Wissenschaftstheorie

Wissenschaftstheorie bezeichnet im allgemeinsten Sinne die theoretische Reflexion auf Grundlagen, Methoden und Zielsetzungen der Wissenschaft, insofern sie auf gültige Erkenntnis gerichtet ist. Sie ist von Disziplinen wie Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftspsychologie und Wissenschaftspolitologie zu unterscheiden, da diese sich nur auf vergangene oder gegenwärtige Wissenschaftspraxis beziehen. Gewöhnlich setzen moderne wissenschaftstheoretische Ansätze die Unterscheidung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften voraus, schreiben aber nur den empirischen Verfahren der Naturwissenschaften (Fallibilismus) eine objektive Erkenntnisfunktion zu. Das Netzwerk ist vor allem an systematisch-epistemologischen Ansätzen interessiert, die die Unterscheidung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften sowie die Voraussetzung der Empirie als legitimativer Letztinstanz kritisch reflektieren und stärker die konstitutiven Momente der Subjektivität herausstellen.

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Lehrveranstaltungen

Einführung in Hans Blumenbergs Metaphorologie

Proseminar Peter Neumann, M.A.
Laufzeit: 8.04.2013 - 12.07.2013

Das Seminar versteht sich als grundlegende Einführung in das Denken Hans Blumenbergs. Die leitende Fragestellung ist, welche systematische Relevanz Poetik, Metaphorik und Rhetorik für eine heutige Wissenschaftstheorie haben.

Wissenschaftstheorie und Ethik in den Gesundheitswissenschaften

Proseminar Jesper Lundsfryd Rasmussen
Laufzeit: 1.01.2013 - 1.01.2014

Klassische Deutsche Philosophie

Kolloquium Prof. Dr. Christoph Asmuth
Laufzeit: 13.09.2012 - 31.03.2013

Texte zum Skeptizismus von der Antike bis heute

Hauptseminar Dr. Christoph Binkelmann
Laufzeit: 1.04.2012 - 31.07.2012

Der Zweifel an der Möglichkeit und/oder Wirklichkeit von Wissen gehört seit der Antike zu den Grundzügen der Philosophie im Allgemeinen und dem Skeptizismus im Besonderen. Bis heute haben sich unzählige verschiedene Varianten des Skeptizismus herausgebildet. Sie unterscheiden sich entweder in ihrem wissenschaftlichen Status – als Theorie oder Lebensweise; oder in ihrem Gegenstandsbereich: ontologischer, epistemologischer, ethischer etc. Skeptizismus. Daraus ergeben sich die näheren Themen des Skeptizismus: die Existenz oder Erkennbarkeit der Außenwelt, des Fremdpsychischen, der Zweifel an der Rechtfertigung der Induktion, an der Realität der Vergangenheit etc. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit unternimmt das Seminar einen kursorischen Galopp durch die Geschichte des Skeptizismus von der Antike bis heute, der insbesondere die Themenvielfalt, aber auch mögliche Gemeinsamkeiten der skeptischen Positionen beleuchten soll.

David Humes „Traktat über die menschliche Natur“, Erstes Buch, Über den Verstand

Bachelor Jörg U. Noller, M.A.
Laufzeit: 19.10.2010 - 8.02.2011

Im Lektürekurs sollen folgende zentrale Auszüge aus dem ersten Buch des Traktats über die Menschliche Natur gemeinsam gelesen und diskutiert werden, wobei teilweise auch der englische Originaltext mit hinzugezogen werden soll: Erster Teil: Vorstellung (1.-7. Abschnitt); Zweiter Teil: Raum und Zeit (6. Abschnitt); Dritter Teil: Kausalität (1.-7.; 14. Abschnitt); Vierter Teil: Skeptizismus (1., 2., 6., 7. Abschnitt; Appendix)

J. G. Fichte: Über den Begriff der Wissenschaftslehre

Proseminar Daniela Schmidt, M.A.
Laufzeit: 15.04.2010 - 15.07.2010

Das Seminar richtet sich an alle interessierten Philosophiestudenten, die sich im Grundstudium befinden. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit sowie zur Übernahme eines Stundenprotokolls.

Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft

Proseminar Prof. Dr. Christoph Asmuth
Laufzeit: 31.03.2007 - 30.06.2007

Leib und Seele – Körper und Geist. Historisch-systematische Rekonstruktion eines Gegensatzes

Vorlesung Prof. Dr. Christoph Asmuth
Laufzeit: 31.03.2007 - 30.06.2007

Publikationen

Das Ich-Programm. Ein Versuch zur Ersten Person

Monographie Prof. em. Dr. Dietrich Krusche
Jahr: 2010

Fahrrad - Person - Organismus. Konstruktion menschlicher Körperlichkeit

Der vorliegende Band versammelt Beiträge, die die Konstruktivität wissenschaftlicher Theoriebildung in ihrem Verhältnis zur Körperlichkeit des Menschen thematisieren.