Metaphysik

Metaphysik ist die Grundlagendisziplin der Philosophie (daher auch ihre Bezeichnung »prima philosophia«). Sie fragt nach den letzten Gründen, Prinzipien und Grundstrukturen des Wissens und der Wirklichkeit als ganzer. Ihre Ausrichtung ist daher systematisch; sie beschreibt die Voraussetzungen (begrifflichen Fundamente) der speziellen Disziplinen der Philosophie wie auch der Einzelwissenschaften. Traditionell versteht man unter Metaphysik in erster Linie die Ontologie. Das Netzwerk legt hingegen einen besonderen Fokus auf die transzendentalphilosophische Version der Metaphysik, welcher sich im Gegensatz zu den ontologischen durch einen radikal-selbstbezüglichen Anspruch auszeichnet, selbst noch die eigenen begrifflichen Voraussetzungen einer Prüfung und Begründung zu unterziehen. So verstanden kann die transzendentalphilosophische Variante der Metaphysik dem Dogmatismus entgegengesetzt werden.

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Publikationen

Realismus und Idealismus oder: Werden philosophische Probleme entschieden?

Zeitschriftenartikel Prof. Dr. Christoph Asmuth
Jahr: 2007

Personales Handeln nach der Vernunft. Die anthropologische Transformation des transzendentalen Idealismus Fichtes im 20. Jahrhundert

Sammelbandbeitrag Dr. Christoph Binkelmann
Jahr: 2007

Darstellung der Einflüsse von Fichtes Denken auf die philosophische Anthropologie Schelers, Gehlens und Plessners.

Ist die Identität des Selbstbewußtseins in Fichtes System unerreichbar? Hegels methodologische Kritik in der Differenzschrift

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2007

Wissen und Gewissheit. Fichte und die Wiederkehr der Religion (Sammelrezension)

Rezension Dr. Christoph Binkelmann
Jahr: 2007

Rezension von:
- Ghia, Guido: J.G. Fichte und die Theologie. Hamburg 2005.
- Tilliette, Xavier: Fichte. La science et la liberté. Paris 2003.
- Brito, Emilio: J.G. Fichte et la transformation du christianisme. Louvain 2004.
- Pecina, Björn: Fichtes Gott. Vom Sinn der Freiheit zur Liebe des Seins. Tübingen 2007.
- Barth, Roderich: Absolute Wahrheit und endliches Wahrheitsbewusstsein. Tübingen 2004.
- Oesterreich, Peter - Traub, Hartmut: Der ganze Fichte. Stuttgart 2006.

Fichte und die praktische Philosophie der Gegenwart

Vortragsmanuskript Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2007

Genèse et récursivité: la déduction des catégories dans la Doctrine de la Science 1805 de J.G. Fichte

Zeitschriftenartikel Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto
Jahr: 2007

Negativität. Hegels Lösung der Systemfrage in der Vorrede der Phänomenologie des Geistes

Zeitschriftenartikel Prof. Dr. Christoph Asmuth
Jahr: 2007

Die große Idee, die Hegel in der Phänomenologie des Geistes vorstellt und entfaltet, liegt in der Entdeckung der Bedeutung der Negativität. Negativität ist dabei mehr als ein nur formelles Verfahren. Negativität ist vielmehr ein Begriff, der die Realität selbst kennzeichnet. Sie stellt die Realität einerseits als subjekthaft vor; denn Negativität drückt als Prinzip aus, dass sich das Reale durch einen Prozess der Negation in ein Selbstverhältnis setzt. Andererseits stellt die Negativität die Realität auch als spannungsvoll, schmerzhaft und vergänglich vor. Diese Idee gewinnt Hegel vor allem in Auseinandersetzung mit Fichte und Schelling. Unbeschadet der berechtigten Nachfrage, ob Hegels Kritik berechtigt ist, lässt sich dennoch die argumentative Kraft dieses Entwurfs ermessen: Sie liegt in der Zuwendung zu den konkreten Phänomenen, ihren spezifischen Differenzen und ihrer substantiellen Einheit, die sie einem vernünftigen Nachvollzug zugänglich macht.

Kennt Kants Kritik der reinen Vernunft den menschlichen Körper?

Sammelbandbeitrag Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Jahr: 2006

Beitrag für den kooperativen Kommentar zur Wissenschaftslehre 1812 von Johann Gottlieb Fichte

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2006

Es handelt sich um das seit 2001 laufende Projekt, die späten wissenschaftlichen Schriften Fichtes zu sichten und innerhalb eines kooperativen Kommentars zu beschreiben, um diese hermetischen Texte der philosophischen Öffentlichkeit zu erschließen.

Die Bedeutung des Personbegriffs im Totalitarismus: Antwort auf die Frage, wieso der Totalitarismus ein moralisches Problem ist.

unveröffentlicht Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2006

Vortrag versucht einen Ansatzpunkt für eine Theorie massenhafter moralischer Insuffizienzt zu formulieren: Ein Teilprojekt auf der Suche nach einer »Theorie des totalitären Bösen«