Transzendentalphilosophie

Die Transzendentalphilosophie entwickelt sich seit Descartes durch die methodische Reflexion auf die konstitutiven Leistungen der Subjektivität, besser gesagt, der für alles Bewusst-Sein kennzeichnenden Subjekt-Objektivität für das Welt- und Selbstverständnis. In der Philosophie Kants erhält die Transzendentalphilosophie eine metaphysikkritische Wende. Gesichertes Wissen muss sich nicht nur an der empirischen Wirklichkeit erweisen, sondern bedarf ebenso der Rückversicherung durch eine transzendentallogisch fundierte Subjektivität, die die begründenden Funktionen der Wirklichkeits- und Moralkonstitution trägt. Im Deutschen Idealismus wurde ausgehend von den Kantischen Annahmen versucht, neue Formen einer kritischen Metaphysik zu entwickeln, die durch rekursiv-dialektische Argumentationsweisen darauf ausgehen, die dogmatischen Gestalten und Inhalte der traditionellen Metaphysik in eine wissenschaftlich, d.h. allgemein nachvollziehbare Form zu bringen. Insbesondere ist hier die Wissenschaftslehre Fichtes zu erwähnen, mit der eine rein transzendental-systematische Metaphysikkonzeption vorliegt. Das Netzwerk legt einen Schwerpunkt auf die Erforschung systematischer Transzendentalphilosophie, um die begrifflichen Instrumentarien der klassischen Philosophie zu erhalten und weiterzuentwickeln und so ihre systematische Leistungsfähigkeit in die gegenwärtigen Diskurse einzubringen.

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Publikationen

Die Deduktion der transzendentalen Apperzeption

Vortragsmanuskript Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2006

Analytische Mißverständnisse. Zum Verhältnis von Ontologie und Möglichkeitsbedingungen

noch nicht veröffentlicht Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2006

Die Wissenschaftslehre und ihre derivativen Disziplinen

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2005

Der Vortrag versucht eine Plausibilisierung der höchst abstrakten Argumentationsebene der Fichte`schen Wissenschaftslehre durch Hinzuziehung ihres Verhältnisses zu den angewandten Disziplinen.

‘Reflexions-Aberglaube’. Hegels Kritik an der Transzendentalphilosophie Fichtes

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Christoph Asmuth
Jahr: 2005

Beitrag für den kooperativen Kommentar zur Transzendentalen Logik I von 1812 von Johann Gottlieb Fichte

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2004

Es handelt sich um das seit 2001 laufende Projekt, die späten wissenschaftlichen Schriften Fichtes zu sichten und innerhalb eines kooperativen Kommentars zu beschreiben, um diese hermetischen Texte der philosophischen Öffentlichkeit zu erschließen.

Eine implizite Platon-Rezeption bei Fichte: Die Theorie des Gesichts

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Christoph Asmuth
Jahr: 2003

Metaphysik und Historie bei J. G. Fichte

Zeitschriftenartikel Prof. Dr. Christoph Asmuth
Jahr: 2003

Philosophie de l’imagination – philosophie comme imagination. La Bildlehre de J.G. Fichte

Sammelbandbeitrag Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto
Jahr: 2003

Beitrag für den kooperativen Kommentar zur Wissenschaftslehre 1811 von Johann Gottlieb Fichte.

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2002

Es handelt sich um das seit 2001 laufende Projekt, die späten wissenschaftlichen Schriften Fichtes zu sichten und innerhalb eines kooperativen Kommentars zu beschreiben, um diese hermetischen Texte der philosophischen Öffentlichkeit zu erschließen.

Riflessione e riflessibilità: il rapporto tra logica trascendentale e dottrina della scienza nella prima Transscendentale Logik di J. G. Fichte (aprile-agosto 1812)

Zeitschriftenartikel Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto
Jahr: 2000