Theoretische Philosophie
Das Themengebiet der theoretischen Philosophie umfasst u.a. Erkenntnistheorie, Logik, Wissenschaftstheorie, Philosophische Anthropologie und Naturphilosophie. Man gebraucht die Bezeichnung vor allem in Absetzung von der praktischen Philosophie als Wissenschaft vom Wissen im weitesten Sinne sowie von durch Wissen zugänglichen Gegenstandsbereichen (z.B. Natur).
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Publikationen
System – Freiheit – Loos: Zur den letzten Reflexionen Fichtes von 1813 in Bezug auf einen alten Streitpunkt mit Schelling
Der Vortrag vergleicht die begründungstheoretischen Konfrontationen zwischen Schelling und Fichte.
Der Satz vom Grund und seine Kritik – Zur Problematik von Gestalt und Begründung der transzendentalen Metaphysik Arthur Schopenhauers.
Der Vortrag vergleicht die Philosophien von Fichte und Schopenhauer und versucht sie in den Kontext gegenwärtiger philosophischer Problemstellungen einzuordnen.
Wilhelm Weischedels Grundlegungsversuch einer Philosophischen Theologie im Zeitalter des Nihilismus und ein Gedanke Fichtes
Der Aufsatz untersucht die Möglichkeiten der Religion aus Sicht einer modernen Transzendentalphilosophie.
Beitrag zum kooperativen Kommentar zur Wissenschaftslehre 1810 von Johann Gottlieb Fichte.
Es handelt sich um das seit 2001 laufende Projekt, die späten wissenschaftlichen Schriften Fichtes zu sichten und innerhalb eines kooperativen Kommentars zu beschreiben, um diese hermetischen Texte der philosophischen Öffentlichkeit zu erschließen.
Revolution der Gesinnung und Vollendung der Freiheit. Wesen und Möglichkeit höherer Lebensformen bei Kant und Fichte.
Vergleicht die Moraltheorien von Kant und Fichte unter begrünungstheoretischer Perspektive - und zeigt einen Fehler im Ansatz Kants.
Wie das Subjekt aufs Fahrrad kommt
Ist die Identität des Selbstbewußtseins in Fichtes System unerreichbar? Hegels methodologische Kritik in der Differenzschrift
Grundlagen und Voraussetzungen der Leib-Seele- / Körper-Geist-Dichotomie in der gegenwärtigen Philosophie des Geistes
Negativität. Hegels Lösung der Systemfrage in der Vorrede der Phänomenologie des Geistes
Die große Idee, die Hegel in der Phänomenologie des Geistes vorstellt und entfaltet, liegt in der Entdeckung der Bedeutung der Negativität. Negativität ist dabei mehr als ein nur formelles Verfahren. Negativität ist vielmehr ein Begriff, der die Realität selbst kennzeichnet. Sie stellt die Realität einerseits als subjekthaft vor; denn Negativität drückt als Prinzip aus, dass sich das Reale durch einen Prozess der Negation in ein Selbstverhältnis setzt. Andererseits stellt die Negativität die Realität auch als spannungsvoll, schmerzhaft und vergänglich vor. Diese Idee gewinnt Hegel vor allem in Auseinandersetzung mit Fichte und Schelling. Unbeschadet der berechtigten Nachfrage, ob Hegels Kritik berechtigt ist, lässt sich dennoch die argumentative Kraft dieses Entwurfs ermessen: Sie liegt in der Zuwendung zu den konkreten Phänomenen, ihren spezifischen Differenzen und ihrer substantiellen Einheit, die sie einem vernünftigen Nachvollzug zugänglich macht.


