Theoretische Philosophie
Das Themengebiet der theoretischen Philosophie umfasst u.a. Erkenntnistheorie, Logik, Wissenschaftstheorie, Philosophische Anthropologie und Naturphilosophie. Man gebraucht die Bezeichnung vor allem in Absetzung von der praktischen Philosophie als Wissenschaft vom Wissen im weitesten Sinne sowie von durch Wissen zugänglichen Gegenstandsbereichen (z.B. Natur).
Wir verweisen auf den vertiefenden Lexikoneintrag Theoretische Philosophie, an dessen Gestaltung wir Sie herzlich einladen mitzuarbeiten. Senden Sie uns einfach Ihren qualifizierten Beitrag!
Forschungsveranstaltungen
Paradoxien im Denken des Selbst
– in der klassischen deutschen Philosophie und in der Gegenwart
Das Phänomen des Paradoxons ist seit jeher Bestandteil philosophischer Fragestellungen. Nicht nur in der antiken und klassischen Philosophie nimmt das Paradoxon eine Sonderstellung ein – wie ein roter Faden durchzieht die logische Figur auch in ihrer Form als Aporie und Antinomie die Denkgeschichte bis in die Gegenwart.
Die Frage nach dem System: Vernunft und Freiheit in Schellings Freiheitsschrift? - Zum zweihundertjährigen Jubiläum der Philosophischen Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit.
Die Fragen nach der Bedeutung und Denkbarkeit der Freiheit des Menschen ist ein wichtiges philosophisches Problem: Die Tagung untersucht mit dem Zweck eine kritische und gültige Antwort zu finden die 1809 veröffentlichte Freiheitsschrift Schellings.
Wille – Leib – Sexualität? Zu den epistemologischen und anthropologischen Grundlagen der Philosophie Schopenhauers
Die Tagung nimmt sich zum Ziel, ein weiteres Mal die Aktualität der Philosophie Schopenhauers unter die Lupe zu nehmen. Diesmal geht es um die zentralen Begriffe Wille, Leib und Sexualität und ihre epistemologische wie anthropologische Verankerung in der Philosophie Schopenhauers sowie ihre immense Bedeutung für das gegenwärtige Denken und Selbstverständnis des Menschen.
Irrationalität - Schattenseite der Moderne.
7. Jahrestagung des Internationalen Forschungsnetzwerks Transzenden-talphilosophie/Deutscher Idealismus
Die Tagung dient der Verständigung über die Entstehung, Funktion und Entwicklung »des Irrationalen« als Protagonist wie als Antagonist. Angestrebt ist eine kritischen Reflexion über das eigene Vorverständnis wie über gängige Schnittmuster historischer Rekonstruktionen des Irrationalen: Wie lässt sich unser ambivalentes Verhältnis zu Rationalität und Irrationalität auf eine neue Frage, einen innovativen Begriff bringen. Schließlich dient die Tagung der systematischen Einordnung des Irrationalen in einer Welt der Kontingenz, der Vernetzung und Globalisierung, ethischer und religiöser Konflikte. Letztlich aber bestimmen - wie in den vergangenen Jahren - die Interessen und Themen der Beiträger das Themenspektrum und den Verlauf der 7. Arbeitstagung, zu der wir herzlich einladen.
»Zukunft der Philosophie – Philosophie der Zukunft«? Perspektiven der Transzendentalphilosophie als Grundlagenwissenschaft
Die Philosophie ist nach dem selbst erklärten Ende der analytischen Philosophie und dem Verebben des postmodernen Paradigma zurzeit in einer weitgehenden methodologischen und sachlichen Stagnation und Orientierungslosigkeit gefangen. Die projektierte Tagung »Zukunft der Philosophie – Philosophie der Zukunft« will versuchen, durch eine historisch informierte Revision der transzendentalphilosophischen Theoriekonzepte klassischer deutscher Philosophie diese Erstarrung durch eine methodische und sachliche Perspektivenerweiterung aufzulösen, indem die Frage erwogen wird, ob und inwiefern die Philosophie kompetent ist, Grundsatzfragen der gegenwärtigen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Situation überhaupt zu lösen.
Cassirers dritter Weg der Philosophie
Die Begründung der Philosophie im Deutschen Idealismus
Die Welt und die Welten. Bewegung. Entgrenzung, Globalisierung.
One World and Plurality of Worlds. Motion, Dissolution, Globalisation.
Seitdem sich die Wirtschaft, die Politik und die Medien zu den globalen Akteuren entwickelt haben, spielt das Thema der Welt als einer ganzen eine immer wichtigere Rolle in den öffentlichen Debatten. Gerade durch die Besinnung auf die grundlegenden Begriffe – wie diejenigen der Grenze, der Bewegung, der Kommunikation und der Welt (oder Welthaftigkeit) – kann hier die Philosophie, insbesondere die Transzendentalphilosophie, ihren bescheidenen, dennoch wichtigen Beitrag im Verständnis der Möglichkeit der Globalisierungsprozesse und in der Interpretation ihrer Vorgänge und Folgen leisten.
Modernités romantiques: enjeux d’une relecture
Symposium über die europäische Romantik und deren philosophischen Probleme.
Ich – Du – Er, Sie, Es Subjekt und Gehirn – Mensch und Natur
Im Ich tritt die Person als Subjekt des Denkens, Fühlens und Handelns in den Vordergrund. In der dritten Person des Er, Sie und Es wird die Person verobjektiviert und epistemischer Gegenstand. Das Du wiederum eröffnet die interpersonale Dimension und damit den wechselseitigen Bezug zweier Subjekte. Dieser grundlegende Topos bildet die systematische Folie für das diesjährige Thema der Arbeitstagung, das die Referenten aus unterschiedlichen historischen und systematischen Perspektiven bearbeiten.


