Transzendentalphilosophie

Die Transzendentalphilosophie entwickelt sich seit Descartes durch die methodische Reflexion auf die konstitutiven Leistungen der Subjektivität, besser gesagt, der für alles Bewusst-Sein kennzeichnenden Subjekt-Objektivität für das Welt- und Selbstverständnis. In der Philosophie Kants erhält die Transzendentalphilosophie eine metaphysikkritische Wende. Gesichertes Wissen muss sich nicht nur an der empirischen Wirklichkeit erweisen, sondern bedarf ebenso der Rückversicherung durch eine transzendentallogisch fundierte Subjektivität, die die begründenden Funktionen der Wirklichkeits- und Moralkonstitution trägt. Im Deutschen Idealismus wurde ausgehend von den Kantischen Annahmen versucht, neue Formen einer kritischen Metaphysik zu entwickeln, die durch rekursiv-dialektische Argumentationsweisen darauf ausgehen, die dogmatischen Gestalten und Inhalte der traditionellen Metaphysik in eine wissenschaftlich, d.h. allgemein nachvollziehbare Form zu bringen. Insbesondere ist hier die Wissenschaftslehre Fichtes zu erwähnen, mit der eine rein transzendental-systematische Metaphysikkonzeption vorliegt. Das Netzwerk legt einen Schwerpunkt auf die Erforschung systematischer Transzendentalphilosophie, um die begrifflichen Instrumentarien der klassischen Philosophie zu erhalten und weiterzuentwickeln und so ihre systematische Leistungsfähigkeit in die gegenwärtigen Diskurse einzubringen.

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Publikationen

Revolution der Gesinnung und Vollendung der Freiheit. Wesen und Möglichkeit höherer Lebensformen bei Kant und Fichte.

Sammelbandbeitrag Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2007

Vergleicht die Moraltheorien von Kant und Fichte unter begrünungstheoretischer Perspektive - und zeigt einen Fehler im Ansatz Kants.

Wie das Subjekt aufs Fahrrad kommt

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Christoph Asmuth
Jahr: 2007

Transzendentalphilosophie oder absolute Metaphysik? Grundsätzliche Fragen an Fichtes Spätphilosophie

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Christoph Asmuth
Jahr: 2007

Realismus und Idealismus oder: Werden philosophische Probleme entschieden?

Zeitschriftenartikel Prof. Dr. Christoph Asmuth
Jahr: 2007

Personales Handeln nach der Vernunft. Die anthropologische Transformation des transzendentalen Idealismus Fichtes im 20. Jahrhundert

Sammelbandbeitrag Dr. Christoph Binkelmann
Jahr: 2007

Darstellung der Einflüsse von Fichtes Denken auf die philosophische Anthropologie Schelers, Gehlens und Plessners.

Ist die Identität des Selbstbewußtseins in Fichtes System unerreichbar? Hegels methodologische Kritik in der Differenzschrift

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2007

Wissen und Gewissheit. Fichte und die Wiederkehr der Religion (Sammelrezension)

Rezension Dr. Christoph Binkelmann
Jahr: 2007

Rezension von:
- Ghia, Guido: J.G. Fichte und die Theologie. Hamburg 2005.
- Tilliette, Xavier: Fichte. La science et la liberté. Paris 2003.
- Brito, Emilio: J.G. Fichte et la transformation du christianisme. Louvain 2004.
- Pecina, Björn: Fichtes Gott. Vom Sinn der Freiheit zur Liebe des Seins. Tübingen 2007.
- Barth, Roderich: Absolute Wahrheit und endliches Wahrheitsbewusstsein. Tübingen 2004.
- Oesterreich, Peter - Traub, Hartmut: Der ganze Fichte. Stuttgart 2006.

Fichte und die praktische Philosophie der Gegenwart

Vortragsmanuskript Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2007

Genèse et récursivité: la déduction des catégories dans la Doctrine de la Science 1805 de J.G. Fichte

Zeitschriftenartikel Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto
Jahr: 2007

Kennt Kants Kritik der reinen Vernunft den menschlichen Körper?

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2006