Naturphilosophie

Naturphilosophie behandelt den Gegenstand »Natur« wie auch heutzutage häufiger: die empirischen Naturwissenschaften. Zu ihren zentralen Themen gehören Raum und Zeit, Materie, Bewegung und Organismus. Hieran zeigt sich, dass eine wesentliche Aufgabe der Naturphilosophie in der Erklärung des Phänomens »Leben« besteht. Damit einher geht auch die Frage nach Unterschied und Beziehung der Natur zum Geist.

Wir verweisen auf den vertiefenden Lexikoneintrag Naturphilosophie, an dessen Gestaltung wir Sie herzlich einladen mitzuarbeiten. Senden Sie uns einfach Ihren qualifizierten Beitrag!

Lehrveranstaltungen

Aristoteles, Über die Seele

Proseminar Dr. Christoph Binkelmann
Laufzeit: 23.04.2009 - 16.07.2009

Aristoteles’ Werk zur Psychologie stellt eine Verbindung zwischen Naturphilosophie und Metaphysik her. Es thematisiert die Seele von den natürlichen Organismen bis hin zum Menschen. Aristoteles bezieht dabei eine Position, die sowohl die idealistische als auch die materialistische Auffassung, Platon und die Atomisten, gleichmaßen ablehnt.

Leib und Seele – Körper und Geist. Historisch-systematische Rekonstruktion eines Gegensatzes

Vorlesung Prof. Dr. Christoph Asmuth
Laufzeit: 31.03.2007 - 30.06.2007

Hegel, Philosophie der Natur

Proseminar Dr. Kazimir Drilo
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Publikationen

Jeremy Dunham/Iain Grant/SeanWatson: Idealism. The history of a philosophy

Rezension Jörg U. Noller, M.A.
Jahr: 2011

Indifferente Freiheit. Ein Beitrag über das philosophische Verhältnis von Schelling und Friedrich Schlegel um 1800

Zeitschriftenartikel Dr. Christoph Binkelmann
Jahr: 2011

Der Beitrag vergleicht die philosophischen Systeme von Schelling und Schlegel in ihrer gemeinsamen Jenaer Zeit. Bei beiden drehen sich die Ausführungen um den Begriff der Indifferenz sowie eine Verhältnisbestimmung von Naturphilosophie und Geist- bzw. Transzendentalphilosophie, von Spinoza und Fichte, in deren Mittelpunkt die menschliche Freiheit steht.

Leben und leben lassen. Zum Stellenwert der Philosophie zwischen Lebenswissenschaften und Lebenswelt

Sammelbandbeitrag Dr. Christoph Binkelmann
Jahr: 2010

Der Beitrag versucht die Aktualität der Transzendentalphilosophie Fichtes für eine moderne Bestimmung des Lebensbegriffs fruchtbar zu machen, wie er sowohl in der Bezeichnung der Lebenswelt als auch in den modernen Lebenswissenschaften Verwendung findet. Er umfasst die Spannweite kulturellen und natürlichen Lebens. Am Ende wird eine Ethik des Lebens und Leben-Lassens skizziert.

Self-preservation and self-consciousness. Hegel’s critique of a Spinozian concept

Sammelbandbeitrag Dr. Christoph Binkelmann
Jahr: 2008

In der »Phänomenologie des Geistes« zeigt Hegel die strukturelle Nähe von natürlichem und geistigem Leben anhand der Begriff »Selbsterhaltung« und »Selbstbewusstsein« auf. Darin findet sich eine Kritik von Spinozas Konzeption des conatus, den Hegel durch Fichtes Idee des Ich ergänzt.

System – Freiheit – Loos: Zur den letzten Reflexionen Fichtes von 1813 in Bezug auf einen alten Streitpunkt mit Schelling

Vortragsmanuskript Kai U. Gregor, M.A.
Jahr: 2007

Der Vortrag vergleicht die begründungstheoretischen Konfrontationen zwischen Schelling und Fichte.

Evolution. Modell – Methode – Paradigma

Sammelband Prof. Dr. Christoph Asmuth, Hans Poser
Jahr: 2007

Der Sammelband betrachtet die Evolutionstheorie als Modell. Das erlaubt zwei Herangehensweisen (1) Zunächst betrifft der Modellcharakter den methodischen Status der Evolutionstheorie selbst. Die historisch orientierten Beiträge zeigen für die geschichtliche Entwicklung der Evolutionstheorie auf, wie das Modell Evolutionstheorie entstanden, rezipiert und ausgeweitet wurde. Die systematischen Beiträge weisen diesen Charakter in wissenschaftstheoretischer Hinsicht auf und zeigen, dass die Begriffe, mit denen die Evolutionstheorie operiert, nicht unmittelbar auf einer ontologischen Basis fußen. Der Modellcharakter betrifft dabei die Erklärung und die Erklärungskompetenz der Evolutionstheorie. Dabei fließt mit ein, dass die Wissenschaftlichkeit der Evolutionstheorie unter ‚Sonderbedingungen’ steht. Nur Teilthesen lassen sich experimentell überprüfen, die Evolutionstheorie als ganze bleibt unüberprüfbar, gleichwohl aber aufgrund ihrer hohen Kohärenz und ihres Zusammenstimmens mit Funden und Beobachtungen gleichwohl mehr als eine bloße Hypothese. (2) Der Modellcharakter bezieht sich aber auch auf den Import der Evolutionstheorie durch andere Disziplinen. Der vorliegende Band zeigt das am Beispiel der Soziologie, der Kosmologie und der Erkenntnistheorie. In allen diesen Fällen kommt der Erklärung von Entwicklungen große Bedeutung zu. Deshalb kann die Evolutionstheorie Modell und Paradigma sein zur Erklärung der Dynamik in Entwicklungsprozessen. Sie kann darüber hinaus erklären, warum es in der Entwicklung zu bestimmten Stadien kommt und warum sie nicht aus vorgängigen Zweckbestimmungen (etwa nach Schöpfungsmodell) zu begreifen sind

Le critiche di Fichte alla Naturphilosophie negli anni dell’insegnamento all’Università di Berlino

Zeitschriftenartikel Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto
Jahr: 2004