nachvollziehbare Form zu bringen. Insbesondere ist hier die Wissenschaftslehre Fichtes zu erwähnen, mit der eine rein transzendental-systematische Metaphysikkonzeption vorliegt. Das Netzwerk legt einen Schwerpunkt auf die Erforschung systematischer Transzendentalphilosophie, um die begrifflichen Instrumentarien der klassischen Philosophie zu erhalten und weiterzuentwickeln und so ihre systematische Leistungsfähigkeit in die gegenwärtigen Diskurse einzubringen.
Wir verweisen auf den vertiefenden Lexikoneintrag Transzendentalphilosophie, an dessen Gestaltung wir Sie herzlich einladen mitzuarbeiten. Senden Sie uns einfach Ihren qualifizierten Beitrag!
Forschungsprojekte
„Übergang von Moralität zu Sittlichkeit in Hegels Rechtsphilosophie“
Interpretation des Paragraphen 141 aus Hegels Philosophie des Rechts. Frage nach dem Mangel der Moralität und der Notwendigkeit des Übergangs zur Sittlichkeit.
„Leben aus der Perspektive des Absoluten. Perspektivwechsel und Aneignung in der Philosophie Hegels“
Entwicklung des Zusammenhangs vom Lebensbegriff und dem Begriff des Absoluten von der Differenzschrift bis zur Phänomenologie des Geistes. Einheit von Erkennen und Leben.
„Das Zusammenspiel von Spekulation und Vorstellung in Hegels enzyklopädischem System“
Das Verhältnis von Spekulation und Vorstellung in Hegels Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften.
Negative Erkenntnis: Die Theorie des Irrtums und die Logik des Scheins bei Lambert und Kant.
Forschungsveranstaltungen
Negative Philosophy - Philosophy of Negation: The Concept of the Negative in Classical German Philosophy
The Research Network for Transcendental Philosophy and German Idealism welcomes the submissions of abstracts of approximately 300 words on the theme of “Negative Philosophy.” Although English is preferred, papers in either English or German are welcome.


