Transzendentalphilosophie

Die Transzendentalphilosophie entwickelt sich seit Descartes durch die methodische Reflexion auf die konstitutiven Leistungen der Subjektivität, besser gesagt, der für alles Bewusst-Sein kennzeichnenden Subjekt-Objektivität für das Welt- und Selbstverständnis. In der Philosophie Kants erhält die Transzendentalphilosophie eine metaphysikkritische Wende. Gesichertes Wissen muss sich nicht nur an der empirischen Wirklichkeit erweisen, sondern bedarf ebenso der Rückversicherung durch eine transzendentallogisch fundierte Subjektivität, die die begründenden Funktionen der Wirklichkeits- und Moralkonstitution trägt. Im Deutschen Idealismus wurde ausgehend von den Kantischen Annahmen versucht, neue Formen einer kritischen Metaphysik zu entwickeln, die durch rekursiv-dialektische Argumentationsweisen darauf ausgehen, die dogmatischen Gestalten und Inhalte der traditionellen Metaphysik in eine wissenschaftlich, d.h. allgemein nachvollziehbare Form zu bringen. Insbesondere ist hier die Wissenschaftslehre Fichtes zu erwähnen, mit der eine rein transzendental-systematische Metaphysikkonzeption vorliegt. Das Netzwerk legt einen Schwerpunkt auf die Erforschung systematischer Transzendentalphilosophie, um die begrifflichen Instrumentarien der klassischen Philosophie zu erhalten und weiterzuentwickeln und so ihre systematische Leistungsfähigkeit in die gegenwärtigen Diskurse einzubringen.

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Publikationen

Enthusiasmus und Skepsis. Das europäische Pendel

Sammelbandbeitrag Dr. Christoph Binkelmann
Jahr: 2008

In seinen Vorlesungen zur Transzendentalphilosophie entwickelt Friedrich Schlegel eine Theorie des Wissens, die vor allem die Bestandteile Enthusiasmus und Skepsis betont: ein Moment unmittelbarer, glaubensähnlicher Gewissheit sowie ein Moment der zweifelnd-reflexiven Distanz. Daraus entwickelt Schlegel sein Verständnis der Religion.

Wer oder was ist das Absolute?

Vortragsmanuskript Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2008

Leggere Fichte

Sammelband Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto
Jahr: 2008

Appercezione trascendentale e ricorsività: la logica trascendentale come teoria dell’immagine (Transzendentale LogikII, lezione XX)

Sammelbandbeitrag Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto
Jahr: 2008

Fichtes transzendentalphilosophische Methode und die Leib-Seele- / Körper-Geist-Dichotomie

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2007

Der ganze Fichte. Die populäre, wissenschaftliche und metaphilosophische Erschließung der Welt.

Rezension Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2007

Gibt einen Überblick über den Inhalt des Buches und versucht einige Problemmarkierungen.

System – Freiheit – Loos: Zur den letzten Reflexionen Fichtes von 1813 in Bezug auf einen alten Streitpunkt mit Schelling

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2007

Der Vortrag vergleicht die begründungstheoretischen Konfrontationen zwischen Schelling und Fichte.

Der Satz vom Grund und seine Kritik – Zur Problematik von Gestalt und Begründung der transzendentalen Metaphysik Arthur Schopenhauers.

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2007

Der Vortrag vergleicht die Philosophien von Fichte und Schopenhauer und versucht sie in den Kontext gegenwärtiger philosophischer Problemstellungen einzuordnen.

Wilhelm Weischedels Grundlegungsversuch einer Philosophischen Theologie im Zeitalter des Nihilismus und ein Gedanke Fichtes

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2007

Der Aufsatz untersucht die Möglichkeiten der Religion aus Sicht einer modernen Transzendentalphilosophie.

Beitrag zum kooperativen Kommentar zur Wissenschaftslehre 1810 von Johann Gottlieb Fichte.

unveröffentlicht Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2007

Es handelt sich um das seit 2001 laufende Projekt, die späten wissenschaftlichen Schriften Fichtes zu sichten und innerhalb eines kooperativen Kommentars zu beschreiben, um diese hermetischen Texte der philosophischen Öffentlichkeit zu erschließen.