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Auf diesen Seiten finden Sie alle wissenschaftlichen und akademischen Aktivitäten des Netzwerks. Eine detaillierte Datenbank mit einer systematischen Übersicht über die behandelten philosophischen Arbeitsgebiete, Forschungsprojekte, Lehre, Veranstaltungen, Publikationen und Profile jedes Mitglieds ermöglicht eine umfassende Information über den Forschungs- und Diskussionsstand zur klassischen deutschen Philosophie in historischer und systematischer Perspektive. Ziel ist es, die Anliegen der Transzendentalphilosophie sowohl strategisch als auch systematisch zu unterstützen und zu stärken.

Veranstaltungen

Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen im Rahmen des Internationalen Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus. Wir freuen uns, wenn Sie uns interessante Veranstaltungstermine mitteilen: aktuelles@notpartofaddress.a-priori.eu

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: info@notpartofaddress.a-priori.eu

Weltbürgerliche Perspektive und nationale Weltansichten

Die heutige Krise der Europäischen Union ist nicht nur eine Systemkrise der wirtschaftlichen Regulierung oder eine Legitimationskrise der politischen Institutionen; es ist auch primär eine philosophische Krise unserer begrifflichen Modelle. Die europäische Konstruktion als institutionalisierter Prototyp des modernen Kosmopolitismus, ist noch immer weitgehend nach dem Muster der Nationalstaatlichkeit gedacht, sei es um sie auf eine internationale Organisation souveräner Nationen zu reduzieren oder um sie in einen europäischen Superstaat umzuwandeln. Diese Spannung zwischen der weltbürgerlichen Absicht der EU und den nationalen Weltansichten ist aber kein beiläufiges Stolpern einer ansonsten erfolgreichen Geschichte; sie hat vielmehr tiefe philosophische Gründe.

Ziel der Tagung ist es, die vielfältigen Ansätze zum Thema der weltbürgerlichen Perspektive im Spannungsfeld nationaler Weltsichten zu Wort kommen zu lassen. Wie immer bestimmen die Interessen der Beiträger das Programm der Tagung. Kluge halbstündige Beiträge, die gewillt sind, philosophische Gemeinplätze durch neue Perspektiven zu überwinden oder mit überraschenden Thesen neu anzufangen, sind herzlich eingeladen, die Tagung mitzugestalten. Dafür wird bis zum 31. Oktober 2016 eine knappe, etwa 250 Wörter umfassende Skizze auf Deutsch oder Englisch an untenstehende Adresse erbeten. Da die Früchte der Tagung in einer attraktiven Publikation aufgehen sollen, möchten wir um rechtzeitige Anmeldung bitten. Wir streben an, das Feld möglichst umfassend und systematisch in Tagung und Publikation abzubilden.

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Schellings Philosophie der Mythologie

In der historisch-kritischen Einleitung seiner Philosophie der Mythologie setzt sich Schelling mit der Frage nach der Entstehung und Funktion der Mythologie auseinander. Dabei werden die aktuellen Theorien einer radikalen Kritik unterzogen. Der These von der Mythologie als „Erfindung“ setzt der Philosoph ein grundsätzlich neues Konzept entgegen: Mythologie ist demnach ein Faktum, das dem Bewusstsein nicht erst im Ausgang von der Naturbetrachtung entsteht – sondern vielmehr umgekehrt, setzt das Bewusstsein die in ihm einem frühen Stadium seiner Entwicklung gemäß entstehenden Göttervorstellungen. Der symbolische Charakter der Mythologie erhält somit einen Wahrheitsanspruch, der von Schelling hier geltend gemacht wird. Mythologie aber wird zugleich gedacht als theogonischer Prozess und führt schließlich auf eine philosophische Verhältnisbestimmung von Monotheismus und Polytheismus, Gott und menschlichem Bewusstsein.

Der fünftägige Sommerkurs in Dubrovnik zielt darauf ab, in Form von Referaten, gemeinsamer Diskussion und Lektüre ausgewählter Textstellen tiefere Einblicke in den Text zu erarbeiten. Die Referate sollen dabei insbesondere die uns inzwischen verschlossenen (ideen-)geschichtlichen Bezüge Schellings sowie die argumentative Struktur der einzelnen Vorlesungen klären. Darüber hinaus können aber auch Referate vorgeschlagen werden, die über den Textbestand hinausgehen und verwandte Themen im Umfeld des Textes vorstellen. Der Sommerkurs wendet sich an fortgeschrittene Studenten, Doktoranden und Postdocs. Die Übernahme von Referaten durch die Teilnehmer ist erwünscht. Die Aufteilung der Referate er-folgt nach Ablauf der Anmeldefrist.

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26. Juli 2016