Kultur- / Geschichtsphilosophie
Die Kulturphilosophie befasst sich mit sämtlichen menschlichen Äußerungen, die nicht als natürlich gelten - wie Sprache, Kunst, Wissenschaft, Religion usw. Allein ein kulturelles Wesen wie der Mensch hat Geschichte. Die Geschichtsphilosophie untersucht die kulturellen Entwicklungen der Menschheitsgeschichte nach Sinn, Teleologie und Gesetzlichkeit.
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Forschungsprojekte
„Interpretation – Transformation. Das Platonbild bei Fichte, Schelling, Hegel, Schleiermacher und Schopenhauer und das Legitimationsproblem der Philosophiegeschichte“
„Das Zusammenspiel von Spekulation und Vorstellung in Hegels enzyklopädischem System“
Das Verhältnis von Spekulation und Vorstellung in Hegels Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften.
Forschungsveranstaltungen
Anthropologie in der Klassischen Deutschen Philosophie
Schellings Philosophie der Mythologie: Die historisch-kritische Einleitung
In der historisch-kritischen Einleitung seiner Philosophie der Mythologie setzt sich Schelling mit der Frage nach der Entstehung und Funktion der Mythologie auseinander. Dabei werden die aktuellen Theorien einer radikalen Kritik unterzogen. Der These von der Mythologie als „Erfindung“ setzt der Philosoph ein grundsätzlich neues Konzept entgegen: Mythologie ist demnach ein Faktum, das dem Bewusstsein nicht erst im Ausgang von der Naturbetrachtung entsteht – sondern vielmehr umgekehrt, setzt das Bewusstsein die in ihm einem frühen Stadium seiner Entwicklung gemäß entstehenden Göttervorstellungen. Der symbolische Charakter der Mythologie erhält somit einen Wahrheitsanspruch, der von Schelling hier geltend gemacht wird. Mythologie aber wird zugleich gedacht als theogonischer Prozess und führt schließlich auf eine philosophische Verhältnisbestimmung von Monotheismus und Polytheismus, Gott und menschlichem Bewusstsein.
Der fünftägige Sommerkurs in Dubrovnik zielt darauf ab, in Form von Referaten, gemeinsamer Diskussion und Lektüre ausgewählter Textstellen tiefere Einblicke in den Text zu erarbeiten. Die Referate sollen dabei insbesondere die uns inzwischen verschlossenen (ideen-)geschichtlichen Bezüge Schellings sowie die argumentative Struktur der einzelnen Vorlesungen klären. Darüber hinaus können aber auch Referate vorgeschlagen werden, die über den Textbestand hinausgehen und verwandte Themen im Umfeld des Textes vorstellen.
»Krise« als strukturelle Signatur. DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst)- Hochschuldialog mit Südeuropa Programm zweijährig 2013
Der Raum der Krise. Die Rekonfiguration der Stadt und die Signaturen des Krisenbewusstseins in der städtischen Landschaft
Der Plagiatsvorwurf gegen I.H. Fichte
Transzendentalphilosophie XII. Die Rückkehr der Geschichtsphilosophie
Der Sommerkurs richtet sich an Studierende und Doktoranden der Philosophie und anderer Fächer. Es werden klassische Texte zur Geschichtsphilosophie gelesen und kritisch diskutiert werden. Besonderes Augenmerk gilt der Grundlegung und der Systematik einer Philosophie der Geschichte. Vorträge und Referate sind herzlich willkommen.


