Philosophische Anthropologie
Philosophische Anthropologie soll allgemein verstanden die philosophische Frage nach dem Menschen als ganzen, d.h. in allen Dimensionen (wie Erkennen, Handeln, Fühlen, Glauben u.a.), umfassen. Als philosophische Position geht sie von der Überzeugung aus, dass sämtliche andere Wirklichkeitsbereiche (wie Natur, Welt, Gott) allein vom Selbstverständnis des Menschen her erschlossen werden können - und nicht umgekehrt. Häufig bezeichnet philosophische Anthropologie die Hochzeit dieser Disziplin im ersten Drittel des 20. Jh. sowie die Hauptvertreter Scheler, Plessner, Gehlen.
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Forschungsveranstaltungen
Die Mobilisierung des Körpers: Prothetik seit dem Ersten Weltkrieg
Ausgangspunkt der Tagung ist der Beginn des Ersten Weltkriegs, der sich 2014 zum 100. Mal jährt. Er war paradigmatisch für die Mobilmachung des Körpers in der Moderne, zu deren wichtigsten Instrumenten die Prothetik gehört.
„Das In/Humane: der Antihumanismus bei Lyotard”. Tagung Humanismus. Europäische Tradition, Kritik und Aktualität”. UMANESIMO E TRADIZIONE EUROPEA. Storia, attualità e critica di un concetto/HUMANISMUS UND EUROPÄISCHE TRADITION. Geschichte, Kritik und Aktualität (Plessner-Gesellschaft)
Image et philosophie : les usages conceptuels de l’image
Überlegungen über die Einwirkung des Bildes auf die praktische Genesis/Bildung des philosophischen Gedankens und umgekehrt.
Denken fürs Volk - Formen von Gemeinsinn in der deutschen Popularphilosophie
Die Tagung widmet sich dem Phänomen der Popularphilosophie aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern und auf welche Weise unterschiedliche Formen von Gemeinsinn durch diese Philosophie angesprochen und mobilisiert werden.
Wille – Leib – Sexualität? Zu den epistemologischen und anthropologischen Grundlagen der Philosophie Schopenhauers
Die Tagung nimmt sich zum Ziel, ein weiteres Mal die Aktualität der Philosophie Schopenhauers unter die Lupe zu nehmen. Diesmal geht es um die zentralen Begriffe Wille, Leib und Sexualität und ihre epistemologische wie anthropologische Verankerung in der Philosophie Schopenhauers sowie ihre immense Bedeutung für das gegenwärtige Denken und Selbstverständnis des Menschen.
Modernités romantiques: enjeux d’une relecture
Symposium über die europäische Romantik und deren philosophischen Probleme.
Lehrveranstaltungen
Theorien des Selbstbewusstseins von Kant bis heute
Platon, Politeia
Helmuth Plessners Lehre vom Menschen
Das eigene Andere – Schellings Idee einer Naturphilosophie
Im Seminar sollen zentrale naturphilosophische Schriften, vor allem aus der Frühphase Schellings, gelesen und gemeinsam diskutiert werden. Dabei interessiert auch die Frage, inwieweit Schelling an Kants Naturbegriff anknüpft und inwiefern er sich von dem Naturbegriff idealistischer Prägung - vor allem demjenigen Fichtes - kritisch abgrenzt.


