Hermeneutik
Hermeneutik bedeutet allgemein die Kunst der Auslegung (Interpretation). Als moderne philosophische Position betont sie die Relevanz des Sinnverstehens von menschlichen Lebensäußerungen gegenüber dem naturwissenschaftlichen Erklären von Weltzuständen. Von daher rührt ihre traditionelle Verbundenheit mit den Geisteswissenschaften (wie bei Dilthey). Als bedeutendster Vertreter des 20. Jh. gilt Hans Georg Gadamer.
Wir verweisen auf den vertiefenden Lexikoneintrag Hermeneutik, an dessen Gestaltung wir Sie herzlich einladen mitzuarbeiten. Senden Sie uns einfach Ihren qualifizierten Beitrag!
Lehrveranstaltungen
Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus
Das Kolloquium öffnet sich allen, die ein Interesse an der Transzendentalphilosophie und der Philosophie des Deutschen Idealismus haben. Studierende, Magister-Kandidatinnen/ Kandidaten sowie Doktorandinnen/Doktoranden sind herzlich willkommen. Im Zentrum steht die Vorstellung von Forschungsarbeiten und Rezensionen zur klassischen deutschen Philosophie sowie zu verwandten Themen und philosophischen Richtungen. Das Programm fürs Sommersemester kann unter Detailansicht eingesehen werden.
Giambattista Vico: Liber metaphysicus
Gadamer, Wahrheit und Methode
Hegel, Einleitung in die Phänomenologie des Geistes
weitere Aktivitäten
Hegel-Arbeitskreis zu ausgewählten Schriften Hegels
Zurzeit: die Phänomenologie des Geistes.
Bei Interesse: Bitte Kontaktaufnahme unter k.u.gregor@a-priori.eu
Publikationen
Das Ich-Programm. Ein Versuch zur Ersten Person
The Method and the Methods of Philosophical Thought
Wilhelm Weischedels Grundlegungsversuch einer Philosophischen Theologie im Zeitalter des Nihilismus und ein Gedanke Fichtes
Der Aufsatz untersucht die Möglichkeiten der Religion aus Sicht einer modernen Transzendentalphilosophie.
Interpretation – Transformation. Das Platonbild bei Fichte, Schelling, Hegel, Schleierma-cher und Schopenhauer und das Legitimationsproblem der Philosophiegeschichte. Habili-tationsschrift, Göttingen 2006.
Das Verhältnis der Philosophie zu ihrer Geschichte ist – zumindest seit dem beginnenden 19. Jahrhundert – ein facettenreiches Problem: Die Vergänglichkeit philosophischer Positionen widerspricht dem Anspruch auf überzeitliche Geltung. Das Buch untersucht zunächst dieses Verhältnis, indem es konkret fünf exemplarische Positionen vorstellt, wie sich Philosophen zu einem Autor der Vergangenheit, nämlich dem antiken Autor Platon, verhalten. Dabei spannt die Untersuchung einen Bogen von J.G. Fichte, der Platon in den Dienst seines eigenen Pro-jektes, der Wissenschaftslehre stellt, über F.W.J. Schelling, der eine kantianische Transforma-tion Platons vornimmt, über G.W.F. Hegel, der Platon einspannt in die Entwicklung der eige-nen dialektischen Philosophiegeschichte, über Schleiermacher, der mit philologischem In-strumentarium Platon zu einem philosophischen Künstler stilisiert, bis zu Schopenhauer, der Platon integriert in die Vorgeschichte der Entdeckung eines blinden Weltwillens. Durch die Reflexion auf diese exemplarischen und selbst der Philosophiegeschichte angehörenden Posi-tionen ergibt sich der zweite, der systematische Teil des Buches. Interpretation und Trans-formation sind integrale Momente aller Beziehung der Philosophie auf ihre Geschichte. Das Spannungsfeld von Historismus und systematischem Philosophieren formiert einen dynami-schen Prozeß im Horizont der geschichtlich-kulturellen Selbstverständigung.


